spontane Beschreibung für Social Media

Gerade stellte Yvonne Miller in der Social Media Women Schweiz Gruppe in Facebook eine Frage, die ich mir lange nicht mehr gestellt hab. Man glaubt manchmal, alles sei klar und dann kommt eine Frage, schlicht und gleichzeitig wichtig für eine Konzeption, einen Start und auch fürs Optimieren der eigenen Aktivitäten. Deshalb teile ich sie mit euch.

Was ist Social Media für euch?

Ich finde immer wieder spannend, die spontanen Definitionen von Fachleuten zu hören (gegenüber dem lang durchdachten und gepflegten Wiki-Wissen). Hier sind ein paar Meinungen:

Barbara Schwede
Barbara sagt: Social Media ist schlicht ein neuer Kanal für ein altes Thema: Beziehungen und Gespräche – it just happens to be online. Neu daran ist, dass sich ein Thema schneller verbreiten kann und wir an den klassischen Gatekeepern (Medien, Journalisten) vorbei selbst entscheiden können, was uns wichtig ist. Barbara unterrichtet übrigens gemeinsam mit mir an der Somexcloud Community Management.

Marie-Christine Schindler
Marie-Christine: Social Media ist die logische Ergänzung von integrierter und crossmedialer Kommunikation. Social Media erlauben Dialog und Vernetzung zwischen Menschen und auf Textebene. Sie übrigens  hat dazu einen Würfel entwickelt, der die Dimensionen der neuen PR Arbeit einfängt.
Ich selbst schrieb spontan: Social Media geht weg vom Kanal-Denken hin zu Plattformen und Netzwerken, wo sich Menschen über Themen verbinden und austauschen. Der Dialog steht aber im Mittelpunkt und nicht das Medium (Film, Bild, Text) oder die Plattform. Plattformen können vom User auch gewechselt werden, deshalb müssen Unternehmen die Kunst der vernetzten Kommunikation beherrschen. Die frühere (z.B.Marketing-) Botschaft ist heute Teil des Dialogs und wird nicht mehr ausschliesslich vom Unternehmen selbst gesendet.

Worin seht ihr den Wert oder was ist es für euch?

Nachtrag: 27. März. Dies ist ein dringender Nachtrag zum Thema: Die Agentur Mysign hatte mal wieder eine pfiffige Idee, die von Insa super umgesetzt wurde. Seht selbst

 

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20 Kommentare zu “spontane Beschreibung für Social Media

  1. Thomas Riesen schrieb am :

    Social Media = Demokratisierung der Meinungsbildung

    Diese Gleichung steht für mich über allem, was mit Social Media zu tun hat. Grosse Kampagnen via Medien kosten ein Vermögen. Zudem führen immer mehr und grössere Medienmonopole dazu, dass es für jene – welche durch diese Macht nicht gefördert oder gar eingeschränkt werden – keine Möglichkeit mehr gibt, der Öffentlichkeit ihre Sicht der Dinge zu präsentieren. Referenzen gefällig? Ben Ali, Mubarak, Gaddafi, Assad, Putin, KP China und so weiter. Ein wichtiger Aspekt der Kommunikation ist darüber hinaus, dass mittels Dialog (statt an jemanden heran zu reden) ein neuer Weg zur Verfügung steht, der möglicherweise zu anderen und besseren Ergebnissen führt – auf Grund der breiteren Diskussionsbasis. Wer die Offenheit mit bringt, sich ebenfalls den Schwächen von Social Media zu stellen, für den ist dieses Medium eine Chance – vorausgesetzt die Bezugsgruppen sprechen darauf an. Selbstverständlich braucht es auch technisches Verständnis und das Gefühl für den richtigen Umgang mit diesen Medien. Aber beides kann man lernen.

  2. Yvonne Miller schrieb am :

    Herzlichen Dank nochmals auch von meiner Seite für alle Beiträge. Ich sag euch, meinen Studenten wird am Freitag am SAWI nicht langweilig werden. Da haben wir doch einiges an Diskussionspotenzial mit all den unterschiedlichen Beschreibungen.
    Merci!

  3. Zusätzlich zu diesen tollen Definitionen, ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt, dass auch kleine Unternehmen im Social Web mitmachen können. Vorausgesetzt, sie haben das Know-how, die Ressourcen und natürlich die Lust dazu.

  4. Ich bin dabei!

    PS: installier doch eine Kommentarbenachrichtigungsfunktion in deinem Blog. Ich empfehle dir Jetpack, das hat einige coole Features, sogar mit Statistik und so 😉

    • Danke Chris. cool, war eh auf der Suche nach nem schlaueren Plugin. Das alte ist beim Blogzuegeln verschwunden wie auch sharethis. Jetzt muss ichs nur noch tun.

      Kleine Ergaenzung: Social Media fordert Kommunikationsleute stets auch technisch 😉

  5. so jetzt hab ichs, was haltet ihr davon, wenn ich von jeder einzelnen Meinung eine Präsi mache mit Bild und Zitat? Die können dann alle verwenden. Deal?

  6. Meiner Meinung nach ist Social Media reine Kommunikation. Egal ob online oder offline. Der offene Umgang mit Feedback sollte nicht nur online stattfinden.
    Social Media ist eine Haltung oder Einstellung, die zur Unternehmenskommunikation oder zu einem Persönlich gehört.

    Dank Networks und deren Funktionen hat diese Art der Kommunikation einen Schub erlebt. Die Networks haben zusätzlich dazu beigetragen, dass Verbindungen zwischen Menschen sichtbar für andere werden und haben das Verhalten im Internet ein Stück weit revolutionisiert.

  7. Das Social Web besteht aus einer Reihe verschiedener, interaktiver Plattformen – wie Social Media (YouTube, Vimeo, Flickr, …) und Social Networks (Facebook, MySpace, Google+, Twitter …), die unsere natürliche Kommunikation nun auch online möglich machen.

    Mich begeistert die Transparenz, das Licht, das in Dubioses rein kommt, die neue Nahbarkeit und Echtheit. Ein bisschen fairer. Ein bisschen Heaven on Earth. (ohne zu behaupten, es sei nun alles perfekt und gut)

    Und vielleicht ist unsere Online-Kommunikation bald reicher und natürlicher als die Offline-Kommunikation. Das meine ich ernst aber nicht wertend.

  8. Hoi Zäme!

    Social Media macht kaum vor einem Tabu halt – Vieles ist erlaubt, neues ist gefragt. Kreativität, Offenheit, Toleranz und Ehrlichkeit sind meine Hauptpunkte wenn es darum geht Social Media als Mehrwert nicht nur zu betrachten, sondern auch zu (er)leben.

    Liebe Grüsse Mona

  9. Natürlich kann man Social Media auch von der technischen Seite her beschreiben. Jan Schmidt hat das gemacht und zwar so: Social Software bezeichnet die onlinebasierten Programme, die das Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement in (Teil-) Öffentlichkeiten hypertextueller und sozialer Netzwerke unterstützen.

  10. Obwohl ich keine «Social Media Powerfrau» 🙂 bin, erlaube ich mir ein Statement zu Social Media und dem Mehrwert aus Sicht eines Unternehmens: die Stärken sehe ich vorallem in der «Unmittelbarkeit» und «Direktheit» des Mediums. Jegliche Aktion – sei es direkt auf Social Media wie auch im «Real Life» – generiert/provoziert eine Reaktion. Im Guten wie auch im «Schlechten». Jedes Posting oder auch reale Ereignis wird kommentiert, weiterverteilt, geliked etc. – und da kannst Du als Unternehmen soviel über die Kunden und ihre Bedürfnisse lernen, wenn Du das natürlich auch willst und kannst…

    Social Media hat meiner Meinung nach den Ruf, dass es (noch) etwas Spezielles ist. Dies lässt sich auch daran feststellen, dass es dezidierte Jobs wie Social Media Manager gibt und braucht oder auch spezifische Aus- und Weiterbildungen dazu angeboten werden. Mittelfristig erwarte ich, dass «Social Media» zu einer Selbstverständlichkeit bzw. selbstverständlichen Notwendigkeit wird und ein ganz normaler Bestandteil in meinen Kundenbeziehungen ist. Ich mache hier bewusst keinen Unterscheid, zwischen Marketing- oder Corporate Communication, PR usw. Je nach Kunde/Zielgruppe/Bedürfnis wähle ich die geeigneten Kanäle/Plattformen aus.

    Ich hoffe, Du resp. Yvonne kannst mit diesen paar spontanen Gedanken was anfangen…

  11. Spannende Frage und wirklich nicht so leicht zu beantworten. Ich versuche es mal ganz allgemein: Der wesentliche Mehrwert der Social Media besteht für mich in der Demokratisierung von Meinung. Das allein ist doch ein fundamentaler Unterschied zur Zeit vor den SoMe. Statt einiger weniger Informationsflüsse gibt es heute einen großen Strom in dem alles auf- und untergeht. Dabei spielen Aspekte wie Verbreitungsgeschwindigkeit, Unmittelbarkeit und Autonomie der Inhalte und Teilnehmer eine wichtige Rolle. Klar: mit großen Budgets und Professionalität kann auch heute noch viel gerissen werden. Aber ausschlaggebend ist das nicht mehr.

  12. Damian Kirtz schrieb am :

    Merci für deinen interessanten Blogbeitrag und die sehr gute Frage: Was ist Social Media?

    „Der Dialog steht aber im Mittelpunkt und nicht das Medium (Film, Bild, Text) oder die Plattform.“
    Deine Aussage finde ich sehr gut, da du richtigerweise vom Dialog schreibst (und nicht vom Menschen/Objekt).
    Denn bei Facebook und Twitter steht der Mensch/Person im Zentrum und nicht der Dialog. Anders ist es bei Google Plus, welches das Medium als solches ins Zentrum stellt. Wobei das Medium nicht gleich Bild/Text ist, sondern den Kanal (die Infrastruktur) für die Gespräche darstellt (den Dialog & die Botschaften).

    Meine Definition ist darum:
    „Social Media ist der Dialog (Das Gespräch) über verschiedene digitale Kanäle“
    Wobei Dialog/Gespräch kein Monolog ist (wie im Web 1.0), darum zur Interaktion auffordert und der Kanal das digitale Medium beschreibt.

    Was meinst du dazu?

    LG

  13. Miller schrieb am :

    Danke liebe Su, dass du das Thema gleich weiter augegriffen hast. Ich werde am SAWI natürlich auch die Studierenden nach ihren eigenen Auffassungen des Mehrwerts fragen und könnte diese dann hier zusammengefasst in einem Kommentar wiedergeben.