Hinter jedem Account steckt womöglich ein guter Mensch

Vor ca 10 Jahren hab ich meine Ski verschenkt. Ich sah ein, mit meinem (Nicht-)Können eine Gefahr für andere zu sein und dass es mir eigentlich viel zu kalt an der Nase ist. Das Bild ist älter 😉

Ihr seht, ich bin eigentlich nicht würdig für ein persönliches Gespräch mit Benedikt Germanier, dem CEO von Zai Ski. Heute hatten wir (Noemi Andreska und ich) aber eine Stunde Skype Zeit mit ihm zum Kennenlernen. Denn wir haben ihn zu Gast am jährlichen IMK Forum in Chur am 21.11. abends.
Die Studenten haben sie und mich gewählt das Event und Podioum zu moderieren. Was mich zwar ein wenig bauchpinselt, ich aber lange nicht mehr so nervös war vor einer Aufgabe. Obwohl, vielleicht hat moderieren ja was vom Community Management. Dort bietet man auch anderen eine Bühne im besten Fall und hört und lernt man dazu. (ich nenne das „wir lernen zu“)

Zurück zu den Ski und den Menschen, die hinter innovativen Materialien stehen. Benedikt erwies sich als angenehmer Gesprächspartner und bot uns das du an. Vielleicht weil ich Germanier gleich mal wie ein Germane aussprach. Schnell wurde mir klar, warum er neben den Ski auch Erfolg in Social Media hat. Er bringt das Basiszeug bereits mit.

– ihm liegt Kommunikation am Herzen
– er ist sympathisch
– möchte dazu lernen und
– legt Wert auf die Menschen hinter Accounts
– und hat natürlich ein Produkt das passt.

Seine Ideen: Ein Video brachte in Youtube 27’000 Views und nahezu 1000 neue Fans. Ein andresmal lancierte er einen Sprachkurs für Rumantsch. (für meine deutschen Freunde: = Rätoromanisch, eine der vier Landessprachen der Schweiz 😉 und postete in Facebook alle Begriffe der Zai Produkte und deren Übersetzung. Es stellte sich aber raus, die Leute wollen eigentlich keine Werbung auch so nicht. Die Idee entwickelte sich weiter und so auch ständig der Stil auf der Facebookseite.

Übrigens, die Frage „Was ist eigentlich ein Like wert?“ nehmen wir mit aufs Podium.

Weil ich so wenig vom Skisport verstehe, hab ich am Morgen schnell in die Twitterrunde gefragt. Und es kamen ein paar gute Themen, die mir das Kennelernen erleichtern.

Diese Tweets nahm ich mit und als wie so über Twitter plaudern, sagte Benedikt sagte ganz locker: „Hinter jedem Account steckt womöglich ein guter Mensch“, es geht ihm also nicht nur um die direkte Zielgruppe mit sichtbarer Ski Affinität, sondern er interessiert sich für den Austausch ansich. Die Fragen an ihn hat er übrigens live im Gespräch via Twitter beantwortet.

Ihm ist Facebook einfach intuitiver und er nutzt alle Plattformen als App auf dem Mobile.  Auch am Sonntag schreibt er mal schnell eine Antwort. Linkedin nutzt der CEO zum Netzwerken und mit Twitter ist er noch nicht ganz Freund geworden.

Jetzt freue ich mich auf das Podium (Gäste sind übrigens sehr willkommen) mit Claudio Meng, der den Mengschliff erfand und eine schlaue Kommunikationsstrategie entwickelt hat. Die weiteren Gäste lerne ich erst in Kürze kennen. Jürg Stuker, der Keynote Referent wird sicher auch wieder überraschend verständliche Ansichten hervorzaubern. Und mal sehen ob ich doch die Ski-Liebe wiederfinde.

Nachtrag, 27.10. Das besagte Video

 

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6 Kommentare zu “Hinter jedem Account steckt womöglich ein guter Mensch

  1. Dein Titel spricht mir aus der Seele. Seine passion zu finden und sie zu Leben ist wohl das Ziel jedes Menschen.

    Kannte dieses Projekt nicht – Aber natürlich gleich geliked!

    Danke :*

  2. Noemi Andreska schrieb am :

    Ich gestehe – ich kam erst jetzt dazu den Youtube Video anzusehen. Und obwohl ich noch nie im Leben auf Ski gestanden habe (Schande über mein Haupt, aber ich bin mehr ein Schlittel-Kind), habe sogar ich Lust bekommen, die Pisten unsicher zu machen. Natürlich auf einem Zai-Ski! ; )
    Hinter jedem Account steckt womöglich ein guter Mensch – wie gut dieser Titel zu Su passt! Hat sie doch erst beim Gespräch mit Claudio Meng erwähnt, dass ihre Devise ist, grundsätzlich immer freundlich auf alle Leute zu zugehen. Sei dies nun on- oder offline. Find ich schön und werd ich mir zu Herzen nehmen. Und selbst wenn die Person doch mal kein guter Mensch sein sollte – Freundlichkeit ist auch die effektivste Verteidigung (sagt meine Mama immer…).
    Und nun freue ich mich, die weiteren Podiumsgäste kennenzulernen, und schlussendlich alle auf der Bühne am IMK-Forum begrüssen zu dürfen. *

  3. …vielen dank für deine positiven Kommentare, Su. Zentral ist doch auch die Frage, was ich mit der Kommunikation mit den ’neuen Medien‘ beabsichtige. zai – also wir – wollen gegen aussen zeigen, was wir tun. Menschen sollen von uns erfahren und von unseren Produkten erzählen. Das hat ganz wichtige Konsequenzen für die Kommunikation: ich muss als Chef selber involviert sein und kann das nicht einer Person – womöglich ausserhalb der Firma – delegieren. Ich muss mir im Team unsere Posts gut überlegen und mit den Antworten der Gegenüber müssen wir uns auseinandersetzen… Übrigens, es gibt doch nichts schöneres als wenn Leute auf deine Posts reagieren. 🙂 Das selber zu machen gibt einem auch die Möglichkeit, am Puls des Geschehens zu sein.

    Noch was zu den Likes – das ist wichtig – für mich ist ein Like im besten Fall ein ‚Luftkuss‘. Das ist was schönes aber auch total unverbindlich. Und so soll es auch sein. Ein View ist je nach dem noch weniger verbindlich und hinterlässt eventuell auch gar keinen Eindruck beim Empfänger. Das muss ich mir bewusst sein. Konklusion: Likes und Views sind gut, aber ersetzen nicht die aktive Arbeit im Netz… Benedikt

    • danke ebenfalls für deinen Kommentar. Genau, Antworten, Kommentare, Feedbacks sind wunderbar und der eigentliche Sinn für mich. Und die Metapher vom Luftkuss gefällt mir besonders gut für einen Like. Ich befürchte, dass diese manchmal überbewertet werden, einerseits als Anzahl Fans und andererseits unter einem Beitrag oder Bild. Ich weigere mich innerlich diese Zahlen allzu künstlich hoch zu spielen, obwohl gerade Facebook dies nahezu erzwingt durch das Ranking von Inhalten.