Virtuelle Reise mit Tipps: Hotelmarketing-Tag von Schweiztourismus

Schweiztourismus organisiert am 09. und 10.09., wie jedes Jahr, den Hotelmarketing-Tag. Olivier Tripet und ich dürfen dort die Zukunft von Social Media sprechen. Da wir natürlich auch keine Glaskugel haben, haben wir eine virtuelle Reise durch die Schweiz gemacht und dabei vorallem Marketing Potenzial für Hoteliers aufgestöbert.

Unsere Reise hat vier Phasen: Inspiration, Buchung, vor Ort und Auf Wiedersehen. In jeder Phase fanden wir Vorreiter, haben aber auch gestaunt, wie einfach es für Hotels wäre, präsenter zu sein. Wir haben bspw. in der Schweiz eine überschaubare Szene von Reisebloggern, die berichten, inspirieren und teils mit einer ordentlichen Reichweite aufwarten. Wenn ihr denkt, viele von ihnen haben Partnerschaften mit Hotels, über die sie (selbstverständlich als solche deklariert) berichten: Fehlanzeige. Mancheiner würde sich schon über eine Test-Essenseinladung freuen. Aber starten wir mal durch:

Phase 1: Inspiration

Wir haben uns inspirieren lassen in Pinterest, Instagram, Twitter, Facebook, Tripadvicor. Selbstverständlich stiessen wir via google auch auf die Schweizer Reiseblogger mit tollen  Vorschlägen. Und kamen zu der Frage: Wo ist das Gegengewicht der Hoteliers? Kaum Publikationen, Bilder, die uns einluden. Eher verführte uns Hotelplan mit günstigen Flugangeboten im Facebook-Newsstream neben privaten Inhalten.

Unsere Tipps für die Inspiration:

Beitrag in Facebook vom Wanderhotelier

Beitrag in Facebook vom Wanderhotelier

Machen Sie Ihre Mehrwerte auffindbar, bspw. mit eigenem Blog, Facebook, Instagram oder auf externen Blogs von Reisebloggern. Werfen Sie mal einen Blick auf die Facebook Werbemöglichkeiten Ein einfaches Tool für Zielgruppen Analyse ist z.B. Facebook-Audience Inside.

Thomas Frei, aka Wanderhotelier, macht sein Hotelmarketing mit Facebookseite und Instagram sehr charmant. Er verriet mir „Wirkliche Zeit investiere ich nicht viel, da ich viele Beiträge während den Wanderungen mache. Wenn mir nichts in den Sinn kommt, dann schreibe ich auch nicht krampfhaft irgendwas.“

 

 

Phase 2: Buchung

Kontaktpunkte sollten einfach zur Buchung führen

Kontaktpunkte sollten einfach zur Buchung führen

Wir fanden heraus, das in Frankreich z.B.  62% der Reisenden online planen, 74% davon über Social Media, 26% mit dem Smartphone. Externe Buchungsplattformen haben mit 50% einen erstaunlich hohen Anteil. Aber den Rest einfach dem Zufall überlassen?

Unser Tipp für die Buchung:

Werden Sie aufindbar (siehe Inspiration) und dann führen Sie Ihre potenziellen Gäste bei allen Online Kontaktpunkten einfachen zum buchen.

 

Phase 3: vor Ort:

Wie mühsam, sich im Hotel mit schwachen wlan und zu erfragenden Passwörtern abzumühen. Eine Freundin hat mir erzählt, dass ihr Handy auch ihr Babyphone ist. „Im Ausland (besonders in der Schweiz) ist das mühsam, wegem Roaming“ sagte sie. Wie wärs mit gratis wlan? Beim Login könnten Sie um den obligatorischen Like der Facebookseite bitten (keine Pflicht bitte).

Mein Handy ist Navi, Reiseführer, Tagebuch, Fotoalbum.. An einem verregneten Tag letztens in Südtirol wollten wir in ein Museum. Die gefühlt 100 Museen auf der Tourismusseite waren alphabetisch sortiert, nicht etwa nach Thema oder Region. Wär das nicht fein, hätte mein Hotel einen täglichen Tipp irgendwo im Web?

Unsere Tipps vor Ort:

Wlan ist klar. Hoteliers können im Blog Extra-Service bieten, der langfristig ! via google auffindbar bleibt. Auch Reklamation werden heute von Gästen schnell online abgebildet. Nutzen Sie diese Chance.

Phase 4: Auf Wiedersehen:

Verabschiede ich mich von einem schönen Ort, würde ich das gerne auch meinen Freunden erzählen. Natürlich hab ich das bis zum nächsten Kaffee-Date vergessen (sorry), aber genau jetzt ein kleiner Tweet, wenn mich der Gastgeber nett einlädt dazu. Warum nicht? Übrigens 89% der stillen Multiplikatoren können sich, laut einer Studie, vorstellen, ihre positiven Erfahrungen mit der Marke im Internet zu veröffentlichen.

Unsere Tipps Auf Wiedersehen:

Es ist gut und einfach, Online in Kontakt zu bleiben. Sie könnten Anreize oder Dankeschön Aktionen für positive Erwähnungen anbieten. Fragen Sie doch mal, welche Apps und Plattformen Ihre Gäste nutzen. Bevor ihr jetzt verreist, ist hier noch unsere Präsi „Die Zukunft von Social Media ist jetzt – Eine Reise mit Tipps für Hoteliers“ und die 12 Schritte für Hoteliers. (ursprünglich sollte der Vortrag übrigens Twittern, Bloggen, Posten heissen, wir haben uns dann aber umentschieden)

 

12 Schritte für Hoteliers zum Starten

Wir haben aus dem Vortrag12 Schritte fuer Hoteliers Social Media Start zusammengestellt (pdf).

Thomas Frei vom bernerhof-gstaad.ch

Thomas Frei vom bernerhof-gstaad.ch

Der Hotelier, Thomas Frei, Bernerhof Gstaad, empfiehlt übrigens Startern, innerhalb der bestehenden Positionierung, mit der Sprache des Zielpublikums zu sprechen. Mit Bildern oder Buchstaben. Bei ihm im Hotel ist das Chefsache. Er findet wichtig, dass auf einer Plattform (Facebook/Twitter etc.) immer nur eine Sprache gesprochen wird, klar gekennzeichnet. So wie das auch Schweiz Tourismus in allen Präsenzen, hier das Beispiel in Twitter, der deutschsprachige Account, macht. Thomas sagt:

 

 

„Was es mir bringt, ist schwer zu sagen, es ist wie früher mit den sogenannten Hausprospekten. Wir haben sie verteilt und niemand wusste so recht, wer sie bekommt. Aber sie kommen an. Was ich aber weiss, ist, dass meine vornehmlich älteren Gäste unsere Inhalte vor allem auf Facebook verfolgen. Und die Bilder auf Flickr haben sie auch sehr gerne.“

Das Mini-Interview hab ich übrigens mit ihm via Facebook Direkt Message (Chat) gemacht. Ich kenne ihn nicht persönlich, bin via Social Media auf ihn aufmerksam geworden. Vor Ort am Event werde ich noch schauen, welch gute Inputs es für euch gibt und die dann natürlich verbloggen. Auf den Vortrag Content Marketing von Bernadette bin ich schon heute gespannt.

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12 Kommentare zu “Virtuelle Reise mit Tipps: Hotelmarketing-Tag von Schweiztourismus

  1. Ich schätze es sehr, dass ihr die (zumeist noch brachliegenden) Möglichkeiten von Social Media im Schweizer Tourismus erläutert habt.

    Nach einem Besuch bestätigen uns Hoteliers regelmässig, dass Gäste durch unsere Social Media-Aktivitäten auf das Hotel aufmerksam werden. Somit kann ich eurem Fazit aus eigener Praxis zustimmen: Social Media-Aktivitäten können die Reiseplanung resp. Hotelbuchung beeinflussen.

    Mit klassischer Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Google AdWords kann nur so viel erreicht werden. Blogs und Onlinemagazine wie Newly Swissed bringen zusätzliche Reichweite für Hotels und Destinationen. Und das Beste am Ganzen? Wir sind immer offen, mit unseren Partnern eine „win-win“ Situation zu vereinbaren!

    • Dankeschön, liebe Bernadette. Im Moment bist du wahrscheinlich dran auf französisch zu sprechen in Lausanne. Ich fand deinen Vortrag gestern sehr sehr schön. Tolle Inputs, emotional vermittelt.

  2. Vielen Dank auch von mir für die (gleich mehrfache) Erwähnung in der Präsentation – das freut mich sehr.

    Ich habe vor einigen Monaten in einem htr Interview gesagt, das sich die Szene der schweizer Hotellerie schon massiv entwickelt hat – wenn ich mir überlege wie lange die Industrie anderen Ländern hinterhergehinkt ist, ging da viel Land verloren. Schön, wird dieses immer mehr wieder zurückgewonnen.

    Ich wünsche dir für morgen eine tolle Präsentation und Olivier für Übermorgen.

  3. Mit einem roten Gring vor Scham danke ich Dir Su für die Belobigung. Ganz herzliche Gratulation zu Deinen Worten, es ist ein sehr guter Einblick und den guten Tipps für uns Hotelière und Hoteliers mit Tourismusmenschen.