Warum ich einem Twitter Account folge und wie

Das tolle an Twitter ist, jeder nutzt es anders. Als News Reader, als Dialog Plattform, als Link Schleuder, manche als öffentlichen Chat Room. Für mich ist es Inspiration, Austausch, Info-Quelle und auch Wissensplattform. Oft frage ich einfach in die Runde und lerne. So wie heute.

Es war mal wieder Zeit ein wenig Ordnung zu schaffen. Ich beneide ja Leute, die extrem wenig Accounts folgen und viele Follower haben. Aber nicht, was ihr vielleicht denkt, wegen dem enormen Ranking, das dadurch impliziert wird, sondern weil dann die Inhalte hübsch übersichtlich sind und so hab ich in die Runde gefragt ob ich vielleicht altmodisch bin, weil ich (zu?) vielen Leuten folge. So hab ich viele Ansichten bekommen u.a. von Bloggermeistern Bloggingtom, Purzlbaum, Markus und Jürg, Patrick, Thomas, Fredy, Miriam, MadMenNa und Stephen. Das macht alles Sinn, drum hab ich so viel wie möglich Zitate verlinkt.

https://twitter.com/souslik/status/325177389204267008

Nun möchte ich euch in meine Twitter-Karten sehen lassen, warum ich einem Account (Person) folge:

  • Weil ich die Person kenne oder
  • eigenhändig zu Twitter verführt habe (auch als Starthilfe)
  • Weil ich die Person schätze (ohne direkt zu kennen)
  • Weil mich die Themen der Person / Medium interessieren
  • Weil ich wissen möchte, wie sich die Firma auf Twitter verhält
  • Weil ich eine Verbindung zum Unternehmen habe (Kunde, Interesse am Produkt)
  • Manchmal auch, weil ich es höflich finde, zurück zu folgen
  • weil ich der neuen Verbindung eine Chance gebe, indem ich mich interessiere
  • Nachtrag: weil die Person auf einen Tweet antwortet oder mit @ anspricht
Favs zum Tweet

Favs zum Tweet

Und natürlich freue ich mich, wenn das Interesse beidseitig ist, es wäre gelogen, wenn es mir egal wär‘, ob jemand, den ich schätze und ihn/sie persönlich kenne, aber mir nicht folgt. Nun, da gibts aber auch ein Problem, ich folge inzwischen vielen Accounts (was ein Ergebnis der Zeit ist) und kann die Inhalte nur so handeln:

a) Ich lese Gruppen, die ich in Listen bündle z.b.

  • Blogger
  • Schatztruhe
  • Medien/Journalisten
  • Haben einen Keks verdient (denn das sind Menschen, die bspw. noch retweeten, so wie früher) so kann ich mich leichter bedanken

Obwohl ich das hier als erstes aufzähle, mach ich das mit den Listen seltener. Was ich aber besonders liebe, ist der Moment in Twitter. Genau dann, wenn ich etwas Zeit hab, auf den Zug warte oder eine Pause mache (eine Art Raucherpause ohne Rauch). Dann finde ich unglaublich viel Lese- oder Gedanken-Inspiration, über die ich eben mal stolpere. Lesetipps markiere ich mit Fav-Stern zum Später-lesen oder bookmarke sie gleich auf anderem Weg, deshalb retweete ich oft erst ein paar Tage später, weil ich erst lesen möchte, was ich empfehle.

Hier sind noch einige Gedanken von anderen Twitterern heute, die ich sehr inspirierend finde.

 

so sehen es Twitterer

so sehen es Twitterer

Übrigens ziehe ich in meiner Website Tweets an, die als Referenz taugen und über die ich mich etwas länger als ein paar Sekunden freue. Weil ich das eine der ehrlichsten Arten des Feedbacks finde. Es ist ungefragt. Das nur am Rande.

Und nun her mit euren Insights, bitte, wie nutzt ihr Twitter?

PS: Zugegeben ich suche aktuell im Hinterkopf auch nach Argumenten, die für app.net sprechen, vielleicht ist es ja eine logische Weiterentwicklung, weil Twitter sich sehr verändert hat.

Piri meint

Piri meint

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21 Kommentare zu “Warum ich einem Twitter Account folge und wie

  1. Ich folge auch vielen Leuten und nutze Twitter ausschließlich als Informationsquelle. Für mich sogar besser als Facebook, weil viel mehr öffentlich gepostet wird und man alle Informationen unverfälscht und sehr schnell bekommt. Aufpassen muss man aber beim Wahrheitsgehalt solcher Informationen, wie man beim Bostoner Sprengstoffangriff bemerken konnte. Plötzlich gab es, laut Twitter, auch Bomben in New York und Washington 😉

  2. Liebe Su

    Danke für dein Tweet und den spannenden Blog.

    Ich sehe es genau so wie du. Was mich auch noch dazu bewegt:

    _Mir gefällt der Mix zwischen Privatpersonen, Dozenten, Texter, Social Media Agenturen, und Unternehmungen
    _Zeitvertreib und auch Entspannung
    _Wertvoller Content oft aus erster Hand
    _Toll weil kurz und bündig, klar, in nur 140 Zeichen
    _Links zu Videos, Events, Instagram, Fotos, Slideshare Präsentationen, Blogs, Facebook…
    _Interessante Personen, die ich immer mehr an Events persönlich kennen lerne
    _meine Neugierde
    _Immer mehr wird Twitter als Jobportal genutzt

  3. Merci für deinen Blogpost. Einerseits nützlich für die Argumentation, für was alles man Twitter einsetzen kann. Andrerseits gute Inputs, um die eigene Follower/Following-„Strategie“ anzuschauen.

    Hier mal mein „Gedankensalat“ oder so folge ich jemanden auf Twitter:

    – tweetet interessanten Content, nützliche Links etc.
    – Dialog! beteiligt sich gerne an Diskussionen – weiss aber auch, wo die Grenzen von Twitter sind
    – durch Empfehlungen, #FF ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit
    – im RL getroffen, sei es an einer Konferenz, an einem Event oder ganz zufällig in einer geselligen Runde 🙂
    – meist selbe Wellenlänge – konträre Weltanschauung kann sicher spannend sein, setzt aber eine faire Diskussionskultur voraus – sonst wird es rasch sehr mühsam
    – über Blogs, Kommentare etc. auf den Twitter-Account gestossen
    – als „Starthilfe“ für User, die neu auf Twitter sind und ich kenne resp. unterstütze
    – und noch einiges mehr …

    und so garantiert nicht (Umkehrschluss):
    – nicht aktiv, twittert nur sehr unregelmässig
    – nur automatische Tweets (z.B. Foursquare-Check-ins, Flickr-Uploads, you name it 😉
    – ReTweetet nur (gut, das kann man noch pro User abstellen)
    – postet mehrheitlich nur Links auf Artikel von newsnet, 20min, mashable, techcrunch etc.
    – kein Dialog
    – zu werberisch, SPAM, nur senden (Push)
    – u.v.m.

    Listen nutze ich auch, aber nicht systematisch. Bin wohl hier zu wenig konsequent. Oder zu bequem.

    Zwischendrin räume ich auch mal wieder auf. Ein nützliches Tool ist für mich manageflitter.com, welches schon in der Free-Version zahlreiche Filter liefert. Daneben setze ich noch den „Fake Follower-Check“ von Socialbakers ein: http://www.socialbakers.com/twitter/fakefollowercheck/ (nur den Resultaten sollte man nicht blindlings vertrauen, hat auch „false positive“ drin.)

    • hey Daniel, dankeschön für deine Einblicke. Einige davon mach ich auch so. Du bringst mich drauf: bei Follow Fridays folge ich manchmal auch Leuten, die empfohlen werden. Manchmal auch denen mit denen ich gemeinsam im selbem Tweet erwähnt werde (weil es da oft inhaltliche Parallelen gibt). Ich mach das Aufräumen übrigens mit socialbro.com und dann kommt doch auch die Frage auf: Entfolge ich jemandem der mich entfolgt hat. Aber nicht, weil ich beleidigt bin, sondern weil es manchmal keinen Sinn macht dauerhaft weiter zu folgen. z.B. weil man sich verändert, weil es ohnehin kaum Austausch gab, oder der andere Twitterer neue Wege geht mit neuer Ausrichtung usw. Ich find es komisch, wenn man entfolgt, WEIL der andere entfolgt hat, es kann aber für mich durchaus ein Impuls zum „Beziehung prüfen“ sein.

  4. Ich lese keine Tageszeitung mehr regelmässig. Seitdem ich twittere stört mich das überhaupt nicht mehr :).

    Ansonsten lese ich die Tweets ähnlich wie du. Für mich gibt es noch so viel zu lernen und so viele denken über ähnliches nach. Da ich vielen Menschen folge, die ein ähnliches Interesse haben, ist es manchmal etwas einseitig. Mein Ziel für 2013 ist es auch Themen zu öffnen, die ich bis jetzt noch nicht so beachtet habe, mir aber trotzdem nahe sind. Ich liebe den Zeitvertreib, das Päusele mit Twitter. Und dass ich doch hin und wieder das Gefühl habe, vor der grossen Masse auf ein Thema gestossen zu sein, das bald spannend wird. Delay meistens 1 Tag, da mittlerweile auch Zeitungen twittern und Tweets lesen.
    Alles in allem eine runde Sache. Wenn auch manchmal etwas zeitaufwändig.

    • das ist ein guter Punkt, liebe Sandra. Neue Themen auf Twitter. Ich finde es bereichernd, Leuten zu folgen, die ich nicht kenne und auch die, die völlig andere Ansichten haben als ich, aber sie müssen fair geäussert sein, und nicht (mehrmals) mühsam in der Diskussion. Kann mich da voll Seenia anschliessen.

  5. Ich handhabe es ähnlich wie Su. Ausser Listen. Daran wollte ich mich nie gewöhnen. Ich lese meist den ganzen Stream. Ausser ich verfolge grad einen bestimmten Hashtag. Dann lese ich nur den Stream mit diesem Hashtag. Dies bedeutet bei mir, dass ich immer nur eine Momentaufnahme des Streams mitbekomme, wenn ich drin bin. Dass ich lange zurückscrolle kommt selten vor. Für mich ist die Qualität von Twitter wirklich die Geschwindigkeit und die Momentaufnahme.
    Anders bei Google+. Dort steht für mich wirklich das Informieren im Vordergrund. Die Artikel sind vielfach länger und ich beschäftige mich bei Interesse mehr damit, als bei Twitter. Die Posts bei Twitter sind einfach viel flüchtiger und ich rechne eigentlich damit, dass ich vieles nicht mitkriege. Drum brauch ich trotzdem noch einen Feedreader.

  6. Alfredo Barcos schrieb am :

    Auf Twitter höre ich auf mein Bauchgefühl. Wenn mich die Person aus irgendeinem Grund packt oder ich einen direkten Bezug zu ihr habe, dann folge ich ihr. Das hat sich bis heute bewährt, auch wenn ich restriktiver geworden bin mit Followen. Meine TL ist jetzt so eine coole Mischung aus gleichgesinnte, lustige und weise (wie du ;-*) Menschen.

    • Hast recht, es ist Bauchgefühl, oft weiss man gar nicht logisch warum man genau dem Account folgt und einem anderen nicht. Zeitmangel ists auch manchmal bei mir. ach und: Charmeur!

  7. Twitter ist für mich vor allem ein Multi-Zeitschriften-und-Zeitungs-und-sonst-noch-Medien-Wegweiser. Durch Twitter finde ich wertvolle Inhalte, die mir Freunde, Berufskollegen und Opinion Leaders empfehlen (und vice versa hoffentlich auch).

    Das können mir die wahllose(re)n RSS-Feeds nicht bieten – und schon gar kein Kiosk, wo ich stundenlang suchen müsste, bis ich die gleiche Anzahl Inhalte in derselben Qualität gefunden hätte.

    Den Diskurs schätze ich in Twitter natürlich auch – insbesondere mit Kolleginnen wie @sufranke 😉 aber erst in zweiter Linie.

  8. also, noch ein versuch, mich hier zu verewigen (beim ersten mal schien es nicht zu funktionieren – obwohl wir uns ja folgen auf twitter 😉

    twitter ist für mich unterhaltung. ich benutze dieses medium als privatperson und teile mit allen die wollen, meine private meinung. das darf jeder lesen (daher auch öffentlich), jeder darf es kommentieren und sich äussern. das ist die wunderbare freiheit, die wir alle auf twitter haben. genau so aber nehme ich mir das recht, nicht allen zu folgen (auch wenn sie mir folgen) und nicht alles zu einem dialog zu machen. hier bin ich ziemlich egoistisch unterwegs. aber genau das ist ja das schöne auf twitter: hier darf man, muss aber nicht. und so wie ich das vorlebe, so dürfen das natürlich alle anderen genau so machen.

    twitter ist für mich die rauchpause, das luft ablassen und das mitteilen von schönem und weniger schönem. ich habe schon ganz tolle menschen so kennengelernt, es für mich ein mehrwert. ich erfahre auf twitter oftmals neuigkeiten aus erster hand, früher als viele anderen. ich kriege hier antworten und gute (und schlechte) tipps. und wie auch markus schon schrieb: man bringt mich immer wieder zum lachen.

    ich miste meine followers auch regelmässig aus, denn beispielsweise accounts, die nichts schreiben sind für mich nicht interessant. solche die nur jammern und heulen ebenfalls nicht. und das schöne ist: ich kann entfollowen wen ich möchte. ich diskutiere sehr gerne, lasse mich fast auf alles ein; wenn es aber aus unterschiedlichen gründen mehrere male mühsam wird, dann kann ich auch entfolgen, weil eben: hier muss ich nicht, ich darf. auch wenn ich jemand persönlich kenne, das ist für mich noch absolut kein grund, zu folgen.

    und trotzdem: mein account ist öffentlich, aktuell liest sogar (als privatperson) auch mein chef mit. das stört mich nicht. es ändert auch nicht meinen schreibstil. weil: ich twittere als privatperson und zwar genau das, was ich den menschen da draussen auch live sagen würde. (vielleicht nicht grad beim ersten treffen. ;))

    auch bin ich der meinung, das twitter überbewertet wird. und es menschen gibt, die sich auf twitter überbewerten. oder firmen. aber das wäre jetzt ein ganz anderes, ebenfalls spannendes thema.

    • danke dir Seenia – ich lerne: regelmässig(er) ausmisten.
      Mit dem Entfolgen, trotz offline-Sympathie hadere ich aber. Du sagst es und das mag ich auch an dem Tool, nichts muss, jeder nutzt es anders. Die Rauchpause mit Dampfablassen werd ich übernehmen für meine Beschreibung von Twitter 😉 und das mit dem überbewerten denke ich auch öfters. Es schadet nichts, immer mal wieder einen neuen Account zu eröffnen und mühevoll über (hoffentlich gute) Inhalte aufzubauen.

  9. Liebe Su, mache es eigentlich gleich wie Du. Nur die Bearbeitung der Listen, die habe ich völlig nicht im Griff. Ich finde dies zu zeitaufwändig. Daher verlasse ich mich auf den Grundsatz, dass wichtiges mich immer findet. Dies kann auch zeitverzögert sein, z.B. bei einem persönlichen Treffen. Immer öfter passiert es mir nämlich, dass mich Leute ansprechen und sagen: „Hast Du gesehen, die Su hat mal getwittert dass…“ und schwupps, schon hab ich die Info.

  10. Dialog ist in meinen Augen eine von vielen Kommunikationsformen auf Twitter. Ich mag witzige Dialoge, auch mit Twitterern denen ich nicht folge oder die mir nicht folgen. Lesen, Schreiben, Retweeten, Faven, und Nonmentions schreiben finde ich aber genauso erfüllend, auch wenn kein Dialog entsteht.

    Ich folge Twitterern ebenfalls aus verschiedenen Gründen. Der Hauptgrund ist, dass ich sie regelmässig in meiner Timeline haben will, weil sie mich zum Lachen bringen. Listen sind was tolles, aber ich benutze sie relativ selten und bin faul in der Listenpflege. Die Leute in meiner Timeline lese ich regelmässig, aber nicht ganz komplett. Etwa 6 Twitterer lese ich alle paar Tage komplett nach, selbst wenn ich mal grad nicht so aktiv war.

    Definitiv altmodisch ist beleidgt sein, wenn einen jemand nicht zurückfolgt oder entfolgt hat. Entfolgen oder nicht zurückfolgen ist kein Ausdruck von Antipathie, oder zumindest längst nicht immer. Ich entfolge schon mal Leute, die ich trotzdem gerne persönlich treffe oder auf Facebook und anderen Kanälen lese.

    • Danke dir, Markus. Das mit dem lustig ist interessant. Ich hab kaum Leute, die mich zum Lachen bringen in Twitter (fällt mir grad auf, sollte mal drüber nachdenken 😉
      Und das find ich auch doof, beleidigt zu sein und womöglich deswegen auch entfolgen. Aber zum Nachfragen hat es mich beim Purzlbaum dann doch angeregt. Ich mach das nicht, Leute entfolgen die ich mag, obwohl vielleicht genau das das Neue ist und was anderes bedeutet, als bspw. in Facebook die Freundschaft zu kündigen.
      Jedenfalls find ich es immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich jeder die Plattform(en) nutzt und interprätiert.

  11. Ich habe Twitter sehr schätzen gelernt. Ich teile viele Deiner Ansätze. Ich folge Personen wenn
    -ich sie kenne
    -sie interessante Inhalte bieten
    -ich interessante Dialoge mit ihnen führen konnte
    -ihr Gebiet mich interessiert (zb auch bei Firmen).
    Das Wichtigste ist für mich als Journalistin und Bloggerin jedoch die Inspiration. Ich erhalte hier viele Ideen, die zu Artikel führen können (oder auch nicht) und werde auf Themen hingewiesen, auf die ich selber womöglich nicht gestossen wäre.

    • die Inspiration ist sogar mein stärkstes Argument, dann kommt aber tatsächlich auch der Dialog bei mir und schon auch die Reichweite. Obwohl die seit gefühlt 1 Jahr auch ändert, Fav statt Retweets, das seh ich sogar bei den Star Content Produzenten.