Stämpfli Konferenz: 3 x 3 Tipps für den Corporate Blog

Keine Ahnung was ich mir bei dem 3 x 3 überlegt hab. Es war ganz schön schwer, die richtigen 3 Tipps für Blog, Dialog und Content abzugeben. Hab ich die besten erwischt? Wenn du mir bitte ! bis morgen früh noch deinen gibst, kann ichs noch optimieren.

Nachtrag 28.06.15:
Blogpost zur Konferenz von Livia

Fotos von der Konferenz

alle Präsentationen Stämpfli Konferenz (Empfehlung, die Präsi von Nils Hafner)

 

Stämpfli Konferenz

Peter Stämpfli

Peter Stämpfli

Seit Jahren schon bin ich begeistert von der Kultur der Stämpfli AG. Peter Stämpfli „kenne“ ich aus Twitter und lese immer mal wieder etwas über oder von ihn (sein Blog). Auf der Startseite steht „Kommunikation von Mensch zu Mensch“ und genauso nehme ich fast jeden Tweet von ihm wahr. Sein erstes Wort in der Bio ist „Unternehmensethik“. Ganz klar, dass ich bei einer Einladung zur Stämpfli Konferenz, zusage. Also ich meine, dass ich mich sehr geehrte fühle. Dankeschön. Die Firma ist übrigens längst nicht nur Verlag, sondern Kommunikationsagentur mit 350 Leuten. Auch Thomas Elmiger ist für mich ein „bekannter“ und sympathischer Kopf der Firma. Soll nochjemand sagen, Twitter sei unpersönlich. #staempfliK15

Corporate Blogging – Wie der Online Dialog gelingt

Also: Den Titel hab ich (mal wieder) kurzfristig geändert. Das Thema bleibt gleich: Corporate Blogging, die Rolle der Menschen (Mitarbeiter, Kunden, Community). Anfangs schauen wir an, wie Menschen kommunizieren. Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass dies heute recht zerstreut und kleinteilig und oft im „eigenen Kuchen“ stattfindet.  Und ich kenne kaum jemanden, der seine Webinhalte strukturiert und für sich selbst auffindbar macht (bookmarking).

Obwohl das sogenannte Fachpublikum sehr wohl recherchiert (also googled) und sich natürlich auch längst in Fachgruppen austauscht. In Linkedin, Facebook und XING meistens. Also wär es doch toll, wenn Firmen viel mehr hier als Informationsdienstleister auftreten könnten. Sie sind doch diejenigen, die die Branche, die Trends kennt. Statt dessen werden weiterhin Marketing Beiträge publiziert und schön gefärbte Blogbeiträge, selbstverständlich in fancy designten Blogs.

Leider kommentiert und teilt das niemand und dann mag das auch google nicht.

Tolle Beispiele gibt es natürlich auch, wie der KPMG und Hirslanden Blog, wo die Leute schreiben, die auch was zu erzählen haben und schön hier auch die persönlichen Botschafter Marcel Härtlein und Stefan Lienhard.

Blog statt Native Advertising

Ich kann auch die aktuelle Studie (zur News-Nutzung) Reuters Digital News Report einbringen. Dort hat sich überdeutlich gezeigt, dass Native Advertising und sponsored Content nicht so beliebt sind auf der Nutzerseite, wie das mancheiner gerne hätte. Danke. Machen wir uns nix vor, nicht nur die Ad-Blocker lernen dazu.

Das eigentliche Potenzial für die Online Kommunikation liegt dahinter. Das wisst ihr natürlich. Aber hey, wenn ich schon vor vielen sogenannten Entscheidern sprechen darf, dann nutz ich das, sie zu mehr Mut und Persönlichkeit in der Kommunikation zu motivieren. In meinem Alltag merke ich immer wieder, dass viele Schranken von Blog-Autoren selbst auferlegt sind, bspw. „aber ich muss doch firmenkonform schreiben“.

„Nein, bitte schreib persönlich, deine Ansichten und zeige, mit wem du worüber redest.“

Was der Blog eigentlich kann hab ich auch noch kurz zusammen gestellt.

  • Dynamische teilbare Inhalte
  • Relevante Themen online besetzen
  • Dauerhafte Auffindbarkeit über Themen
  • Kompetenz / Wissen / Wahrheit beweisen
  • Gesicht/er zeigen für Glaubwürdigkeit und Beziehung
  • Inhalte bündeln an einem Ort (owned)
  • Inbound Marketing

Der Yves nennt das, „der Blog ist eine Art persönlicher und sympathischer ! Vor-der-Tür-Steher, wie auf den Kanaren vorm Restaurant – er animiert die Leute zum reinkommen.“ 😉

Bitte schaut euch mal die tollen Fotos an, die ich wieder bei boris-baldinger.com klauen durfte.

So und dann schauen wir uns natürlich noch den Dialog an. Dieser findet ja nicht wirklich in den Corporate Blogs statt. Schade, wenn weiterhin Anzahl Kommentare als Erfolgsfaktor zählen. Vielmehr findet der Dialog, wenn denn die Themen der Firma dialogenswert sind, oft ausserhalb der eignene vier Wände statt. Und auch nicht vor der Tür, mag die Person noch so nett sein. Und hier können wir immer noch viel mehr tun. Endlich die Definition der eigenen Community über Bord werfen und uns raus auf die Strassen begeben. Oft wissen Verantwortliche noch nicht mal, dass Mitarbeiter Firmeninhalte in ihren Netzwerken teilen.

Hier sind meine 3 x 3 Tipps

3 Tipps für den Corporate Blog

1.Den Blog als Drehscheibe, Einlader verstehen,
aber ausserhalb vernetzt agieren

2.Entwickeln Sie eine Content Strategie, die Inhalts- und Such-Bedürfnisse der Zielgruppe bedient

3.Unterschätzen Sie Transparenz + Authentizität = Persönlichkeit nicht

4. Lesen Sie andere Blogs

3 Tipps für den Dialog

1.Netzwerke von Mitarbeitern/Autoren fördern
(Teilen in LinkedIn, XING, Facebook)

2.Regen Sie den Dialog durch echte Meinungen an

3.Interne und externe Dialoge erkennen und extern nutzen

3 Tipps für den Content

1.Verschiedene Meinungen, Charaktere bereichern die Stories (erwähnen Sie Menschen)

2.Dienen Sie dem Publikum mit Inhalten, die es nutzen und teilen kann

3.Helfen Sie Ihrer Zielgruppe beim Strukturieren und Auffinden, Bündeln von wertvollen Inhalten

Weg von Eigenwerbung hin zum Dialog

Weg von Eigenwerbung hin zum Dialog

So, und jetzt schau ich noch, was ich morgen aus den anderen Vorträgen lernen und verbloggen kann.

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7 Kommentare zu “Stämpfli Konferenz: 3 x 3 Tipps für den Corporate Blog

  1. Hallo Su, vielen Dank für die wohlwollende Erwähnung – auch ich freue mich über jedes persönliche Treffen mit Social-Media-Bekannten (meist Twitterati). Sich von Mensch zu Mensch zu kennen, gibt eben auch Online-Beziehungen eine höhere Qualität.
    Deine 3×3 Tipps gefallen mir sehr gut, nur eine kleine Bemerkung zur ersten «Dreiergruppe»: Man sollte auch einmal vier ungerade sein lassen ;–) Da übe ich mich selbst immer noch darin. Gemeint ist: Toleranz zu zeigen gegenüber Tipp- und Schreibfehlern, solange Engagement, Persönlichkeit und Inhalt stimmen. Da bin ich selber einerseits oft ineffizient beim Schreiben (perfektionistisch) und andererseits würden meine Blog-Co-Autoren wohl durch mehr Wertschätzung und weniger Optimierungshinweise motivierter werkeln. Ich bin sicher, dein Vortrag wird auch mich bestärken, auf diesem Weg ein Stück weiter zu gehen. Freue mich!

    • Lieber Thomas, dankeschön für diesen Input. Werde das sehr gerne mit aufnehmen. Die Rechtschreibfehler sind irgendwie sinnbildlich für die Blogger Kultur. Wünsch dir morgen auch einen gelungenen Vortrag. Bin gespannt.