Mein neues Team

Update Januar 2017:
Ich arbeite inzwischen wieder mit Freelancern und externen Agenturen in meinen Kunden-Projekten zusammen. Ich bin dankbar für die Erfahrung in einer klassischen Agentur mit Online Tochter. Mein Platz fühlt sich jedoch besser an mitten drin in der Online Branche. Ich erarbeite Online und Content Strategien, setze diese um und darf mich in das eine oder andere Content Projekt einbringen. Hochschule läuft weiterhin und ich bin ehrlich gesagt happy. Leben heisst Veränderung.
Natürlich gehört auch das evoq labs Team weiterhin zu meinen engeren Kollegen, je nach Aufgaben im Projekt.

In unserer Branche stehen die meisten Leute stellvertretend für einen stetigen Wandel. Wir lernen ständig neue Tools und Plattformen kennen, testen und entscheiden, ob sie nützlich sind.  Ja, ich denke, wir nerven auch manchmal. Aber ich liebe das. Neues ausprobieren, Aufgaben suchen, deren Lösung ich jetzt noch nicht kenne. Hirnen nach neuen Ideen für eine uralte Sache. Den Dialog.

Dafür muss ich immer wieder auch loslassen. Als Kind habe ich oft meine Lieblingsspielzeuge verschenkt. Natürlich romantisiere ich das heute, wenn ich feststelle, dass ich immer noch gerne abgebe. Aber diese kleine Geschichte fällt mir ein, wenn ich an Corporate Dialog denke.

Der Titel von diesem Blogpost müsste richtiger heissen: ich gehe weiter.

Corporate Dialog ist nun anders

Corporate Dialog war für mich 5 Jahre lang eine wunderbare Erfahrung. Von jetzt auf dann selbständig, keine Ahnung von Buchhaltung, Versicherungen. Zum Glück gibt es Leute, die das können. Meine Kunden und Auftraggeber sind nicht einfach nur das, sondern Menschen, mit denen ich coole Projekte entwickeln konnte, von denen ich immer auch lernen konnte. Herzlichen Dank dafür.

Aber mir fehlte ein Team und technische Umsetzungspower. Ich mag kein Konzept nur teilweise umsetzen oder gar an jemanden weitergeben, der dessen Herz nicht versteht.

Oliver und Su

Oliver und Su

evoq labs ist mein neues Team

Mit Oliver von evoq labs arbeite ich schon seit zwei Jahren zusammen, wir haben Konzepte zusammen erdacht und er mit seinen Leuten umgesetzt. Blogs, Newsletter, Websiten, Social Media und Content. Es lag also nahe, diese Dienstleistungen zu bündeln. Und da bin ich also. Mit Corporate Dialog biete ich nur noch Hochschul-Einsätze und Vorträge an. Der Blog bleibt bestehen, aber sind wir mal ehrlich. Einmal im Monat ist eh zu wenig.

Es gibt sogar eine offizielle Medienmitteilung ;). evoq kommt übrigens von evozierend, etwas bewirkend.

So, nun hoffe ich, ihr seid weiterhin im Web unterwegs und bloggt und kommuniziert, was das Zeug hält, damit ihr andere und mich inspiriert zum bloggen und vortragen.

Snapchat: Firlefanz oder Relevanz?

Update irgendwann im April 2016:

Ich war bei dem inspirierenden Snapchat Workshop mit Frau W. Dankeschön, Bettina. Ich sehe immer deutlicher, dass die App relevanter wird (bleibe zwar inhaltlich in den Stories immer noch dabei, dass es viel Firlefanz ist) Aber was die App kann:

  • Snapchat bringt ein natürliches Medienformat (als ein.zi.ge) – Hochformat, man jeder nutzt das Handy so.
  • Nur hier kannst du alle Formate mixen – Text, Bild, Video, Grafikfilter die zu Geodaten passen usw.
    zwischen, ohne Medienbruch. Hallo?!
  • im Zeitalter der Medien-Überflutung gibt es hier keinen Newsstream, den keiner interessiert, sondern man muss zu dem Account „hingehen“, Story kucken und jetzt kommts liebe Marketer:
  • direkter Chat button mit einer Marke. Hallo?!

Das ist ultimativ – glaubt mir, da können wir noch lange jammern „die Usabilty ist die Hölle“. Das werden sie schon noch verbessern. Swipen war übrigens mein Schlüssel zum besseren Verstehen. Ganz sicher ist es jedenfalls keine sichere Chat-App. Das fällt für mich schon aus, weil die Benutzung zu nah an öffentlichen Beiträgen (also den Stories) ist.

Lest gerne auch den Beitrag von Walter zum Snapchat Workshop.

Nutzer und Firmen werde auch hier lernen, wertvollen Content anzubieten, also weniger Firlefanz mit Gesichtern mit Schlapporen-Filter. Jedenfalls Danke Bettina.

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Nutzer der ersten Stunde? Das bin ich auch bei Snapchat nicht. Ich löse einen Account, spiele ein bisschen, frage mich, welche Möglichkeiten für Firmen entstehen und schaue was die Geek-Vorbilder so machen. In den ersten Tagen hab ich oft eine Meinung (oder eben ein Gefühl), ob die neue Plattform abhebt oder nicht. Schaut mal, wie oft ich schon daneben lag.

 

Meine früheren vorschnellen Einschätzungen:

Das hier waren meine ersten Meinungen zur Plattform, die ich selbstverständlich oft genug revidiert hab ^^. Die Funktionen, die Inhalte und das Verhalten haben sich ständig verändert und ich staune über manchen Dauerbrenner.

XING: my first love ( 2005)
Blog: my real love (2006/2007)
Flickr: nie mehr ohne (2006)
Twitter: rockt (01/2009)
Foursquare: Wo ist der Sinn? (?)
Facebook: zögerlich aber ok (2009?)
Linkedin: zögerlich, aber ok (2010)
G+: yay (2011)
App.net: überflüssig und unrealistisch, Werbung findet immer einen Weg
Path: unnötig (2010)
Ello: wird nix (2014)
Instagram: Bilderrahmen und nur für iphone, wtf (2010)
Whatsapp: ok (?)
Vine: Hä? (2013)
Threema: Ehrensache (2013)
Snapchat: versteh ich nicht (2014) und seit Stories inhaltlich Firlefanz (aktuell)

Andere Meinungen zu: Snapchat Relvanz

Aus heutiger Sicht musste ich einiges gerade rücken, das seht ihr selber. Deshalb hab ich wegen dem aktuellen Snapchat-Zuwachs mal in Twitter nachgefragt. Schaut mal, was dabei rauskam. Anfangs sah es aus, als gewinne „Firlefanz“ und nun sagen 41% Snapchat hat Relevanz. 59 Leute haben gestimmt. Dankeschön dafür.

FB Kommentar

FB Kommentar

 

 

Snapchat verstehen?

Die Zahlen sprechen für sich und die sogenannten Stories/Geschichten (neu) erinnern mich wegen der Kürze an Twitter. Aber es geht nicht um Echtzeit, sondern um die Summe der Tagesinhalte. Ich muss aktiv klicken, um die Story anzusehen. Die Formate variieren, es gibt Film, Text über Bild, Filter, Emojis, und so Spielereien. Die Formate ergänzen sich. Nach 24 h löschen sich die Inhalte. Man kommuniziert nicht (nur) mehr 1:1 und auch nicht intime Inhalte, wie viele glauben. Vermutlich ist die Nähe zu öffentlichen Posts ab jetzt eher abschreckend für diesen sehr persönlichen Einsatz. Nutzer können jetzt einander folgen und sehen die teilöffentlichen Inhalte. Dennoch bleibt ein bisschen das Gefühl der Privatsphäre, mehr als man sie vielleicht in Facebook empfindet.

Zahlen von Photoworld

Interessant finde ich, dass man den Inhalt eines Nutzers bewusst anklicken muss. Vorher weiss ich  nicht, was ich zu sehen bekomme. Das heisst ich klicke nur, wenn mich jemand (oder ein Brand) wirklich interessiert. Das birgt das einen gewissen Überraschungeffekt, der fürs Content Marketing nützlich sein könnte. Die Benutzung ist für mich weiterhin unerklärlich statt intuitiv. Ich hab keine andere App bei der ich so wiederholt die falsche Funktion aufrufe. Immer und immer wieder. Aber ich geb nicht auf, versprochen.
Nachtrag: Tipp von Christian Bossert (im Kommentar) Filme lassen sich downloaden und auch auf YouTube dauerhaft publizieren.

Nachtrag: Emojis (auf den Bildern und auch sonst in Texten) richtig verwenden, dazu gibt Monah im Blog Tipps. In ihrem Post findet ihr auch eine Video Anleitung für Snapchat. Danke

Nachtrag: Richard Gutjahr zeigt Snapchat live im Vortrag an der #dmcmuc

 

Wer nutzt Snapchat und warum

Promis, Medienhäuser (wdr1life, chip_de, hellobild,) und meine Lieblingsgeeks (Usernamen zum Folgen: Kusito, Christian Bossert, Frau-W) nutzen Snapchat intensiv. Firmen (neckermannde, FCBayernsnaps)  sind noch selten, das wird sich schnell ändern. Jürg Kobel hat letztens Beispiele aus Sport, Politik und Kunst zusammen getragen. Lindsey Vonn zeigt bspw. persönliche Bilder (Hochformat wird nun salonfähig) und Videos, (inkl. Sponsoren). Danke Marcel für den Hinweis. Das bringt ungeahnte Nähe. Je nach Einstellungen kann ich unter dem Video oder Bild direkt einen Chat beginnen. So nah waren Firmen noch nie auf dem Handy ihrer Zielgruppe. Eine „neue“ Form fürs Storytelling, weil Bild, Text in extrem kurzer Form, Film und Spielereien kompakt zusammenkommen: Auf eine Art ist es sogar exklusiv, weil nur kurz sichtbar.

Lindsey Vonn auf Snapchat

Lindsey Vonn auf Snapchat

Snapchat dreht das System um. Früher störende Werbung oder verpasste Posts
ist hier gezielt konsumierter Inhalt von wirklichen Interessenten (für Schnipsel). Ich klicke, wenn mich die Person/Firma/Medium interessiert und muss mich darauf verlassen, dass es spannend wird.

Mona Fetsch lernt Snapchat

Mona Fetsch lernt Snapchat

Nachtrag: 27.1.2015: ich muss euch noch was zeigen

Beim SRF ein FB Post mit Mona Fetsch lernt Snapchat. Ich lass das mal jetzt unkommentiert. Einfach weil mir die Worte fehlen. Aber die Sendung hören will. Hier lang.

Snapchat für Firmen

Matthias Stock von Sixt erzählt über die Strategie von Sixt bei horizont.net. Als ein Vertreter in der Schweiz hat mir Daniel Reidan von Brack seine Meinung geteilt:

„Snapchat bietet tatsächlich spannende Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen. Doch richtig guten (Video-)Content zu produzieren ist aufwendig. Welche Unternehmen können sich leisten, Videoclips zu veröffentlichen, die von den Empfängern nur gerade 24 Stunden lang und dann nie mehr angesehen werden können?

..die „Halbwertszeit“ eines Tweets oder Facebook-Posts ist sehr kurz, aber dieser Content bleibt auffindbar. Bei Snapchat ist dies nicht der Fall. Deshalb sollten sich Marken überlegen, ob ihre Anspruchsgruppen tatsächlich über Snapchat verkehren, und sich dann im positiven Fall adäquate Ziele und eine Contentstrategie zurechtlegen. Und die (auch für aus der Hüfte geschossene Handyfotos) die nötigen Ressourcen bereitstellen.“ Danke Daniel.

Firmen werden (oder haben schon) sicher auch hier ihren Weg finden, sich zu positionieren oder zu kommunzieren.

Nachtrag: Werbung in Snapchat

Analyticstools für den Profi-Einsatz (t3n)

Ganz ehrlich. Für mich: inhaltlich (noch) Firlefanz

Ich persönlich bin ja eher ein Wegwerfer oder Verschenker, behalte möglichst nichts, was ich nicht wirklich brauche, auch Daten. Ich denke, dass wir zu viel Datenmüll produzieren und vorallem speichern, der eigentlich nur kurzzeitig relevant ist (Bsp. Ferienfotos von Freunden via Whatsapp). Die selbstlöschenden Inhalte sind also das einzige Pro-Argument für mich. Aber mal ehrlich, bisher frage ich mich bei manchem Inhalt, ob man sie nicht vorm Publizieren bereits wegwerfen kann. Aber das kann ja noch besser werden.

Ich befürchte, ich schliesse keine grosse Freundschaft mit Snapchat,  ausser es gelingt, wert- und sinnvolle Inhalte dort zu teilen. Auch Links und eine Browserversion fehlen mir ganz klar. Ich sehe keinen Vorteil im Silodenken. Selbst Whatsapp gibt es mittlerweile via Browser. Dort hab ich eine Tastatur und Vernetzung mit Links. Das geht der Snapchat App völlig ab. Womöglich geht unsre Kommunikationskultur ja auch weg vom Lesen und Schreiben. Ich denke da an meine eigenen Whatsapp Nachrichten, die oft nur noch gesprochen sind, statt getippt.

mein Account heisst: sufranke (was für eine Überraschung)

mein Account heisst: sufranke (was für eine Überraschung)

Ach ja, wenn du mal jemanden per Namen (oder Nutzernamen, Bsp. sufranke) nicht findest, fotografiere das Profilbild (Snapcode) in Snapchat (drum haben es manche Leute in anderen Plattformen als Profilbild. Man trifft (seine) Snapchatfreunde ja nicht grad im Büro. In der App kannst du dann via Foto den Code scannen und so dem Account folgen. Deinen Code bekommst du übrigens hier (Desktop)

Ich bleibe noch ein bisschen im Testmodus und lerne gern dazu. Zeigt mir bitte die Relevanz. Das meine ich ernst und nicht ironisch.

 

Ein Buch für die App?

Die Usability von Snapchat ist sagen wir mal „schwierig“. Falls ihr auch noch zögert, schaut mal in das Buch Philipp Steuer, das er letzte Woche rausgebracht hat. Philipp schreibt über die Geschichte, was Facebook damit bzw. nicht zu tun hat und Funktionen der App. Tipps zu Einstellungen und Privatsphäre. Ein ganzes Kapitel widmet er den Hacks, die zusätzliche Funktionen ermöglichen. Es lohnt sich, mal reinzuschauen, auch wenn mein Herz noch nicht wirklich für Snapchat schlägt.

Mehr zum Lesen

Strategien für Snapchat

Bilder anreichern mit Snapchat

webmemo Beitrag über den Workshop

 

Linkedin für Sales – Teil 2: Content

Ich habe euch ein paar Tipps aus Workshops mit Sales Leuten zusammen gestellt. Ideen und Ansätze wie Sales mit Content arbeiten könnten. Teil 1 der Blog Serie war ‚Linkedin der Saleshelfer, oder Monster?‘, Ich arbeite noch an Teil 3, den aufbauenden Werbemöglichkeiten in Linkedin. Diese kommen hier in Kürze.

Content für Sales nutzen

 

Und hier noch offizielle Tipps von Linkedin selbst

Hier geht es vorallem um Updates, so nennen sie in Linkedin die „kleinteiligen Beiträge“ die ausführlichen sind im internen Bloggingsystem Pulse publiziert und heissen Posts. Lustig, dass die dritte Variante „Photo“ heisst.

Bildschirmfoto 2015-11-06 um 23.16.06

 

 

 

Ja, ich hab tatsächlich versehentlich meine Notizen publiziert und drum diese kleine Notlösung fürs erste.

Instameet: Von Menschen mit Herzen und offenen Türen

Intensive, Herbstfarben, beinahe zu schön für die Wirklichkeit und immer öfters auch noch #Instameet auf dem kleinen Handydisplay. Mich verlockt diese faszinierende aber auch fremde Bildwelt. Anfangs ist es ein Rätsel, die Dynamik, die Liebe zum Detail, die vielen Hashtags. Hier im Blog öffne ich immer mal wieder mit Gästen die Wundertüte Instagram. Lasst uns heute mal Instameets näher anschauen.

Instagram ist für mich in zwei Gruppen geteilt.

Die „normalen Nutzer“

die unter Freunden, Bekannten Bilder teilen und kommentieren, einfach statt FB oder mit verlängertem Arm auf Facebook und die anderen.

Die Künstler

Das sind die, die mich wirklich faszinieren. Leute, die innerhalb ihrer Communities herausragend sind. Künstler. Sie haben ein super Auge fürs Motiv, sind kreativ, bekommen viele Herzen und beherrschen die Apps rund um Instagram. Diese Menschen haben oft tausende von Followers (sorry hier heisst das Abonnenten), aber sie bleiben oft verborgen, wenn das Publikum den Eingang zu den imaginären Ausstellungsräumen nicht kennt. Es erinnert mich an eine Party, bei der erst am Abend der Ort bekannt wird. Und du bekommst es einfach nur mit, wenn du irgendwie dazu gehörst oder jemanden kennst, wie

Adrian
Boris
Kusito
Naomi
Samantha (hab sie interviewt, kommt bald hier im Blog)
Susanna
Pirmin
Dr. Veterinaer

Der Account ig_swiss featured regelmässig Bilder aus der Community Swiss Instagramers. Es gibt so viele mehr. Ich kann in meinem Stream leider nicht mehr nach Land unterscheiden, denn Bilder sind grenzüberschreitend. Findet bitte eure eigenen Stars. Aber schaut auch mal die kreative Kommunikation an in den Texten an, die Wege, die sie finden.

kreativ kommunizieren

kreativ kommunizieren

Auch unter dem Hashtag igerssuisse findet ihr viele tolle Instagramers aus der Schweiz.

Firmen, besonders im Tourismusbereich wollen diese Leute nun endlich kennen lernen, einladen und möglichst viele Erwähnungen von ihnen. Das ist zwar nett, aber oft zu kurz gedacht. Es ist wie mit einmaligen Erwähnungen auf starken Blogs. Das gibt starke Backlinks, aber es bleibt immer noch ein schwacher Schein gegenüber einem eigenen strahlenden Account. Die aktuellen DACH Nutzerzahlen hat übrigens gerade Thomas Hutter veröffentlicht

Offene Türen zu Instagram

Eintritt in diese Welt findest du über

a) Personen (zuhören, Freunde ansehen, abonnieren, lesen, lernen)

b) Communities wie ig_swiss (Anschauen, staunen, lernen, eintreten)

c) Hashtags (suchen, nutzen, ausprobieren, ansehen, lernen)

d) Zusatz Tools (s.u.)

e) reale Treffen an einem sogenannten Instameet

 

Instameet, wo sich Menschen RL treffen

 

Insta HerzInzwischen gibts immer mehr dieser Treffen von Instagramers auch in der Schweiz und werden von Tourismus-Kommunikationsprofis als Instrument genutzt. Man taucht, meist über eine gut vernetzte Person in die Community ein. Die Leute kennen sich übrigens oft nur von der Plattform und freuen sich, wenn sie sich (wieder) einmal an einem Wochenende treffen können. Es ist wie bei Bloggern, auch diese haben einen Job und sind nicht gerade montags um 10.00 frei.

Letztens war wieder so ein Intameet. Am wunderschönen Klöntalersee. #instameetklöntal. Als ich die Bilder sah, beschloss ich, euch unbedingt davon zu erzählen. Obwohl ich dummerweise die Tür zu spät gesehen hab (also erst durch die Bilder und nicht schon in der Verabredungsphase).

Und nun die Wahrheit. Es gibt noch nicht so viele Instameets in der Schweiz wie ich oben vorgegaugelt habe. Du hast also noch gute Chancen selbst eins zu organisieren. Viele Tipps findest du hier dazu.
Und hier noch ein schönes Beispiel, warum wir uns nicht zu sehr auf ein Format (hier Bild) festlegen sollten. Es geht wie immer darum, zu verbinden. Über Bilder oder Instameets kann man zum Beispiel auch mit Video erzählen, wie das SBB gemacht hat. Nachtrag: hab noch einen Blogpost mit Tipps zu Instameets von Boris entdeckt.

 

Nützliche Funktionalitäten
(nicht nur) für Instameets

 

1 Direktmessage

Seid vorsichtig, wenn ihr z.B. ein Bild teilt an mehrere Leute, entsteht eine Art Gruppen Thread. Dort kann übrigens jeder das „Gruppenthema“ ändern. Im Zeitalter von zu viel Spam wäre ich hier vorsichtig. Wenn du nur jemand einzeln anschreiben möchtest, kannst du das (wie von Instagram gewohnt) nur vom Handy aus.

2 repost

Nachdem ich ewig gewartet hab, bis das Feature auch in der Schweiz verfügbar ist…. (wie dumm) Wenn du ein Bild retweeten (pardon reposten) willst… nimm einfach die App dafür Repost for Instagram. Das sieht dann so aus.

3 User wieder finden

Wenn du professionell Instagram einsetzen willst, schau dir Websta.me an. Hier kannst du mehr im Browser arbeiten und zum Beispiel ein Board anlegen, um Leute wiederzufinden. Hier findest du auch Inspiration von anderen Instameets Nachtrag: Achso, wenn ihr mich finden wollt 😉

4 Bilder bündeln

Auch wenn das einzelne Hashtag nicht ausreicht, nicht vergessen einen auszugeben. Natürlich auch bestehende nutzen! Plattformübergreifend kannst du mit Tagboard danach suchen.

5 Geodaten

Geodaten (GPS) am Handy anschalten, wenn du Bilder hochlädst, die zu einer Region gehören. Dann werden diese unter instagram.com/explore/locations gebündelt.

 

Journalismus meets Instagram

Watson kennt (mal wieder) die Webmechanismen und öffnet solch eine Tür in die Instagram Welt. Philipp Meier stellt zum Beispiel Martina Bisaz vor. Und mit dem Hasthag #watson_gram bekommst du ein bisschen mehr Aufmerksamkeit für deine Bilder, wie Adrian Senn aka Saennebub letzte Woche.

Saennebub bei Watson

Saennebub bei Watson

Gedanke: und da gibt es noch so viele Unternehmen, die auf klassische PR setzen… Ich hatte zufällig vor einer Woche einen Shot vom Watson Account gemacht. Und sie haben in den paar Tagen 300 Abonnenten mehr. (heute 2825 mit nur 16 Bildern in dieser Zeit)

Instagram Account von Watson

Instagram Account von Watson

Lasst mehr Bilder sprechen

Instagram fasziniert mich nicht nur wegen seiner Bilder und Menschen, sondern auch der Vorurteile wegen. „Unsere Kunden sind nicht auf Instagram“ höre ich viel. Ok wenn du Essen auf Rädern für Senioren anbietest, mag das auf den ersten Blick stimmen. Auf den zweiten Blick haben auch Senioren Menschen in ihrem Umfeld mit Instagram oder Facebook Account. Lasst uns doch was Cleveres mit Wert entwickeln statt auf Wunder zu warten. Ich bin auch auf anderen Blödsinn gestossen, wie diese Tipps aus der Glamour. Hier scheint der Gedanke Job und Mensch immer noch einer getrennten Welt anzugehören.

instagram

Instagram im Job

Was wollte ich eigentlich erzählen? Achja, Instagram. Nicht nur eine Plattform, auch nicht nur Bilder mit schillernden Filtern. Sondern hier sind Menschen, normale, bunte und solche die die Sprache der Plattform besonders gut beherrschen. Das sind die mit den vielen Herzen und einer effizienten Handycam. Es lohnt sich, sie kennenzulernen und von ihnen zu lernen oder vielleicht gar mal einzuladen. Glaubt mir, es gehen neue Türen auf. Für diese Gedankensammlung, hab ich viel zu viele Links im Beitrag gemacht. Ich hoffe, ihr entdeckt die Tipps dazwischen und erzählt mir, wie es euch ergangen ist.

Nachtrag 27.1.15: Sylvia hat bei travel.lifestyle viele Tipps und Firmenbeispiele aus Branchen Tourismus, Consumer Electronic und Fashion geteilt. (mehr zur Nutzung der Plattform, weniger zu Instameets)

 

 

Storytelling in der Hotelerie oder ich werde die Berge sehen

Gerade bin ich an einem Symposium von Hotelgastrounion und Markus Maurer führt genau jetzt ins Thema Social Media ein. Hab eine Frage aufgeschnappt: „Warum kommen Sie nicht an die Rezeption zum Reklamieren?“ Antwort „Weil ich es auf Social Media machen kann“.

Ich werde die Berge sehen

Später darf ich hier auch noch etwas über Storytelling erzählen. Ich nehme gleich mal die Leute mit in meine Vergangenheit. Ich war etwa 10 als meine Grossmutter immer und immer wieder diesen sehnsuchtsvollen Blick hatte und mir vom Entlebuch erzählte. Die Gumme, das Haus ihrer Grossmutter roch nach Feuer und Milch. Erschöpft vom Heuen am steilen Hang standen sie am Fenster und suchten mit dem Fernglas nach den Gemsen an der Bleichle. Oder heisst es richtig die Bleichle? Jedenfalls die Berge waren bereits im Herbst weiss gezuckert und der Blick aus dem Fenster war wunderschön.
Immer wenn meine Oma das erzählte, beschloss ich, „ich werde die Berge sehen“. Die Sache hatte nur einen Haken, es war in der ehemaligen DDR und ich hatte kaum eine Chance in die Schweiz zu reisen, bevor ich pensioniert werde.

Was hat das mit meinem Vortrag zu tun, ausser dass es eine Geschichte ist?

Schauen wir die wichtigsten Bestandteile des Storytellings an. Ich habe diese wirklich massiv reduziert und konzentriere mich auf

  • die Protagonisten
  • den Spannungsbogen
  • die Moral (der Geschichte)

Ich versuche, diese Bestandteile konkret für Hotel Marketing zu übersetzen.

Protagonisten mit verschiedenen Ansichten

Die Protagonisten sind heute nicht nur Hauptdarsteller, die wir bestimmen, sondern viele Menschen in verschiedenen Rollen und Situationen. Lassen wir diese doch einfach zu Wort kommen, bieten wir denen, die sich äussern unseren Raum (unsere Plattformen, die ich gerne auch Bühne nenne). So bekommen wir in unserer eigenen Story verschiedene und glaubwürde Blickweisen, statt nur unserer eigenen. Übertragen auf ein Gespräch bedeutet das auch Sympathie. Niemand mag eine Person, die immer nur von sich ihre eigenen Geschichten erzählt.

Nicht nur eine Ansicht

Von/zu diesem Panorama gibt es nicht nur eine Ansicht

Der Spannungsbogen schafft Bezug

Was mir immer wieder auffällt, sind Inhalte, die mich nicht betreffen, weder ansprechen noch inhaltlich erreichen. Das Schlagwort dazu heisst Relevanz und ist nicht so einfach zu bedienen, wie man glaubt. Warum erzählen Hotels eigentlich nicht, dass sie zum Beispiel ein laktosefreies Frühstück haben, oder lassen es erzählen in einer Gruppe, die dieses Thema teilt? Das wäre relevant für genau diese Leute und besetzt ein Thema des Hotels im Web (auffindbar). In der Schweiz gibt es geschätzte 30 – 40% laktoseintolleranter Leute.
Markus sagte in seinem Vortrag übrigens „Nur bei Kritik kann man Punkte holen“. Wenn also jemand öffentlich kritisiert, ist das Teil einer Geschichte und vorallem Chance einen Bezug herzustellen. Der sogenannte Störer gehört zu jeder guten Geschichte, das kennen wir aus spannenden Geschichten.

Wichtig scheint mir dann aber, die vielen kleinen Teile der gesamten Story immer wieder anders zu erzählen. Ist doch schade, wenn wir Highlight Inhalte in einem Echtzeitmedium einmalig verschleudern.  Wiederhholen wir es doch genau dann, wenn es passt und Sinn macht. Erst dann schaffst du die Relevanz zwischen Menschen. Toll ist, wenn hier online und offline und wiederum online miteinander verbunden werden. Der Dialog lässt sich ganz oft viel länger führen, als gedacht.

Wiederhole deine Storyteile mit verschiedenen Formaten und zeitversetzt.

Hier sind nur paar Ideen für die gleichen Inhalte, die du in anderen Formaten aufbereiten kannst. So kann ein Zitat aus einem Blogpost ein einzelner Facebookpost werden, aus einem Video wird ein Textbeitrag mit den Hauptaussagen usw. Schön ist natürlich, wenn all diese kleinteiligen Inhalte (typisch heute) an einem Ort zusammen geführt werden können. Auf einer Website, Blog oder einem Hub. Das finde ich persönlich immer noch wichtig, auch wenn ich mir bewusst bin, dass die Story nunmal verteilt ist auf verschiedenen Plattformen.

Einzelne Story Teile in verschiedenen Formaten wiederholen

Einzelne Story Teile in verschiedenen Formaten wiederholen

Die Moral der Geschicht‘?

Ich versuche meine Inhalte immer etwas einzuteilen oder zu gewichten und stelle mir die Frage: Ist dieser Inhalt es wert, dass jemand

  • sich in meinen Newsletter einträgt
  • mir jemand einen Like schenkt
  • es teilt (weil er sich selbst damit profilieren kann)
  • gar etwas kauft
    Natürlich sollten wir nicht kommunizieren, um immer nur etwas zurück zu bekommen. Auch das funktioniert im Offline Leben nicht. Jemand der immer nur was von mir will, wird nicht erfolgreich sein.

Nachgefragt bei Karin Zubler

Nachgefragt bei Karin Zubler, Balance Hotels

Nachgefragt bei Karin Zubler, Balance Hotels

Ein paar Inspirationen in der Präsi

Und jetzt noch die Moral meiner ganzen Geschichte. Jetzt müsst ihr die Präsi nicht mehr lesen. Schade.

  • Lassen Sie verschiedene Protagonisten erzählen
  • Wiederholen Sie Aussagen mit anderen Formaten
  • Erzählen Sie zeitversetzt das Gleiche auf andere Weise
  • Verbinden Sie Online und Offline
  • Unterscheiden Sie Inhalte nach Ihrer gewünschten Interaktion
  • Erstellen Sie eine strategische Heimat (Website, Blog, Hub)
Übrigens, meine Grossmutter ist immer wieder glücklich, dass ich nun in der Schweiz leben kann und schwärmt selbstverständlich weiterhin von ihrer Gumme 😉

Linkedin, der Sales Helfer oder Monster

Wenn ich ehrlich sein soll. Ich weiss es noch nicht genau für welche Seite ich mich entscheiden soll. Seit einigen Wochen beschäftige ich mich intensiv mit Linkedin. 14% Wachstum im 2014 in der Schweiz und ein Kundenauftrag kamen mir gerade recht als Argumente. Nun benutze ich inzwischen den Sales Navigator von Linkedin und entdecke ständig neue Funktionen, die ich dann wieder vergesse und mühevoll suchen muss.

Ich fange mal bei den Basics an:

Linkedin ist wertvoll, das wissen wir alle, irgendwie hat jeder so einen gratis Account. Ständig gibt es neue Features, so wie wir das von Facebook auch kennen. Ein paar Zahlen, die uns recht geben, auf diese Plattform zu setzen. Aber, mir reichte das ehrlich gesagt nicht. Ich wollte wissen, was man noch damit tun kann. Fortgeschrittenes Netzwerken, Corporate Communications und Sales. Und das bringt mich auf die nächste Frage.

Was genau wollen wir dort eigentlich?

Ist es wirklich nur das geschäftliche Pendant zu Facebook. Dort findet doch längst auch Business statt und wir nutzen den Messenger täglich mit Kunden, innerhalb von Projekten usw. Drum hab ich hier ein paar meiner Learnings und Tipps für euch heraus gepickt. Für gezielte Sales Aktivitäten ist die Plattform bestens geeignet. Ja, ich wundere mich auch, dass ich hier nicht als erstes auf HR oder Kommunikation komme. Ich bin jetzt mal mutig und konzentriere mich also auf die Ziele der Kollegen im Sales.

Reine Anwesenheit reicht nicht mehr. Bild: flickr.com/photos/jstuker

Reine Anwesenheit reicht nicht mehr. Bild: flickr.com/photos/jstuker

Linkedin für Sales: Starter

„Reine Anwesenheit“ ist zwar normal, aber reicht längst nicht mehr aus. Deshalb hab ich mal ein paar Schritte zusammengestellt für eure Sales Kollegen. (Fortgeschrittene Nutzung folgt in Kürze)

  1. Account Branding (done)
  2. Strategie wählen: Themen, Gruppen, Sharing, paid (done)
  3. Potenzielle und bestehende Kunden finden
  4. Teilnehmen, unverbindlicher Kontakt
  5. Beziehung aufbauen
  6. Persönliche Kontaktaufnahme mit echtem Abschlusspotenzial

Ab den Schritten 3 – 5 wirds leider oft harzig, bzw. wird nur die reine Kontaktaufnahme (mit Leuten, die wir ohnehn schon kennen!) erledigt. Die Punkte gehen fliessend in einander über, drum hab ich hier keine Nummerierung mehr drin. Ich empfehle euren Sales Kollegen Folgendes, wenn sie sich dem Sales Monster (pardon) Linkedin nähern wollen:

  • Gleiche dein Adressbuch ab
  • Trete Gruppen bei, die deinen Themen entsprechen und sich aktiv beteiligen um sichtbar zu werden
  • Sieh dir die Zielfirma an, prüfe, wen kennst du ausserdem in dieser Firma
  • Folge den einzelnen Personen (Kontakte zu späteren Kunden herstellen)
  • Bereichere die Inhalte deiner Kontakte, dort wo es Sinn macht
  • Blogge mit Pulse
  • Suche übergreifend/fortgeschritten
  • Die Mobile App nutzen, sie hat viele überraschende Funktionen und du bist viel schneller

Gleiche dein Adressbuch ab

Achtung, das mag nicht jeder gern sehen. Aber vermutlich hat der Gigant eh schon alle verfügbaren E-Mail Adressen der Schweiz bekommen. Also können wir die Bedenken und Kontaktschutz wohl über Bord werfen. Ich habe wirklich lange durchgehalten und nun doch diesen Schritt gemacht. Dabei hab ich einige neue Kontakte erhalten, z.B. mein Schwiegervater (75) und einige verständnislose Mails „Wir sind doch schon vernetzt in Linkedin“. Das finde ich schon ein bisschen monströs (vor der Image-Wirkung hab ich einfach mal die Augen zugedrückt) Übrigens, ich höre oft das Argument „mit meinen eigenen Kollegen muss ich mich nicht in Linkedin vernetzen“. Glaub mir der Tag kommt, du wechselst die Firma oder bist happy, wenn ein Kollege dir eine Tür öffnet, weil bspw. seine Frau die verantwortliche Ansprechpartnerin bei deinem möglichen Kunde ist.

Trete Gruppen bei

Es gibt verschiedene Arten von Gruppen. Du findest diese und übrigens auch eigene gegründete Gruppen, in dem du neben dem Suchfeld das Navi-Menü aufklappst. Unglaublich, aber ich muss immer noch überlegen, wie ich gleich nochmal meine eigene Gruppe finde. Du musst genau wissen wie die Gruppe heisst, sonst findest du sie nicht. Ich hab vor ein paar Monaten eine Arbeitsgruppe gegründet. Social Media B2B Schweiz. Wenn du hier dabei sein möchtest und auch aktiv beitragen, bist du herzlich willkommen. Wir stecken noch in der Aufbauphase.

Die Gruppen, in denen du Mitglied bist, kannst du über eine umständliche Suche wiederfinden Eine Abo-Möglichkeit habe ich nicht gefunden, bitte verrate sie mir, falls du sie kennst. Aber über diesen Link https://linkedin.com/grp/ kommst du auch hin.

Mit Tags kannst du auch eine Art kurzfristige Gruppe (via Suche) bündeln. Als Beispiel ‚Linkedin Training“ so kannst du sehen, wer diese Begriffe im Profil hat, dann weitere Eingrenzungen mit der fortgeschrittenen Suche (1. Grad Kontakt, 2. Grad etc.) So langsam merkt ihr glaub ich, warum ich das Wort Monster benutze. (es gibt ja auch gute..) das geht so (hier ist der Suchbegriff „Linkedin Training“)

mit Suche bündeln und einkreisen

mit Suche bündeln und einkreisen

Die Beitragsvarianten sind hier unterteilt in

Sieh dir deine Zielfirma an

Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Normale Recherche Arbeit. Besser kannst du die Aktivitäten der Firma und der einzelnen Personen übrigens überwachen, wenn du einen Sales Navigator Account löst (800 CHF im Jahr) Ich schreibe demnächst noch meine ausführlichen Erfahrungen damit.

Folge einzelnen Personen

Personen folgen und ihre Inhalte teilen geht übrigens nur, wenn sie auch Pulse nutzen (also die interne Blogging Plattform) Alle anderen Inhalte siehst du nur in deinem News Stream (oder mit dem Sales Navigator, später dazu mehr) Linkedin unterscheidet hier zwischen Update, das ist der kleine Beitrag wie ein Tweet bspw. und Post bzw. auf deutsch Beitrag, damit sind die Pulse Blogbeiträge gemeint.

Autoren folgen in Linkedin

Autoren folgen in Linkedin

Bereichere dein Netzwerk

Durch deine Kommentare oder Sharings bereicherst du dein Netzwerk. Interessant hier, kommentierte und geteilte Inhalte (von dir kuratiert) werden mit dir als Absender prominent angezeigt. Du wirst im News Stream sichtbar. Achtung auch hier werden Inhalte inzwischen gewichtet und sind nicht mehr nur zeitlich sortiert (aktuellstes ganz oben) Sobald ein Beitrag mehrere Interaktionen bekommt, wird er wieder nach oben in den Stream gespielt, auch wenn er schon einen Tag alt ist. Wenn du inhaltlich präsent wirst oder gar dich austauschst, entstehen tiefere Kontakte, bzw. sie werden gepflegt, wie es anders kaum möglich ist. Du wirst sichtbar/er. Na ihr kennt das. Nachtrag: Updates lassen sich nachträglich nicht mehr bearbeiten, wie wir das bspw. aus FB kennen.

kuratierte Inhalte mit dir

kuratierte Inhalte mit dir

gratulieren als Kontaktpflege

gratulieren als Kontaktpflege

Es gibt noch ein paar nette Möglichkeiten, den Leuten zu gratulieren oder zu liken. Linkedin schlägt an verschiedenen Stellen auf der Plattform einzelne solcher Aktionen vor. Das können wir mal unter höflicher Kontaktaufnahme verbuchen.

Blogging mit Pulse

Selbstverständlich bereicherst du dein Netzwerk auch durch eigene Blogposts in Pulse. Damit es dir nicht geht wie mir (ich habe etwa 6 Monate gewartet, bis mir die vermeintliche Funktion freigeschaltet würde) Einfach auf englisch umschalten. Dieser gute alte Trick aus „alten Facebookzeiten“ zieht auch hier und schon kannst du loslegen. Beim Blogging innerhalb von Linkedin kristallisiert sich leider zur Zeit eine (wie ich finde) Unart heraus. Die Leute publizieren einen Beitrag, bzw. teasern einen an, der dann ausserhalb der Plattform erscheint. Also auf dem eigenen Blog. Was ich natürlich verstehen kann. Warum überhaupt hier bloggen?

Tweet mit Pulse Post

Tweet mit Pulse Post

Ich denke, der Trend ist klar. Beim Blogging innerhalb von riesigen Netzwerken wie medium.com und Pulse sind die Leser quasi schon da. Hübsch ist hier auch, dass ein Tweet mit einem Pulse Beitrag sehr prominent dargestellt wird. Kuck.

Jedenfalls erhältst du nach dem Publizieren spannende Insides, ein paar Zahlen über deine Leser. Das hilft dir zum Beispiel, deine Themen gezielt auszurichten und immer besser zu werden im Content Marketing (uuh ich hab das Buzzword gesagt). Schön finde ich, zu sehen,  wer deinen Beitrag mag und du kannst dort direkt auch Kontakt aufnehmen.

 

Daten deiner Pulse Leser

Daten deiner Pulse Leser

Easy Kontakt aufnehmen mit deinen Lesern

Easy Kontakt aufnehmen mit deinen Lesern

Suche fortgeschritten nutzen

Die fortgeschrittene Suche steht auch gratis Accounts zur Verfügung und sieht so aus

Advanced Suche

Advanced Suche

Allerdings ist bei der Suche mit dem Sales Navigator der Besuch auf dem Profil nicht sichtbar. (Wie gesagt, dazu mehr beim nächsten Beitrag.) Und dann wär da noch die mobile App, sie ist schnell und hat ein paar Funktionen, die ich am Desktop immer suchen muss. Ich mag sie, weil sie mir durch Notifications quasi den Zugang zur Plattform erleichtert. Ich hab als nächste Beiträge noch ein Interview mit einer Vielnutzerin des Sales Navigator und einen Beitrag zum Navigator in der Pipeline. Bitte erzählt mir unbedingt, wenn ihr tolle Erfahrungen gemacht habt oder Tipps habt.

Nachtrag: 05.10. Denise hat eine wunderbare Zusammenstellung gemacht, was ihr alles im Profil anpassen/einstellen könnt. (Ab Slide 13)

Das ist der Start einer kleinen Blog Serie: ‚Linkedin für Sales – Teil 2: Content‘ ist hier

 

Unsichtbare Zeitstempel in Blogs nerven, auch im Corporate Blog

Jetzt ist es mir wieder passiert. Via Niu.ws kam ein Beitrag „bei mir vorbei“, den ich mir für späteres Lesen oder Gebrauch bookmarken wollte. Ich merke, „Huch, den hab ich schon gebookmarked, gar nicht mehr gewusst“. Es ging um Redaktionspläne, das nur am Rande. Also geh ich rüber in mein antiquiertes Bookmarkingsystem (ja es gibt noch Diigo Nutzer, ich kenn sogar Delicious Nutzer 😉 und seh.

Der Beitrag ist vom 5.8.2013. Heute ist der 3.8.2015. Inzwischen gibt es WordPress Plugins für Redaktionsplanung, die selbstverständlich in dem Artikel keine Erwähnung finden. Er ist schlicht zu alt.
Nachtrag 03.10.2018: Heute ist Refind die beste Wahl in meinen Augen.

Alter Bookmark (Lesezeichen) mit Diigo

Alter Bookmark (Lesezeichen) mit Diigo

Aber ich sehe das Datum nicht in dem Beitrag, weil die/der Corporate Blog Verantwortliche Super-Marketer einfach das Datum nicht anzeigt.

Nennt mich altmodisch, aber für mich ist der Zeitstempel eine wichtige Information. Ich werde mal versuchen, ein paar Argumente zu finden und zu erklären, warum mich dieses fehlende Detail nervt. Bei einer (im Zug) rumliegenden Zeitung oder einem Link, entscheide ich erst, ob ich den Inhalt lese, wenn ich das Datum geprüft habe. Allerdings hängt das beim einzelnen Beitrag schon auch vom Thema ab. Ein Reisebericht über Neuseeland ist länger aktuell als eine Beschreibung zu einem Software Update. Fehlt die Datumsangabe, kann ich es nicht so schnell einschätzen.

Wie komme ich als Leser zu einem Beitrag?

Lasst mich noch kurz einen Gedanken notieren. Der Zugang zu einem Blogpost hat sich stark verändert. Ich lese die Blogs, die ich abonniert habe, nur noch sporadisch und klicke vielmehr auf Links, die mir von anderen empfohlen oder kuratiert werden. Auch Plattformen Algorithmen bestimmen mit, was ich sehe und lese. Natürlich ist das nicht gerade förderlich, aus der Bubble auszubrechen und bei gezielter Recherche schöpfe auch ich alle Häkchen der Google Suche aus. Aber so ist wohl das Online Leben. Oder geht es euch anders? Es geht um Links, überall. Links die geteilt werden oder extra produziert, Links die aufgefunden werden durch die Suche, jedes kleine Sonnenuntergangsbild in Facebook bekommt seinen eigenen Link…

Die Zeit auf einem Tisch

Die Zeit auf einem Tisch

Un-bewusste Information im Zeitstempel

Als Leser gibt mir die Datumsangabe verschiedene bewusste und unbewusste Informationen. Ich lese darin:

  • Ist der Artikel aktuell (und entsprechend relevant)?
  • Wann hat der Autor geschrieben (sonntags, nachts, Montag Morgen)?
  • Hat der Autor sich unmittelbar beim Ereignis (offline) Zeit genommen, oder erst zu Bürozeiten?
  • Hat der Autor noch aktualisiert (spätere Änderungen, die aus der Diskussion entstanden sind)
  • Wie alt sind die Kommentare (wird das Thema immer noch diskutiert)?
  • Wie ist der zeitliche Zusammenhang zum beschriebenen Thema (Rückschau, Vorausschau etc.)?
    Nachtrag:
  • Ist der vermeintliche Blog evtl. ein Suchmaschinen Köder?
    Zu dem Punkt (und Archiv-Gedanke) hat mich Jürg inpiriert. Danke.

Der Wert der Vergangenheit

Letztens fiel mir ein Video auf von Gregor Gysi, der bereits vor 17 (!) Jahren auf Probleme beim Euro hinwies, die heute eingetroffen sind. Das Datum der Rede war hier entscheidend für den Wert, denn heute wissen viele Fachleute, wo es hapert. Auch bei Fotos scheint mir die Datumsangabe erst mit der Zeit wertvoller zu werden. (was schon so lange her..) Nachtrag: Das Datum hilft beim Archiv und gibt so dem Leser Struktur. (by Jürg)

Der Wert der Echtzeit

Das Jetzt ist nicht nur in indischen Philosophien ein wichtiger Wert. Auch unser Alltagsjetzt wurde durch Social Media verändert. Nahezu kein „Jetzt“ bleibt unkommentiert. Keine Postkarten, die 2 Wochen später ankommen, sondern das Selfie vor dem Eifelturm genau jetzt. In den Bergen mit sich und dem jetzt vereint, heisst nicht mehr unbedingt „allein“ dort zu sein, sondern es wird in Echtzeit geteilt. Selbst Verabredungen werden nahezu in Echtzeit organisiert (nicht der Zeitpunkt, aber das was).

Nur in Corporate Blogs findet sich dieses Jetzt eher selten. Ein Vortrag von gestern, Hintergründe zu einer Medienmitteilung erst am Tag danach. Es wär doch schön, den Vortrag schon gestern zu publizieren oder eben genau jetzt während der Referent spricht. Das ist doch der Moment, wo Leute aus dem Publikum Zeit haben, am Smartphone zu googlen (lautlos, versteht sich). Also könnte man hier noch schneller sein als das Jetzt sozusagen. [Tweet „Zeigen, wie aktuell man ist. Das ist mein erstes Argument für einen sichtbaren Zeitstempel in Blogs. „]

Wenn Inhalt wertvoller wird als Aktualität

Der Wert vom Inhalt siegt erst über die Aktualität, wenn der Beitrag genügend Interaktion erhält, geteilt, kommentiert, gelesen, geöffnet etc. wurde. Twitter ist noch die einzige viel und öffentlich genutzte Plattform, (korrigiert mich bitte) die die chronologische Auflistung (zumindest weitestgehend) beibehalten hat und somit keine Bewertung vorgibt. (ausser bei bezahlten Inhalten natürlich).

Nun zeigen aber auch häufiger Blogs das Datum nicht mehr an. Ein Grund könnte sein, dass die Blogger gerne langzeitrelevante Inhalte publizieren möchten. Aber da ist die Zeitangabe doch um so wertvoller. Wenn ich vor Jahren etwas geschrieben habe und sich eine These bewahrheitet hat, ist das doch cool. Zudem kann man mit der Zeitangabe sehen, wer etwas zuerst publziert hat. Das ist ein zweites Argument für die sichtbare Zeitangabe.

Wenn der Inhalt veraltet ist

Stell dir vor, jemand liest etwas Altes in deinem Blog und denkt. „Na, er oder sie ist ja auch nicht mehr ganz auf der Höhe des Wissenstandes“. Was vor 2 Jahren stimmte, muss heut nicht mehr richtig sein. Wieder ein Argument für die sichtbare Zeitangabe.

Der Zeitstempel in Social Media

In fast allen Plattformen ist der Zeitstempel übrigens immer der Wegweiser zum einzelnen Beitrag. Viele Leute sehen ja nur das ganze Konstrukt. Also den News stream, eine Sammlung von vielen (meist) kleinteiligen Beiträgen. Diese haben nur genau jetzt einen Wert, weil ich sie in dieser Auflistung so später nicht mehr sehe. Also hab ich oft mal das Bedürfnis, etwas für „später“ aufzuheben. Ein Like oder ein Fav ist für mich keine sichere Aktion mehr, damit ich den Inhalt später noch lese. Ausserdem hab ich keine Lust, etwas zu liken, was ich erst noch lesen will. Also versuche ich den Link zum einzelnen Beitrag rauszufischen (anders kann man es leider nicht nennen). Facebook und Linkedin verhindern das inzwischen „prima“, indem die Links mobile nur noch innerhalb der Plattform geöffnet werden. Ich muss ein weiteres mal klicken, um den Link „verarbeiten“ zu können, also für bookmark, später lesen oder gar per Mail senden (was ich mit den wichtigen Sachen tatsächlich wieder so mache).

Linkedin und XING bieten die Möglichkeit (Klick zum einzelnen Beitragslink) über den Zeitstempel nicht (mehr?) an. Dort kann ich nur auf den geteilten Link klicken oder auf ein Bild (was in Linkedin eh kaum jemand mehr teilt ohne Link). Den Kommentar (den eigentlichen Linkedin Post) kann ich jedoch nicht „aufheben“ ausser mit einem Screenshot. Der Inhalt soll einfach „in der Plattform bleiben“.

Den einzelnen Beitragslink in allen anderen öffentlichen Plattformen (lustig, dass hier Facebook so tickt, obwohl viele FB noch immer als privat empfinden) erhalte ich, wenn ich auf das Datum bzw. auf die Uhrzeit klicke. Verzeiht mir, dass ich das hier erwähne. Ich sehe oft in Workshops, dass es Nutzern nicht klar ist, dass der Link hinter der Zeitangabe steckt.

Zeitstempel in g+ Beitrag erscheint via Mouseover

Zeitstempel in g+ Beitrag erscheint via Mouseover

Zeitstempel im Corporate Blog für die Auffindbarkeit

Ich bin ja nun kein SEO Spezl. Drum hab Yves gefragt. Er sagt „Ob das Datum publizert ist, spielt für das Ranking keine direkte Rolle. Google weiss immer, wann der Artikel das erste Mal im Index auftaucht und kennt somit das Erscheinungsdatum. Wie aktuell der Beitrag ist, kann ein wichtiges Kriterium für das Ranking sein, muss aber nicht. Wenn ein älterer Artikel relevanter zum Thema und Suchenden ist, kann der ältere Artikel besser gerankt werden, als ein neuerer. Es spielt auch eine Rolle, wie wichtig die Aktualität gegenüber dem Inhalt ist. Aus SEO Sicht ist also eine Publikation des Datums nicht nötig. Aber: Werden Besucher des Beitrages „enttäuscht“ weil sie merken, dass der Inhalt veraltet ist, verlassen sie die Seite schnell und kehren zu den Suchtreffern zurück, klicken auf den nächsten und verweilen länger auf diesem Beitrag. Google registriert das. Der erste Artikel erhält eine höhere Ausstiegsrate und eine kurze Aufenthaltsdauer. Der nächste Artikel bekommt längere Aufenthaltsdauer etc.. Der erste Artikel kann dann im Ranking runtergestuft werden, zu Gunsten des zweiten Artikels.

So kann also das sichtbare Datum beim Artikel doch noch das Ranking beeinflussen.“ Also empfiehlt auch der SEO Kollege nebenan, die Zeitinformation anzuzeigen. Das dürfte ein viertes Argument für die Datumsangabe sein.

Was sagen andere

Nachtrag: 02.07.2016, ich hab doch tatsächlich versehentlich das Storify gelöscht mit den vielen Meinungen via Tweets. Wie blöd. Sorry. Einige Meinungen konnte ich noch recherchieren, andere leider nicht. Aber ich ergänze hier noch den Post von Sven Lennarz (einer meiner absoluten Lieblingsblogger)

Jetzt wo ich mal laut drüber nach gedacht habe. Ein Blog ist für mich wertvoller mit sichtbaren Zeitinformationen. Die Uhrzeit ist ein nettes Detail, das Datum für mich wichtig. Auch für mein Vertrauen in den gesamten Blog.

Mehr über das Thema Corporate Blog

Stämpfli Konferenz: 3 x 3 Tipps für den Corporate Blog

Keine Ahnung was ich mir bei dem 3 x 3 überlegt hab. Es war ganz schön schwer, die richtigen 3 Tipps für Corporate Blog, Dialog und Content abzugeben. Hab ich die besten erwischt? Wenn du mir bitte ! bis morgen früh noch deinen gibst, kann ichs noch optimieren.

Nachtrag 28.06.15:
Blogpost zur Konferenz von Livia

Fotos von der Konferenz

alle Präsentationen Stämpfli Konferenz (Empfehlung, die Präsi von Nils Hafner)

 

Stämpfli Konferenz

Peter Stämpfli

Peter Stämpfli

Seit Jahren schon bin ich begeistert von der Kultur der Stämpfli AG. Peter Stämpfli „kenne“ ich aus Twitter und lese immer mal wieder etwas über oder von ihn (sein Blog). Auf der Startseite steht „Kommunikation von Mensch zu Mensch“ und genauso nehme ich fast jeden Tweet von ihm wahr. Sein erstes Wort in der Bio ist „Unternehmensethik“. Ganz klar, dass ich bei einer Einladung zur Stämpfli Konferenz, zusage. Also ich meine, dass ich mich sehr geehrte fühle. Dankeschön. Die Firma ist übrigens längst nicht nur Verlag, sondern Kommunikationsagentur mit 350 Leuten. Auch Thomas Elmiger ist für mich ein „bekannter“ und sympathischer Kopf der Firma. Soll nochjemand sagen, Twitter sei unpersönlich. #staempfliK15

Corporate Blogging – Wie der Online Dialog gelingt

Also: Den Titel hab ich (mal wieder) kurzfristig geändert. Das Thema bleibt gleich: Corporate Blogging, die Rolle der Menschen (Mitarbeiter, Kunden, Community). Anfangs schauen wir an, wie Menschen kommunizieren. Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass dies heute recht zerstreut und kleinteilig und oft im „eigenen Kuchen“ stattfindet.  Und ich kenne kaum jemanden, der seine Webinhalte strukturiert und für sich selbst auffindbar macht (bookmarking).

Obwohl das sogenannte Fachpublikum sehr wohl recherchiert (also googled) und sich natürlich auch längst in Fachgruppen austauscht. In Linkedin, Facebook und XING meistens. Also wär es doch toll, wenn Firmen viel mehr hier als Informationsdienstleister auftreten könnten. Sie sind doch diejenigen, die die Branche, die Trends kennt. Statt dessen werden weiterhin Marketing Beiträge publiziert und schön gefärbte Blogbeiträge, selbstverständlich in fancy designten Blogs.

Leider kommentiert und teilt das niemand und dann mag das auch google nicht.

Tolle Beispiele gibt es natürlich auch, wie der KPMG und Hirslanden Blog, wo die Leute schreiben, die auch was zu erzählen haben und schön hier auch die persönlichen Botschafter Marcel Härtlein und Stefan Lienhard.

Blog statt Native Advertising

Ich kann auch die aktuelle Studie (zur News-Nutzung) Reuters Digital News Report einbringen. Dort hat sich überdeutlich gezeigt, dass Native Advertising und sponsored Content nicht so beliebt sind auf der Nutzerseite, wie das mancheiner gerne hätte. Danke. Machen wir uns nix vor, nicht nur die Ad-Blocker lernen dazu.

Das eigentliche Potenzial für die Online Kommunikation liegt dahinter. Das wisst ihr natürlich. Aber hey, wenn ich schon vor vielen sogenannten Entscheidern sprechen darf, dann nutz ich das, sie zu mehr Mut und Persönlichkeit in der Kommunikation zu motivieren. In meinem Alltag merke ich immer wieder, dass viele Schranken von Blog-Autoren selbst auferlegt sind, bspw. „aber ich muss doch firmenkonform schreiben“.

„Nein, bitte schreib persönlich, deine Ansichten und zeige, mit wem du worüber redest.“

Was der Blog eigentlich kann hab ich auch noch kurz zusammen gestellt.

  • Dynamische teilbare Inhalte
  • Relevante Themen online besetzen
  • Dauerhafte Auffindbarkeit über Themen
  • Kompetenz / Wissen / Wahrheit beweisen
  • Gesicht/er zeigen für Glaubwürdigkeit und Beziehung
  • Inhalte bündeln an einem Ort (owned)
  • Inbound Marketing

Der Yves nennt das, „der Blog ist eine Art persönlicher und sympathischer ! Vor-der-Tür-Steher, wie auf den Kanaren vorm Restaurant – er animiert die Leute zum reinkommen.“ 😉

Bitte schaut euch mal die tollen Fotos an, die ich wieder bei boris-baldinger.com klauen durfte.

So und dann schauen wir uns natürlich noch den Dialog an. Dieser findet ja nicht wirklich in den Corporate Blogs statt. Schade, wenn weiterhin Anzahl Kommentare als Erfolgsfaktor zählen. Vielmehr findet der Dialog, wenn denn die Themen der Firma dialogenswert sind, oft ausserhalb der eignene vier Wände statt. Und auch nicht vor der Tür, mag die Person noch so nett sein. Und hier können wir immer noch viel mehr tun. Endlich die Definition der eigenen Community über Bord werfen und uns raus auf die Strassen begeben. Oft wissen Verantwortliche noch nicht mal, dass Mitarbeiter Firmeninhalte in ihren Netzwerken teilen.

Hier sind meine 3 x 3 Tipps

3 Tipps für den Corporate Blog

1.Den Blog als Drehscheibe, Einlader verstehen,
aber ausserhalb vernetzt agieren

2.Entwickeln Sie eine Content Strategie, die Inhalts- und Such-Bedürfnisse der Zielgruppe bedient

3.Unterschätzen Sie Transparenz + Authentizität = Persönlichkeit nicht

4. Lesen Sie andere Blogs

3 Tipps für den Dialog

1.Netzwerke von Mitarbeitern/Autoren fördern
(Teilen in LinkedIn, XING, Facebook)

2.Regen Sie den Dialog durch echte Meinungen an

3.Interne und externe Dialoge erkennen und extern nutzen

 

3 Tipps für den Content

1.Verschiedene Meinungen, Charaktere bereichern die Stories (erwähnen Sie Menschen)

2.Dienen Sie dem Publikum mit Inhalten, die es nutzen und teilen kann

3.Helfen Sie Ihrer Zielgruppe beim Strukturieren und Auffinden, Bündeln von wertvollen Inhalten

Weg von Eigenwerbung hin zum Dialog

Weg von Eigenwerbung hin zum Dialog

So, und jetzt schau ich noch, was ich morgen aus den anderen Vorträgen lernen und verbloggen kann.
Hier ist noch eine Seite mit verschiedenen Beiträgen zu Corporate Blogs.

Twitter am Offline Event SEF 2015

Letzte Woche war zum 17. mal das legendäre SEF in Interlaken. Ich bin immer noch völlig begeistert von den zwei Tagen. Sie waren vorbei wie nix. Persönlichkeiten wie

  • BR Sommeruga
  • Sergio P. Ermotti
  • Überraschungsgast Chordokowski (durfte nicht aufgezeichnet werden)
  • Severin Schwan und
  • sogenannte Querdenker, die teils schlichte Lebensweisheiten verkündeten in einer gut gemachten Unterhaltung. Pofalla (Deutsche Bahn) war übrigens nicht da (natürlich wurde darüber gewitzelt, wegen der aktuellen Strikes)

Aber die Leute, die mich mit Ihrer Präsenz und Worten wirklich berührt haben, waren
Roy Bunker „Live simply, so others can simply live.“ mit Meagan Fallone, beide Barefoot College, und  Ratan Naval Tata | Chairman Tata Group. Meine Liebe zur indischen Kultur und Philosophie lässt sich nicht verleugnen. Was diese Menschen mit Bescheidenheit und Herzensbildung geschafft haben, ist einfach un-glaub-lich.

Hier noch der Link zum Interview mit Ratan Tata, der zur Krönung von Alt-BR Adolf Ogi den Live Time Award bekam. Ich verstehe nun, warum er in der Schweiz so verehrt wird btw.Hatte Gänsehaut und teils auch Tränchen (die ich natürlich souverän weggedrückt hab). Was mir aber echt aufgefallen ist. Nahezu in jedem Vortrag (auch dort wo nicht so erwartet) fielen die Worte:

  • Herz
  • Menschen
  • Vertrauen
  • Zusammenarbeit
  • Flexibilität

Dabei ging es eigentlich um Simplification. Diese angestrebte Vereinfachung einer Komplexität hab ich nicht direkt mitnehmen können. Aber vielleicht hab ich das ja schon durch meinen privaten Umzug vor ein paar Tagen geschafft. Weniger Dinge zu besitzen, fühlt sich sehr friedlich und einfach an.

Vielleicht sind es ja tatsächlich die menschlichen Werte,
die der Wirtschaft ebenso gut tun? frag ich mich…

In offizieller Twitter Mission

Na jedenfalls, war ich Dank Kusito im Einsatz für den offiziellen Twitter Account des SEF. Wir haben vor Ort Zitate geschnappt und live getwittert. Fragen entgegen genommen, die eigentlich hätten in die Moderation einfliessen sollen. Das lief noch nicht 100%ig. Aber insgesamt wars einfach eine Wahnsinnserfahrung, einmal in einem weniger online affinen Umfeld (so heissts) etwas zu tun, was für uns selbstverständlich ist. Neben mir sass ein Teilnehmer CEO (natürlich), der mich fragte „Jetzt hab ich extra für eure Inhalte einen Twitter Account eröffnet, sehe aber nur die Inhalte von den Leuten denen ich folge“. Für mich ein gutes Learning.

Gib statt dem Hashtag einfach den Hashtag Link raus.

Das sieht dann zum Beispiel so aus. https://twitter.com/hashtag/SEF2015. Dann können die Leute einfach mit dem Browser kucken. Weitere Learnings kommen noch, wenn wir alles verarbeitet haben.

Tweet-up am SEF

Suzy LeVine, US Botschafterin mit Twitteraccount

Suzy LeVine, US Botschafterin mit Twitteraccount

Es gab natürlich noch mehr coole Leute, die sich einfach nur beim Apéro (oder Tweet-up) getroffen haben. Die US Botschafterin Suzy LeVine, der Vorzeige Gründer Christian Hirsig, die Nominierten der SEF Awards, wie Michael Schranz von Appswith love (sein Blogpost zum SEF) .

Rahel mit Obertwitterer Kusito

Rahel mit Obertwitterer Kusito

Die SRF sympathischen Journalisten Rahel und Moritz waren auch da und haben Kusito gleichmal den Übername Obertwitterer verpasst. Ihre Radio-Berichte über das SEF und das Tweet-up könnt ihr nachhören. Ja wir können offline noch mit einander reden. Lustig, dass gerne die Anzahl Twitterer erwähnt werden (also wenig) die aber für Websitebesuche, Erwähnungen der Referenten, Veranstalter und zwei Tage lang für Trending Topic #sef2015 gesorgt haben. Und hey, Rahel. Ein Geek ist ein Mensch, der ein Vorreiter in Online Fragen ist, das Web vernünftig (also zumindest ausgeschöpft) nutzt und kein Streber. So.

Alle Sessions vom SEF 2015 zum Nachkucken

Nachträglich kann man auf der Website vom SEF alle Sessions nachsehen und -hören, das ist ein echter Geheimtipp. Schaut mal rein.

Zusammenfassung Vortrag S. Schwan

Zusammenfassung Vortrag S. Schwan

Und ein frecher zeichnender Zusammenfasser hatte auch seine Show, brachte so manches (alles?) treffsicher auf den Punkt.

PS: Die Frage nach der Relevanz von Twitter wurde mir oft gestellt. Ich mag darüber eigentlich nicht mehr debattieren. Twittere oder lass es bleiben.

PPS: Dankeschön an das SEF Team für die inspirierenden Vorträge und eine herausragende Organisation. Bis zum Koffer-Transfer fürs Team war an jedes Detail gedacht. Alle Achtung. Und natürlich Kusito, dass ich überhaupt dabei sein durfte.

 

Liste Corporate Blogs in der Schweiz

Update 01.02.2018: ich aktualisiere die Liste mit den Schweizer Corporate Blogs fortlaufend, aber nicht aktiv, aber wenn mir jemand den Hinweis gibt. Seit also bitte nicht schüchtern, meldet mir eure Blogs oder welche, die ihr kennt, via Mail, Chat oder als Kommentar. Ich ergänze sie gerne.

Update 21.07.15: Angefangen hab ich diese Liste mit etwa 60 Blogs. Immer wieder kommen Einträge von euch dazu. Dankeschön dafür. Ihr seid Schätze. Ich hoffe, die Liste hilft Verantwortlichen beim Starten oder auch nur zur Inspiration.

Schon seit längerem sammle ich für Workshops Beispiele von Schweizer Corporate Blogs. Da ist inzwischen ein kleiner Schatz – na ok, sagen wir Schätzchen – zusammen gekommen. Es hat sich einiges getan in der Schweiz in Sachen Blogs. Es gibt viele tolle Beispiele. Ich dachte, ich teil mal mit euch die Liste, vielleicht könnt ihr sie auch gebrauchen und selbst ergänzen (inzwischen geschlossen, weil ich zu viel hinterher räumen musste.)



Link zum google Spreadsheet:
Die Liste ist aktuell alphabetisch geordnet, die Sortierung mach ich regelmässig neu, wenn neue Einträge dazu kommen. Du kannst einfach Editierrecht anfragen. Ich musste dieses für alle irgendwann leider zurück nehmen.

Habt ihr noch weitere Blogs aus der Schweiz,
die auf der Liste fehlen?

Dann ergänze sie bitte direkt im google spreadsheet, oder kommentiere den Link, dann mach ich das für dich. So entsteht eine Liste, die ständig wachsen kann und wo sich besonders Firmen, die neu mit einem Blog starten, inspirieren lassen können. Kopieren der Liste ist nicht nötig, da sie öffentlich publiziert ist.

Dankeschön an Justina Grund, die einige Blogs aus der Sammlung von xeit aus 2013 eingetragen hat.
Nachtrag 01.03.18: Corporate Blogs aus Deutschland im Ranking bei t3n

Mehr zum Thema Corporate Blogging gibt es hier immer wieder. In der Praxis fokussiere ich mich aber kaum noch losgelöst auf Blogs sondern auf gesamte Online Kommunikationskonzepte.