Re:publica 13 – Gunter Duecks Aufruf zum metakulturellen Diskurs

Über die re:publica noch viel Worte verlieren bringt wohl nichts mehr. Nachdem ich letztes Jahr das erste Mal dabei war, hat es mich dieses Jahr wieder nach Berlin gezogen. Nicht zuletzt, weil Gunter Dueck dieses Jahr wieder eine Rede hält. Ihn vorzustellen würde wohl noch viel überflüssiger.

Erst einmal möchte ich Su Franke danken, dass sie mir hier in ihrem Blog Platz für einen Gastartikel lässt. Es ist mir wirklich eine Ehre, da ich Su und ihren Blog sehr schätze.

Am ersten re:publica Tag gleich zwei Schwergewichte der deutschsprachigen Netzkultur. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Den Gedankengängen von Gunter Dueck zu folgen macht wirklich Spass. In seiner launigen freundlichen Art rief er dazu auf, den metakulturellen Dialog zu suchen. Dies hat nichts mit Ausländerpolitik zu tun sondern, sondern er meint damit, man solle doch das eigene Denkumfeld auch mal verlassen und sich in den Dialogpartner, erst recht wenn es ein Gegner ist, einfühlen und den Konsens suchen.

Viel zu viel wird auf dieser Welt einfach nur diskutiert und nach 2 Stunden läuft jeder aus der Sitzung raus und denkt: „So, dem habe ich es jetzt aber schön gegeben.“
Aber eben, da draussen hat sich nichts verändert, ausser dass sich die Welt im gleichen Stil weiter dreht. Das ganze spielt sich überall ab, sei dies in Partnerschaften, Politik oder Talk Sendungen am Fernsehen, überall das gleiche. Ich weiss schon, wieso ich mir seit Jahren keine Politsendungen mehr am TV anschaue.

Aber ich denke ich lass hier am besten Gunter Dueck selber sprechen.

Den Abschluss des ersten Tages re:publica bestritt dann noch Sascha Lobo. Interessant war, das Sascha Lobo, obwohl er in Aussehen und Auftritt wohl nicht gegensätzlicher als Gunter Dueck sein könnte, doch die gleiche Stossrichtung einschlug. Raus aus der Blase, sich mit dem Gegner auseinandersetzen und auch wieder hier, unbedingt den Konsens suchen.

Tja, das waren die Höhepunkte des ersten Tages re:publica. Ich hoffe einfach, dass diese beiden Reden eine gewisse Nachhaltigkeit bei den Menschen erzeugt. Das ist nicht einfach und zu gross ist die Gefahr, wieder in alte Fahrwasser zu kommen. Ich kenne es von mir selber.