Mut zum Netzwerken 2.0

Genaugenommen gehts um Kommunizieren, aber darauf komme ich in meinem Vortrag morgen noch. Herzlichen Dank für die Einladung zu CLS Communication in Basel. Ich darf mich in Sachen Fokus üben, denn ich habe nur 30 Minuten Zeit für ein komplexes Thema. Netzwerken 2.0 und Tipps aus meiner Erfahrung damit. Ich hab erstmal alles auf den Tisch geworfen und sortiert. Worauf kommt es mir an beim neuerlichen Netzwerken? Nach etwa sieben möglichen Titeln kam ich endlich zum Kern:

Für modernes Netzwerken, was für mich übrigens nicht nur Online bedeutet, sondern in jedem persönlichen Austausch und in jeder Mittagspause offline stattfindet, brauche ich:

Mut zum Dialog. Warum?
Weil der Dialog das Netzwerken belebt, für mich sogar erst möglich macht. Die Mechanismen erspar ich Euch, denn Ihr kennt Social Media. Ich rede trotzdem gerne mit den Leuten darüber. Häufig finde ich noch den Sendemechanismus in der Praxis von Kommunikationsfachleuten. Als gelungene Dialog-Beispiele zeige ich Mammut auf Facebook und den Apfelblog von Renato Mitra. (Der auch für den nächsten Punkt steht)

Kommunizieren intern und extern - mit dem gleichen Gerät

Kommunizieren intern und extern - mit dem gleichen Gerät

Mut zur Persönlichkeit.
Privat und Geschäft trennen?

Das ist für mich besonders spannend. Oft gibt es in der Praxis, Mickeymousebilder oder Dummys als Erkennungsbild in Social Media Accounts. Ich glaube, dass Kommunikation zwischen Personen funktioniert. Diese sollten auch Mut zu persönlichen Meinungen haben. Das heisst für mich nicht unbedingt private Inhalte aber auch nicht immer nur pro-eigenes-Unternehmen. Schlüsselerkenntnis für mich ist hier, dass ein Mensch viele verschiedene Rollen ausfüllt und nie nur mit einer agiert. So ist ein Pressesprecher oft auch Vater, Golfer oder von mir aus Mickeymousefan. Dazu kommt, dass mit den Smartphones die Privat-Geschäftsgrenze verschwimmt. Wir greifen mit dem Handy auf verschiedene Accounts zu und sind doch die selbe Person, mit (hoffentlich) nur einem Handy. Mein Praxisbeispiel ist Shibby, die Privat und Geschäft geschickt verbindet.

Mut zu Vertrauen. Ist intern und extern trennbar?
Das ist etwas, dass ich bei Namics gelernt habe und ich auch sonst in meinem Leben praktiziere. Vertrauen, dass sich in Kommunikationserfolg wandelt, ist in meinen Augen erstrebenswert und wurde dort in 4.5 Jahren nie missbraucht. Ich musste niemandem zurück rufen, er/sie dürfe dies oder das nicht kommunizieren. Leider kann ich (nach zwei Wochen) noch kaum Beispiele von meinem neuen Job erzählen. Doch interne Gegebenheiten sind auch hier (wie in wohl jeder anderen Firma auch) öffentlich sichtbar! Es ist wichtig, dass Unternehmen vor dem Social Media Start Guidelines oder besser noch ethische Regeln definieren und interne Kommunikationsbedingungen schaffen (!) So lernen Mitarbeiter soziale Medienkompetenz und respektieren, dass börsenrelevante Infos in offizielle Hände gehören. Zahlen gehören für mich eh auf die Website und nicht in einen Blog. ok. ein Tweet vielleicht nach der Veröffentlichung.

Mein gelerntes Highlight ist der Mut zur Persönlichkeit. Achso das Netzwerken, ja. Das funktioniert natürlich genauso. Kontinuierlich kommunizieren. Aufrichtig, authentisch, transparent, vertrauensvoll und beim Mittagessen. Nur dass es Online mit mehr Inhalt und mehr Menschen funktioniert.

Hier ist das Handout.

PS: ich bin sicher, dass ich nicht auf alles hab, was ich gelernt hab, das ist in der kurzen Zeit einfach nicht möglich. Wenn Dir noch was Gutes einfällt, freu ich mich über einen Kommentar. Ich bin mutig ;)

5 Kommentare zu “Mut zum Netzwerken 2.0

  1. Pingback: Tweets that mention Mut zum Netzwerken 2.0 | Netwoman's Blog -- Topsy.com

  2. Hallo Su

    Es freut uns von Mammut, dass du unsere Facebook Page als gelungener Dialog und somit als gelungenes Netzwerken betitelst. Da zeigt sich bei uns der alpinistische Gedanke, denn ohne die richtige Seilschaft mit verlässlichen Kameraden geht in den Bergen gar nichts. Da ist ein gutes Netzwerk überlebensnotwendig. Aus diesem Grund weiterhin viel Spass mit unserer Facebook Page (http://www.mammut.ch/facebook) Wir würden uns noch über ein paar Fans mehr freuen… (-;

    Beste Grüsse
    Dominik

  3. Pingback: Internet Briefing Blog / Gelerntes von der Social Media Konferenz

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