Blogger sind anders liebe PR-Kollegen

Das Blogger ein eigenes Medium (nicht im esoterischen Sinn) sind, wissen PR-Leute
ja inzwischen. Wir PR-Menschen sollten aber nachdenken, bevor wir Blogger in die erlauchte Runde der Journalisten aufnehmen, denn:

1. Blogger sind (meist) anders als klassische Journalisten.
Sie wollen keine Medienmitteilung zur Pressekonferenz kommen (ausser online).

2. Blogger wollen ihre eigene Meinung kund tun und 3. lieben Geschwindigkeit
Also, selbst testen und beschreiben und keine pfannenfertige Meinung (wie oft in Medienmitteilungen). Nett: Eine Info vor dem Versandtermin. Die klassichen Medien sehen Blogger eh nicht direkt als Konkurrenz. Hab mal gehört, eine exakte Recherche ist ein gutes altes Journalisten-Handwerk. Glaube das ist überholt.

4. Blogger sagen auch unangenehme Meinungen
Nicht neu. Können Sie damit leben? Fein. Das ist Gold wert, z.B. um ein Angebot zu verbessern. Sie können auch, wenn sie auf den Post kommentieren einen Imagegewinn erzielen. Sie werden kommunikativ und aufrichtig wahrgenommen. Das sind u.a. Eigenschaften, die Blog-Leser schätzen. Natürlich kommentieren Sie Feedbacks unter Ihrem richtigen Namen.

5. Blog-Leser sind -…
ein gutes Stichwort. Meist gut informierte Menschen, die sich offen austauschen. Sonst würden Sie nur Zeitungen lesen (ohne direkte Antwort-Möglichkeit). Unehrlichkeit geht nicht. Ausserdem sind Blogger mit anderen ihrer Art verlinkt und eine unangenehme Story infiziert leicht Ihre Clippings mit Twitter und Co.

6. Clippingdienste sind auch nur Menschen
Mein Clippingdienst ignoriert die neuen Journalisten (Blogger) noch. Deshalb schätze ich zusätzlich z.B. Google Alert und technorati.com und aufmerksame Kollegen 😉

7. Behandeln Sie Blogger gebührlich wegen Punkt 1.
Nehmen Sie sie nicht einfach in Ihre Verteilerliste für den Versand auf. Falls ein Blogger über Themen schreibt, die Sie selbst bereichern können. Fragen Sie einmal an, ob er/sie Informationen möchte. Und nach Infoversand bitte nicht nachtelefonieren, das kommt auch bei Journalisten nicht gut. Wird aber immer wieder gern gemacht. Danke Tom für Deine Inspiration


8. Auch Blogger können nicht hellsehen
Genau wie Journalisten können sie sich nix vorstellen unter dem Betreff „Pressemitteilung“.
Text direkt im Mail und als Word-Anhang ist nett und kostet einen Klick weniger.

9. Blogger verstehen keine Marketingtexte.
Unterscheiden Sie Marketingtexte deutlich von PR-Texten. Höher, schneller, das interessiert wirklich niemand.

10. PR Leute, die selbst bloggen
Ja heute dürfen PR-Leute auch selbst bloggen, wenn es nicht eine copy/paste Medienmitteilung ist, sondern ein echter persönlicher Beitrag. Aber das sind ja eh Basics über die man u.a. bei Klaus Eck im pr-blog und Marcel Bernet findet.

Na denn, p(r)os(t) it.

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