Man muss gut sein – Event Kommunikation am Studenten Beispiel

Live Bloggen und Twittern ist für mich als Kommunikationsmensch eine normale Aktion, wenn das was ich auf der Bühne sehe und höre, einen echten Mehrwert gibt. Tatsächlich hab ich auch letzte Woche am IMK Forum in Chur (Blog wurde leider eingestampft) einen Moment überlegt, ob ich selbst mit dem Mac auf die Bühne soll und während der Podiumsdiskussion bloggen. Ich entschied mich dann doch für die dezentere Form mit dem Handy zum Twittern. Zur Interaktion von Moderatoren, mit dem Publikum und Nichtanwesenden (via Twitter) hab ich mal einige Gedanken notiert.. Die Zukunft hat längst begonnen und Veranstaltungen finden nicht mehr nur offline statt.

Letzte Woche fand also das Highlight „meiner“Studenten (igendwann gewöhne ich mich an „Studierende“) statt. Das IMK Forum. Ein Event der HTW Chur, welches ausschliesslich von den Studenten des Studiengangs Multimedia Production in der Vertiefung Unternehmenskommunikation organisiert und beworben wird. Ines Jansky, Dozentin für Unternehmenskommunikation ist hier federführend engagiert.

Letztes Jahr kamen ca. 50 Teilnehmer nach Chur und dieses Jahr hatten wir ein grosses Ziel: 100 – 200 Teilnehmer. Die Studenten haben dieses Jahr ihre Kommunikations- und Organisationskompetenz dermassen gesteigert, dass ich platt war über das Medien- und Blogger-Echo (hier von Bernadette Bisculm , Urs Bucher und Hans-Dieter Zimmermann) und natürlich über die 230 Leute, die den Weg nach Chur auf sich nahmen. Marcel Debrunner und ich durften ein Interview bei RTR (rätoromanisches staatliches Radio) über das Forum geben. Ich würde gern verstehen, was Frau Riccarda Mühlemann da auf rumantsch sagt.

Am Forum selbst gings um Social Media (what else) KMU und den Standort Graubünden und selbstverständlich auch die Relevanz der Hochschule in der Region. Die Studenten befragten im Vorfeld in einer Mini-Studie (die im 2012 evtl. wissenschaftlich vertieft werden soll) mögliche Anbieter für Social Media nach der Ist-Situation bei Unternehmen und gaben eine Liste der Anbieter ab. Der Keynote Gast war Prof. Gunter Dueck und ich begegnete ihm recht ehrfürchtig (vorallem als ich mit ihm frühstückte). Ich hatte ihn erst im Mai auf der Republica sprechen gehört, ihn als Rosine bezeichnet und wurde spontan zu einem seiner Fans. Besonders vom Buch Professionelle Intelligenz

Wer nicht dabei war, kann hier sehen, was diskutiert wurde.

 

Wie kam es nun zu dem Erfolg des Forums?

Die Studenten fanden sich unter Leitung ihrer Dozentin Ines Jansky (Vertiefung Unternehmenskommunikation) in Teams zusammen und arbeiteten so, in realen Bedingungen, wie sie in Unternehmen gegeben sind. Jeder brachte die Leistung ein, die er besonders gut beherrschte. Interne Kommunikation und Dokumentation stemmten wir in der Social Media Vertiefung über das E-Collaborations Tool GIS, welches wir von IBM bekamen. Interessanterweise, war dies eine grössere Hürde, als Twitter. Wie auch in vielen Unternehmen, ist es einfacher, die externe Kommunikation zu social-medialisieren, als die eigentliche Grundlage, die interne Kommunikation. Das teil-öffentliche Wissenteilen, Bloggen und auch Dokumenten Management liess sich viel träger an und sie arbeiteten anfangs bevorzugt mit g-docs, weil sie die google Tools bereits gewöhnt waren (Anmerkung für Unternehmen: Der Bedarf ist in der Praxis da, die Leute suchen sich andere Tools, Plattformen um zusammenzuarbeiten, wenn es das Intranet nicht, oder „zu spät“ hergibt). Und nicht zuletzt wichtig für den Erfolg: Man braucht natürlich ein gutes Thema. Um es mit den Worten von Gunter Dueck zu sagen „Man muss irgendwie gut sein“.

Die Studenten entschieden sich für einen Blog als (ich nenne das) Kommunikationszentrum und in Absprache mit dem Markom-Team der Hochschule blieben wir bei der wordpress Version, um so die „Spielwiese“ der Studenten nicht als offizielle HTW Präsenz zu positionieren. Das gab auch viel mehr Spielraum zum Ausprobieren. Dank Redaktionsplan legte das (Studentische Kommunikations-)Team  ein enormes Tempo mit Blogposts vor. Die Twitterbeiträge häuften sich, je näher die Veranstaltung kam. Die Verantwortlichen suchten auch direkt Kontakt zu sog. Multiplikatoren und interviewten sich gegenseitig. So zeigen sie beispielhaft, welche Inhalte für einen Blog möglich sind und auch gelesen werden.

Wer nicht beim Forum dabei war, kann gerne hier alles nachholen. Auch das eine Höchstleistung der Studenten, Live-Radio-Übertragung bei pokert.ch, Filmen und überhaupt die Kommunikation vor, während und nach dem Event, TOP gemeistert.
Einfach gut sein bezieht sich in meinen Augen nicht nur auf den Inhalt, den man in Social Media zu bieten hat, sondern auf den Medienmix, Leute sollten diesen beherrschen und clever nutzen.

An der Podiumsdiskussion beteiligten sich Gäste aus der Praxis: Referent Gunter Dueck (@wilddueck), Moderator Patrick Senn, comexperts AG (@patricksenn), Dominik Ryser Leiter Social Media bei Mammut AG (@mammut), Patrick Arnet, Geschäftsleiter Churerbier, Brauerei Chur AG, Manuel Merki, Absolvent Studiengang MMP der HTW Chur (@manuelmerki) und Hans-Peter Rest, Leiter Unternehmenskommunikation der Graubündner Kantonalbank (GKB) (@hamparest) und ich selbst war der Berater-Part, wie oben erwähnt mit „direktem Draht“ via Twitter zum Publikum und Nicht-anwesenden. Auch die Twitterwall scheint mir nicht mehr so zukunftsträchtig, sondern vielmehr die Realität (die uns übrigens von Kuble gesponsort wurde). Schliesslich wollte ich nebenbei die neuen Zahlen von wegen „Social Media ist Männersache“ widerlegen 😉

PS: Für den freien Platz in Firmen: Frischgebackene Multimedia Producer gibts also hier: Tanja Huber, Philip Reding, Raphael Eugster, Florian Frehner, Fabian Müller, Laura Occhipinti, Marcel Debrunner, Rebecca Maier, Katharina Pocher, Andreas Keller, Katrin Sthäheli-Seelaus, Andrin Egger, Erik Czapla, Ivo Ronner, Angela Zaugg, Lea Hefti, Petra Lieberherr, Sonja Putzi (jetzt ist klar, warum ich Euch immer ein XING Profil empfehle, wär nett zum verlinken 😉

Auch das gehört zur Kommunikation: Dankeschön, eine kleine Aufmerksamkeit und ein süsser Nachgeschmack.

Kommentar schreiben

Du kannst folgendes HTML verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

9 Kommentare zu “Man muss gut sein – Event Kommunikation am Studenten Beispiel

  1. Pingback: 1 Woche danach… | Multimedia Campus

  2. Pingback: Man muss gut sein – Event Kommunikation am Studenten Beispiel – Multimedia Communication – HTW Chur

  3. Liebe Su!

    Alles zusammen auf einen Blick so zu sehen ist wirklich schön. Allgemein bist du uns immer mit gutem Rat und ein paar positiven Worten zur Seite gestanden. Dafür danke ich dir vielmals! Um gut zu werden, muss man wohl von den Besten lernen 😉

  4. Pingback: 1 Woche danach… « Blog IMK-Forum

  5. Läck! Danke vielmals Su für die netten Worte 🙂 Super, wie du das ganze aufgearbeitet hast, so zusammengefasst hab ich die letzten Monate gar noch nicht gesehen! Und sorry für mein spätes Mail, sonst wären noch die super Zahlen vom Blog auch noch drin 🙂
    super!!! lg, fabian

    ps: xing gibts bei mir, wir sind sogar in contact :p

  6. Liebe Su

    Herzlichen Dank für die Erwähnung und Verlinkung (was bei Dir erfreulicherweise stets miteinander einhergeht). Bei Deiner Zusammenfassung muss ich ergänzen, dass Du unser hilfreichster Multiplikator bist! Vor allem Deine Tweets haben dafür gesorgt, dass die fleissigen Blogstatistik-Beobachter (wie ich einer bin) einige Male positiv überrascht sein durften. Danke nochmals dafür!
    Wenn wir mit Dir schon kein weiteres Forum veranstalten dürfen, so bin ich doch zumindest zuversichtlich, dass man Dich in Zukunft an anderen IMK-Veranstaltungen antreffen kann:)

    • hey Philip, danke Dir, hast Du mal einen Screenshot davon, wollte vorhin einen holen und hatte keinen Zugang zu Eurem Blog 😉 wär spannend, auch der Verlauf kurz vorm Event.

  7. Grossartige Veranstaltung! Ein spezielles Kompliment möchte ich den Verantwortlichen für die Videoproduktion machen. Qualität: Top durchs Band. Schnitt: ruhig und professionell. Ton: Die wenigsten haben den Ton im Griff. Das hier ist Benchmark. Einheitliche Qualität in allen Einstellungen und auch das Intro gefällt. Simpel aber wirkungsvoll.
    #gfallt miar