Virale Konzepte ohne Social Media zu sagen

Gestern war ich mal wieder bei Retos Internet Briefing. Der Referent
Markus Gabriel alias Jaegi von Angelink sprach über “Virales Marketing.
Dabei ging es ihm nicht um Social Media, Facebook und Twitter und auch nicht Youtube. “die Plattform für virale Glücksritter”. Er hat den Begriff Social Media konsequent vermieden. Sein Einstieg verspricht einen guten Vortrag, dem wird er auch gerecht. Hab einiges aus seiner Marketingwelt gelernt. Dankeschön dafür. Das Handout hatte er gleich nach dem Vortrag auf Facebook. (Verstehe nicht, dass viele Referenten das nicht machen)

Markus konzentrierte sich auf grundlegende Prinzipien/Konzepte, die auch ohne Internet funktionieren und zeigt einen Film den ich leider nicht selektieren konnte. (slide 2)

Der Film repräsentiert Viralität an sich. Einer ist keiner, zwei sind mehr als einer, sind wir erst zu dritt machen alle andren mit.  Ich lerne, der zweite Tänzer hat viel mehr Einfluss auf die entstehende Viralität als der erste. Dafür braucht man etwas Psychologie, Glück und Experimentierfreude. Nun zu den Konzepten:

Free + Premium = Freemium

Hier wird der grössere Teil der Dienstleistung gratis angeboten und nur gewisse Zusatzleistungen kosten. Er vergleicht mit einem Metzger: das Kotelett ist gratis, die Scheibe Wurst dagegen kostet. Skype, XING (seit gestern neu, was ich gelungen finde auf den ersten Blick), google, Doodle sind mir da als Beispiel schon näher.

Spannende Anmerkung, “XING bietet relativ wenig im Freebereich”. hatte ich mir noch nie überlegt, seh aber sofort was er meint, bin gespannt was das seit gesterne “neue XING” kann. Er stellt noch Evernote vor, den digitalen Notizblock. Damit sind alle Notizen von unterwegs (Bilder, Text) sofort auf allen Endgeräten verfügbar. Natürlich erwähnt er auch das Schweizer Produkt Memonic. Lerne: Nach 2 Jahren sind 5.5% der Nutzer bereit etwas zu zahlen. Vorteile: Gratisleistungen sprechen sich herum, den Rest könnt Ihr in der Präsi nachlesen. Wie auch Empfehlungen dazu.

Story telling:

Red Bull ist ein prominenter Vertreter. Das Unternehmen kommuniziert mehr über Flug- und Extremsport als über ihr Produkt. Auch Axpo und Hornbach nennt er als Beispiel für das Konzept. Wer das Video sieht, versteht worum geht. Obwohl der Crash nicht geplant war, (gut ausging) war dieser Stuntversuch aus Marketingsicht ein voller Erfolg.

Law of the few:

Bei diesem Prinzip ist der richtige Typ (der mit der viralen Aktion startet) wichtig. Also sollte man sich auf diesen konzentrieren. Ein Beispiel war der Alu Scooter (nein heute ist das Ding nicht mehr hipp), Offroader oder das Kaufleuten. Mehr dazu im Film (Praesi, Seite 9) wo drei Schueler das Prinzip erklaeren.
Ed Hardy funktionierte, in dem das Unternehmen anfangs Madonna und andere Promis ausstattete. Einer der Schlüssel für den Erfolg ist das Netzwerk von interessierten, kommunikativen Leuten.

Mund-zu-Mund Empfehlung:

Der Einfluss des Nachbarn ist immer grösser als eine Werbekampagne. Maggi schickte an 2000 ausgewählte Puzzer “Poulet Zart & Saftig”. Diese hatten einen guten Grund, um ein Gespräch anzuheizen (nicht nur den Grill) Ergebnis mehr als eine halbe Million Marken-Gespräche, über 5% Kaufabsicht. Markus gibt keine Gewähr für die Zahlen.

Systemisches Viral Marketing:

Dieses nennt Markus die “feigste Art”. Stellvertretend für die sogenannte implementierte Viralität stehen Facebook, Tupperware, Foursquare. Er zeigt auch ein bodenständiges Beispiel. Ittinger Klosterbräu startete (vor langer Zeit, anscheinend) eine Probebier-Aktion. Man konnte für einen Freund Bier gratis bestellen. Schenken statt Produktmuster bestellen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. 16’000 Bierpakete, 25’000 E-Mail Adressen 15% mehr Umsatz.

In der anschliessenden Diskussion gehts beiläufig auch mal um Schweiz Tourismus und das Zusammenspiel zwischen Marketing und Kommunikation (Ihr wisst schon). Ein letzter Satz den ich aufschnappe, “Erfolgreich ist, Misteriöses, Lustiges und Dramatisches.”, bevor ich mich dem Essen und den wertvollen Gesprächen widme.
Deshalb gönne ich der den tollen Vortrag verbloggt hat.

Das Handout Die fünf wichtigsten Virales Marketing Konzepte.

Ein Kommentar zu “Virale Konzepte ohne Social Media zu sagen

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