Instagram Community Building: 7 Tipps

Nachtrag 28.07.2015 von Su: 9 neue Tipps von Boris und Naomi für Instameets

Su hat mich eingeladen, hier im Blog ein paar Tipps mit euch zu teilen rund um die Instagram Community. Das mach ich gerne. In Instagram geht es nicht nur um schöne Bilder, es geht um Präsenz (Brand Awareness) aber auch um Followerzahlen. Denn wer sich selbst (auch als Unternehmen) zum angesehen Influencer mausern möchte, braucht’s genau das: eine grosse, authentische (echte) und aktive Community. Die folgenden sieben Tipps helfen dir dabei, nachhaltig eine aktive Community auf Instagram aufzubauen.

1. Finde deinen Stil

Die Community will wissen, was sie erwartet, wenn sie dir folgen. Finde deinen eigenen Stil zu fotografieren und deine Fotos zu bearbeiten. Dazu gibt es ein paar Tipps aus der Studie von Dan Zarrella.

  • Belebtere Bilder erhalten mehr Likes als “minimal” Bilder
  • Kein (Instagram) Filter ist der beste Filter. Die beliebtesten Filter sind im Moment wohl die VSCO Cam Filter.
  • Hellere und entsättigte Fotos sind beliebter

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, der grösste Teil meiner Follower will Nebelbilder sehen. Sind noch Silhouetten drauf, funktionieren die Bilder am besten.

Instagram most liked media

Instagram most liked/commented Media

 

2. Folge spannenden Accounts

Spannende Accounts findest du zum Beispiel über die Suchfunktion von Instagram selber, über Accounts, denen deine Freunde folgen, über Hashtags oder über Accounts von sogenannten Hubs. Mit Apps wie @huntgram findest du auch neue Accounts, nach Ländern oder Themen sortiert. Um deine Glaubwürdigkeit hoch zu halten, empfiehlt es sich, nicht mehr Accounts zu folgen, als dir zurück folgen (wie das ungeschriebene Gesetz bei Twitter).

huntgram

huntgram

 

3. Kommentiere und antworte

Like, kommentiere Bilder, die du magst. Nimm dir Zeit, die Kommentare auf deinen Bildern zu beantworten. Natürlich gibt es viele Kommentare wie “wonderful” “beautiful” “epic” und so weiter. Wenn du jedoch mehr als nur ein “nice” zu einem Bild schreibst, kommt auch mehr zurück. Vielleicht sogar ein Follow.

4. Nutze Hashtags

Diverse Studien haben ergeben, dass das Setzten von Hashtags mehr Kommentare und mehr Likes auf deinen Bildern erzeugen. Nutze also diese Möglichkeit.

Instagram erlaubt maximal 30 aktive Tags pro Bild. Finde für dich spannende Hashtags, nutze sie und interagiere mit Usern, die die selben Hashtags nutzen.

Hashtags können z.B. die von Hubs benutzten sein (#exklusive_shot, #hot_shotz, #shotaward, #allshots #vscoaward etc.) oder von Apps, die du verwendest ( #vsco #mextures etc.). Natürlich fassen Hashtags auch Themen zusammen wie z.B. #chasingfog, #makeportraits, #standcommunity. Brands nutzen spezielle Hashtags für Wettbewerbe oder sie verwenden Branded Hashtags wie letsgosomewhere (Langly), #justdoit (Nike). Spannende Hashtags findest du über www.tagboard.com oder über Apps wie z.B. Huntgram.

Bevor du eigene Hashtags kreiierst, prüfe, ob es nicht bereits einen gibt zum Thema. Von Eigenwerbungshashtags rate ich eher ab. Es geht nicht um Werbung sondern um Inhalt.

5. Kollaboriere (arbeite zusammen) mit anderen Instagrammern

Tagboard

Tagboard

“Collabs” sind sehr beliebt auf Instagram. Bei diesen Kollaborationen, die meist über Anfragen via DM organisiert werden, geht es darum, mit  anderen “Grammern” (nennen wir die Kollegen) Bilder zu tauschen und zu bearbeiten. Diese bearbeiteten Bilder werden entsprechend beschriftet und vertaggt und im eigenen Feed gepostet. Solche Aktionen sind eine schöne Möglichkeit, neue Follower zu finden.

Dann gibt es noch die so genannten #FFA’s. Das steht für FreeForAll und bedeutet, dass man den Followern über einen Link in der Instagram-Bio Bilder zur Verfügung stellt, die man im eigenen Stil bearbeiten kann. Auch hier ist das Ziel wieder, an neue Follower zu kommen. Denn wer ein Bild bearbeitet und postet, taggt das Bild mit dem ursprünglichen Fotografen. Das sieht so aus:

 

 

 

Naomi_FFA

Um zu mehr Aufmerksamkeit zu kommen, können die bereits unter Punkt 4 angesprochenen Hubs helfen. Das ist eine tolle Möglichkeit, in der Instagram Community bekannter zu werden. Diese Accounts haben oft wöchentlich ein Thema mit einem speziellen Hashtag ausgeschrieben, aus welchem dann wiederum ein Gewinner erkoren wird und auf dem Account des Hubs „gefeatured“ wird. Dafür machen die Moderatoren einen Screenshot deines Bildes und ergänzen es mit den Hub-Logo. Dazu werden Apps wie z.B. @superimpose verwendet. Von der Repost-Apps ist aus ästhetischen Gründen abzuraten.

Hub Feature

von einem Hub gefeatured

Und dann folge den Accounts deiner Stadt, den (sogenannten Instagrammers =) igers-Accounts. Nimm an Instameets in deiner Gegend teil. Die offiziellen Meets werden von den Main-Igers-Accounts organisiert und über Instagram (manchmal auch Facebook) kommuniziert. Gleiches gilt auch für kleinere Meetups von Brands oder Unternehmen. Diese Meets bieten eine gute Möglichkeit, neue Leute und neue Accounts kennen zu lernen. Die Räthische Bahn hat bspw. letztes Jahr ein solches Treffen organisisert.

6. Wähle den richtigen Zeitpunkt

50% der Kommentare werden in den ersten 6 Stunden abgegeben. Die meisten Likes und Kommentare auf Instagram kommen sogar kurz nach dem Veröffentlichen. Wichtig ist also zu wissen, wann die aktiven Follower online (das heisst wach) sind. Poste regelmässig, jedoch nicht mehr als 1 bis 2 Bilder am Tag, denn der Stream erfolgt chronologisch.

7. Nutze das Geotagging

Du bist auf Reisen? Oder fotografierst viel in deiner Stadt oder Region? Dann nutze die Möglichkeit “Zur Fotokarte hinzufügen”, die Instagram dir beim Posten anbietet. Posts, die am selben Ort getaggt werden, lassen sich so ganz einfach ansehen. Geotagging eines Bildes resultiert in einer 79% höheren Interaktionsrate und bietet eine gute Möglichkeit, neue Follower zu gewinnen.

Geotagging

Geotagging von Instagram

Geotagging

 

PS von Su: ich kenne Naomi nicht nur als erfolgreiche Instagrammerin, sondern als echte sympathische  Netzwerkerin und Beraterin (mit coolen Web-Projekten) bei Nemuk. Sie hat sagenhafte 37’000 Follower auf Instagram. Mit Boris Baldinger (meinem Lieblingsfotografen mit der grossen Cam) ist sie Initiatorin des schweizweit ersten Instagram Workshops für Unternehmen. Boris ist übrigens auch das fotografische Talent in “meiner” neuen Content Produktions Crew.

 

Nachträge von Su 31.03.15:

ergänzender Beitrag von Boris Baldinger zu selbem Thema.

Frage: Wie suche ich bestehende Hashtags in Instagram:
Antwort Naomi: Es gibt da verschiedene Wege. Auf https://tagboard.com/ zum Beispiel kannst du nach # suchen und findest ähnliche unter „see also“ und du findest accounts, die den gesuchten Hashtag nutzen. Dort wiederum findest du wieder neue Hashtags…und so weiter. Dann gibt es eine App, die heisst Huntgram. Sie sortiert Accounts nach Themen wie Animals, Fashion, Nature etc. aber auch nach Ländern oder nach Influencern. Klickst du in entsprechende Accounts, findest du auch wieder ganz viele neue Hashtags bwz. entsprechende Hubs.

Tipp 8 von Björn Tantau Instagram Contents

Gerade hab ich noch einen guten Beitrag von Björn gesehen. Er gibt Tipps aus der Praxis, wie ein Contest helfen kann, den eigenen Account auf- oder auszubauen. Wie immer echt umsetzbar.

 

 

Veröffentlicht in Community, Plattformen | Tags: , , | 13 Kommentare

Über Naomi Meran

Naomi Meran, Beraterin und Projektleiterin für Online-Video und Social-Media-Projekte, arbeitet bei der Nemuk AG, Agentur für digitales Marketing, in Zürich. Sie ist begeisterte Mobile-Fotografin und Instagrammerin der ersten Stunde. Mit über 37’000 Followern gehört sie zu den einflussreichsten Instagrammerinnen der Schweiz. Zusammen mit Boris Baldinger ist sie Initiatorin des Schweizweit ersten Instagram Workshops für Unternehmen.

Kommentar schreiben

Du kannst folgendes HTML verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

13 Kommentare zu “Instagram Community Building: 7 Tipps

  1. Hello Su – Hello Naomi
    Wow – so gute feine Tipps zu IG. Ich bin erst seit relativ kurzer Zeit dabei und fühle mich aber schon recht wohl. Es ist sehr inspirierend auf iG.
    Ich wäre die @theladyofthetrees –
    Obwohl ich erst kürzlich dabei bin, interessiert es mich brennend, wie eigentlich eine Gruppe, ein Hub, gegründet und gemacht wird. Auch die schönen Kommentare, die dann gemacht werden.
    Ich habe probiert im Internet etwas dazu zu finden, kam dann aber glücklicherweise auf diese tolle Seite. Danke schön.
    Weil ich sah auf IG, dass eine Kollegin eine neue Gruppe gegründet hat und fand das recht spannend.
    Schöne Zeit und gute Woche. LG Monika

    • Naomi Meran schrieb am :

      Hallo Monika

      Erst mal herzlichen Dank für’s Kompliment.
      Ein Hub ist technisch gesehen ein normaler Account mit dem Unterschied, dass mehrere Admins den Account nutzen. Meistens gibt es einen Hauptadmin, der auch in der Bio erwähnt ist, sowie einen Hashtag. Der Gründer/die Gründerin muss dann die Aufbauarbeit leisten und einerseits Follower finden, die den Hashtag nutzen sowie weitere Admins, die bei der Suche nach geeigneten Bilder helfen. Ein Hub postet keine eigenen Bilder, sondern kuratiert Bilder zum definierten Hashtag oder zu wöchentlichen Themen, sogenannte „Features“. Ein Admin kann dann gezielt unter ein Bild schreiben: „please tag this to #….“ Dazu muss er im Hub-Account eingeloggt sein.
      Es gibt unendlich viele Hubs, zum Teil einzelne, kleinere. Dann gibt es auch Hubs, die im Verbund arbeiten wie die @Superhubs. @Super_Switzerland ist ein Hub für die Schweiz. In der Bio steht dann „affiliated with @superhub“, z.T. werden Features dann gleich auch auf @superhubs gefeatured. Liebe Grüsse, Naomi

      • Hallo Naomi

        Ich danke dir ganz herzlich für deine Antwort und die Erklärungen. Danke für deine Zeit dafür. Liebe Grüsse, Monika.

        NB. Mittlerweilen wurde ich sogar als Admin angefragt, fast wie aus heiterem Himmel. Was natürlich nun lustig ist. Ich habe zugesagt, auch um den Lernens willen. Winkt.

  2. TOP! Endlich mal ein wahrheitsgemässer und ordentlich recherchierter Beitrag!. Ich bin selbst mit 213k Follower lange dabei und ärgere mich oft über Tips, die mehr verwirren und unsinnig sind, als das sie helfen. Das ist der erste Beitrag, der wirklich sehr gut ist!!

    Danke dafür 🙂

    @goldie_berlin

  3. Elke schrieb am :

    Witzig, zu diesem Thema hab ich letztens erst eine ganz unterhaltsame Sendung gesehen (http://www.br.de/puls/tv/puls/puls-im-tv-27-02-2015-100.html) – wo sie in etwa die Tipps gegeben haben, von denen auch du hier schreibst. Es wurden auch „InstaWalks“ erwähnt (das zum Thema vernetzen), was ich eine ganz coole Idee finde – aber wohl nie umsetzen werde, denn ich bin bei Instagram nur stiller Beobachter. Keine Lust, Facebook noch mehr Daten von mir in den Rachen zu werfen….!