Ethic Board reicht nicht für Vertrauen im digitalen Zeitalter

Ein paar Snaps von der Shift. Twitter #shift2020 (Konferenz für dig. Ethik) Podiumsdiskussion mit. Kundenakzeptanz und Vertrauen im digitalen Zeitalter

  • Nicolas Passedelis, Head of Data Governance Swisscom,
  • Elke Baumann, Head of Training and Change Management Ethics, Risk… Novartis
  • Matthias Brändle, Verantwortlicher Datenstrategie Die Mobiliar
  • Lajla Fetc, PM Ethik der Algorithmen Bertelsmann Stiftung
  • Moderation Patrizi Laeri

Ich beginne mit meinem Highlight an Aussagen und meinen Take aways. Die FIrmenvertreter trumpfen alle mit sog. Ethic Boards auf, die intern und teils extern etabliert wurden. Aber es gibt natürlich noch keine Sicherheit. Die Verantwortung ist im Moment noch zu stark auf KundInnen-Seite und Geschäftsprozesse haben noch nicht ethische Fragen integriert. Mein Highligt war

Lajla Fetic –  Es reicht nicht aus ein Ethikboard zu haben!

„Wir sehen uns mit alten Fragen konfrontiert. Was ist Transparent. Diskussionen fangen jetzt in der digitalen Szene an. Das braucht es. Es wird kaum einen Ethik-ok-Stempel geben. Es ist ein ongoing Process.

Sagt, sie gehört eigentlich nicht zur Aussensicht, sondern mitten rein. Was ist gesellschaftlich überhaupt ok. Sollten wir nicht Grenzen setzen bei Angeboten, die vielleicht gar nicht so viel bringen beim Nutzer, aber dateschutzrechtlich fragwürdig sind. Was bedeutet eigentlich Transparenz. Man hört es überall, aber es mangelt an konkreten Messgrössen. Kundenakzeptanz und Vertrauen.. lobenswert, aber die KundInnen müssen uns eigentlich Vertrauen geben. Unternehmen müssen sich aber selbst fragen und nicht deligieren an Kunden. Schulungen sind nur ein Start. Ethic können wir nicht einfach in Code bringen. Am Ende hat jeder eigene Werte. Wir müssen diskutieren.

Lajla über: Die grössten Probleme der Ethik in der Digitalisierung sind:

künstliche Intelligenz, IoT lieber Abstand nehmen, meistens sehen wir eher dumme Systeme.
Gerade im Bereich von Versicherung und Pharma werden personenbezogene Daten gesammelt und es gibt grosse Fragestellungen. Wir sehen in den Medien, dass Versicherungen auch personenbezogene Preise anbieten. Datenmonopole werden nicht zum Wohle der Gesellschaft agiert. Auch in der Gesundheitsbranche sehen wir hier eine Gefahr.

Wichtiger als vorher oder nachher ist, dass in der Entwicklung (Entstehungsprozess) auch Leute involviert und immer wieder gefragt werden. Geschäftsprozesse müssen durchgägngig ethisch sein. Es kann so viel schief laufen bei KI, Praktiken, Anwendungsfälle.

 

Nicolas Passedelis

Die Sprachsteuerung des TV wird nicht überwacht, weil wir kein Bedürfnis haben. Aber es gibt viele Befürchtungen. Wenn die Leute sich unwohl fühlen, muss man das adressieren. Unsre ethischen Prinzipien sagen u.a.

  1. es nimmt erst auf, wenn man den Schalter bedient (von extern nicht steuerbar),

2. Optin für Sprachsteuerung für Training der Software (sind meh als man denken würde…mehr als die Hälfte)

3. (hab ich verpasst)

Ein Ethik Framework kann disruptiv sein. Ob man mag oder nicht, Geld hat eine hohe Relevanz. Der Bund erwartet seine Dividente. Ich stehe vor der Herausforderung, Ethik Framework (Board) einzuführen, gleichzeitig aber auch businessrelevant unterscheiden. Bis vor 2 Jahren hat noch niemand über Ethik gesprochen. Aber es braucht Zeit. Es ist organisiert wie ein Gerichtsverfahren, Teams müssen Projekte präsentieren, das „Board“ entscheidet, ob die 6 Werte eingehalten wurden und ob das Projekt umgesetzt wird. Das Board ist übrigens divers. (Bemerkung von Patrizia Laeri, selbstverständlich)

 

Elke Baumann

Vertrauensvoll mit Patientendaten.Patient weiss welche Daten, wie und warum. Verständliche Information. Wir versuchen vom typischen code of conduct zu einem Code of ethics zu kommen.
Aktuell entstehen Grauzonen, wo man viel mehr investieren muss, damit Mitarbeiter richtig reagieren.

Wir haben viele Ethic Boards. In jedem Land. Wir fragen für die Codes alle Assosiates mit iterativem Prozess, nicht das Board entscheidet allein. Damit die Leute das hinterher auch leben. Wir wollen kein verstaubendes Papier. Uns geht es um Verhaltensänderung nicht um rechtliche Absicherung. Zum Beispiel, jemand geht auf ein Patientenforum und gibt sich zu erkennen.

Gibt auch ein externes unabhängiges Ethic Board (40 Bio-Ethiker).

 

Matthias Brändle

Ethische Markenwerte umsetzen (… Mehrwerte) Aber wir müssen wissen, nicht nur was gesetzlich erlaubt ist, sondern auch was passt in unsere Werte. Wir wollen Optimum für die Gesamtheit und Gesellschaft finden. Solidarität leben. Positionspapier. Daten und AI Ethic. Es ist interessant, mehr aus den Daten zu lesen, genau deshalb ist es wichtig. Der Kunde muss wissen, was die Firma über ihn weiss. Wir müssen Transparenz schaffen, Kunde enablen und informieren. Konkret sind wir sehr offen, wir kommunizieren wie unser Produkt (Crash Recorder) aussieht, welche Daten gesammelt werden.

Es geht um „faire Diskriminierung“ sagt Patrizia Laeri und er bestätigt den Begriff Diskriminanz-Analyse.

 

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