In Twitter schwimmen lernen und mit Hashtags angeln

Es ist längst nicht mehr leicht, einen Twitter Account zu starten und etablieren. Auch langjährige Twitterer kennen das. Aber gegenüber Neu-Startern wissen sie, wo sie eintauchen. Während ich übrigens seit Tagen immer wieder an diesem Beitrag feile, hat Tobias Zehnder einen geschrieben, der wunderbar dazu passt.

Twitterer lernt schwimmen

Fang mal irgendwo an. Folge Bekannten, schau dir an, wem sie folgen und welche Listen sie haben/nutzen. Oder suche einfach mal Themen. In Twitter gehts nicht um die Leute, die du kennst, sondern um Themen und die Leute dahinter. Influencer identifizeren kann warten. Wenn du das zu früh machst, hast du oft zu viele Tweets der aktiven Personen in deiner Timeline. Ausserdem verführt das besonders Berufstwitterer, sich zu fest auf Marketingziele zu konzentrieren und die tolle Plattform zu unterschätzen. Der eigentliche Schatz wird in den Tiefen unsichtbar bleiben.

Sandro Würmli erklärt wie ein Tweet aussieht.

Sandro Würmli erklärt wie ein Tweet aussieht.

Sandro erklärt Twitter verständlich

Schon drei Jahre alt und immer noch ein schönes Werk. Sandro Würmli hat Twitter für Starter erklärt. Es ist ein pdf zum Runterladen.

Die Plattform hat eine unsichtbare Barriere. Wenn du aber sinnbildlich erstmal im Wasser bist, kannst du auch schwimmen, also die Sprache entschlüsseln. Rein gehen musst‘ halt selber. Ich denke, es lohnt sich, erst Schwimmen zu lernen, bevor du angeln gehst.

Zeig‘ dich

Das was andere schreiben, ist für mich persönlich das Wertvollste in Twitter. Ich erhalte neue Links, Inspiration, bekomme viel zufällig mit und lerne die Leute kennen. Gute Inhalte, die ich gelesen hab, teile ich mit Retweet oder geb ihnen ein Sternchen. Damit wertest du deinen Account auf. Kuratieren im kleinen Stil nenn ich das. Damit zeigst du aber auch Interesse und wertschätzt die anderen. Du wirst über die Zeit sichtbar.

Nutze den Account aber nicht nur zum Lesen, sondern schreibe auch selbst. Trage bei, frage, beantworte. Häng dich ruhig mal in einen Dialog rein. Natürlich so höflich, wie du das im offline Gespräch machen würdest.

Viele erfahrene Twitterer sagen „halte dich hier auf“. Besonders für Marketer ist das ein wichtiger Tipp. Lesen nicht nur senden. Leider sehe ich das oft in der Praxis. Man nimmt das Wort Dialog nicht so genau und sendet einfach seine Werbebotschaften. Was selten langfristig funktioniert. Wer mag schon Leute, die immer nur von sich reden.

Berichte an anderen Orten, dass du Twitter nutzt. Auf der Website, Blog, about.me, Visitenkarten zum Beispiel. Auf Twitter das Gleiche posten wie auf Facebook find ich nicht so clever. Twitter funktioniert anders. Inhalte sind hier nicht rangiert sondern wirklich Echtzeit (aber das kommt, keine „Sorge“). Ich denke, es ist gut, mit Webclient und Twitter-App auf dem Handy zu starten.

Tools kommen später, wenn du Tweets inhaltlich verstehst und du schon Spass hast. Obwohl ich selbst den Webclient immer noch sehr liebe, weil er für mich das weite wilde Meer zeigt, in das ich gerne eintauche, können dir Tools helfen.

Tools für Twitter Management

  • Hootsuite (der Klassiker zum verschiedene Plattformen jonglieren, analysiert, beobachtet, kann auch intelligent terminieren)
  • Socialbro (hilft beim Account aufräumen, beobachtet, analysiert und involviert andere)
  • mentionmapp.com (das ewige Beta-Tool, geht gerade wiedermal nicht, zeigt euch aber in Echtzeit – Verbindungen und Themen zu einem Twitter Account auf)

 

Hashtags als Angelhaken

Ein Hashtag (#wort) ist eine Zusatzinformation in einem Tweet und generiert einen Link. Unter #wort bündeln sich alle Beiträge mit dem gleichen Thema (Hashtag). Ich vergleiche das gern mit den gelben Postits, die man auf verschiedene Papier-Stapel klebt und somit inhaltlich bündelt.

Manchmal sehe ich Firmen-Accounts, die jeden eigenen Tweet mit dem gleichen Hashtag versehen. #firmenname. Technisch mag das nach einer guten Strategie aussehen. Kommunikatorisch ist das vergleichbar mit: Ich hänge hinter jeden Satz, den ich sage meinen Firmennamen. Ein Event eignet sich schon besser für einen Hashtag und auch zum Üben. Hier bereichern mehrere Leute das Thema und dann macht der Stream (Link der hinterm Hashtag liegt) auch Spass. Ich hab übrigens mal was dazu geschrieben, wenn ihr einmal im Jahr ein Event macht, müsst ihr nicht #xy2014 festlegen.

Wenn du also angeln willst (Themen und Leute finden und dich finden lassen, weil du dich beteiligst), dann beobachte und suche die für dich relevanten Hashtags. Sie sind sozusagen Angelhaken. Twitter bietet zum Beispiel die Trends an, das sind Hashtags, die gerade viel diskutiert werden.

Hashtags finden

Letzte Woche in einem Kurs für Online Kommunikatoren fragte jemand. „Wie finde ich denn die Hashtags?“ Meine Antwort „Die kommen zu dir, wenn du Teil der Community bist“, stellte ihn nicht wirklich zufrieden. Recht hat er. Mir fiel die Twittersuche (Suche: #wort) und gerade noch das Tool Hashtagtrends ein. Für mehr musste ich in die Twitter-Runde fragen. Da kamen tolle Tipps zusammen. Grossen Dank an alle.

Tools zur Hashtagsuche

hashatit
hashtagify.me
tagboard
tweetdeck
trendsmap
analytics.hashtags
twrtland (Twitterer, die andere unterstützen)

Beiträge dazu: Tool Liste im Blog von Sproudsocial und Gründerbook Beitrag mit Toolst.
Im Blogpost Wie nutze ich einen Hashtag fand ich eine coole Grafik, mit Tipps, wie ihr den Hashtag nutzen könnt und auch mal einen eigenen Hashtag korrigieren müsst. Das jommt nicht selten vor.

Quelle: Twitter Blog

Quelle: Twitter Blog

Alle Tweets mit den wertvollen Tipps. Den Twitterern könnt ihr übrigens gleich folgen 😉

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11 Kommentare zu “In Twitter schwimmen lernen und mit Hashtags angeln

  1. RiteTag finde ich eigentlich auch sehr praktisch, bei RiteTag handelt es sich um ein instand Ranking-System für Hashtags. Du kannst über RiteTag eine Nachricht mit #Hashtags verfassen. Das ist wie bei jeder anderen sozialen Plattform auch. Hast Du deine Nachricht vollenden, dürfen die perfekten Hashtags natürlich nicht fehlen. Genau diese werden von RiteTag erkannt. Hierbei gibt es dann drei Stufen in welche die Hashtags einsortiert werden. Sollte das Hashtag einen roten Rahmen besitzen, dann wird es sehr häufig verwendet. Die Chance, dass Du dann untergehst, ist sehr groß. Hashtags mit einem blauen Rahmen sind in Ordnung und vertretbar. Am besten sollten die Hashtags aber einen grünen Rahmen besitzen. Diese Hashtags werden nur sehr selten verwendet