Blogger Liste Schweiz

Liebe Blogger

Wie das mit Social Media so ist, man (also ich) hat/hab nach 1 Woche Offline das Gefühl, es hat sich so viel geändert. Mit google+ entdecke ich fast täglich einen neuen Kniff. So bin ich über die Listenmöglichkeit gestolpert und als echter Twitterfan, fand ich das spannend, denn im Gegensatz zu den Circles ist diese Sichtbar, und jeder kann, wenn der Listen-Eigner es zulässt, sich eintragen.

Also hab ich gestern in meine Versuchsliste eingeladen: Schweizer Blogger. (ich hab noch keine Idee, was wir damit mal tun, das kommt sicher noch)

Die Leute werden gleich anhand der Circle Anzahl gerankt. Das ist mir noch schleiherhaft, denn ich verstehe, dass ich im google+ selbst entscheiden kann, wen ich erreichen möchte/kann. Deshalb ist in meinen Augen die Anzahl derjenigen, die mich in Circles aufnehmen, nicht so bedeutend wie vergleichsweise in Twitter die Follower. Eher andersrum, wieviele Leute habe ich in Circles. Bitte korrigiert mich, wenn ich auf dem Holzweg bin.

Zurück zur Liste. Jeder kann sich selbst eintragen. Das scheint auf den ersten Blick aber nicht so einfach, wie mir die vielen Tweets und Kommentare zeigen. Drum hier kurz eine Beschreibung. Wer also auf die Blogger Liste möchte, weil du dich oder andere dich als Blogger bezeichnen/st, so gehts.

Liste klicken
klicken, runter scrollen

 

 

hier deine google+ URL eintragen. Die sieht etwa so aus. https://plus.google.com/100991338482872687960/posts dann

 

klicken und

Fertig.

 

Freu mich auf unsere Liste und vorallem Anwendungsmöglichkeiten damit. Sag Bescheid, wenn Du eine Idee hast.

Blogs in der Unternehmenskommunikation

Es geht um Corporate Blogs, schon klar und gelungene Beispiele wie Daimler und Namics (zu deren Vergleich ich letztes Jahr eine Diplomarbeit begleiten durfte) Aber wie sollten Unternehmen anfangen, was sind mögliche Inhalte, wer macht den Anfang und wie?

Vor zwei Tagen haben Gustavo von Kuble und ich uns den Fragen der Praxis gestellt und gemeinsam mit den Studenten der HTW das Thema bearbeitet.

Eins liegt mir besonders am Herzen, da ich beide Seiten leidenschaftlich vertrete. Der Umgang der Medienverantwortlichen mit Bloggern. An Praxisbeispielen haben wir Tipps erarbeitet und direkt losgelegt. SBB ist nicht nur wegen „Bahnhof im Internet“ und Patrick Comboeuf für mich ein Online Vorreiter in der Schweiz und es wäre schön, wenn dies sich auch in der Medienarbeit besser spiegelt. (s.Handout)

Entscheidet sich ein Unternehmen für das Abenteuer Blog und den damit verbundenen Rock ’n Roll, ist die neue Kommunikationskultur nicht weit. Bald folgt vermutlich der Twitter Account. Die Studenten haben sich über das tolle Handout von Sandro WürmliWas ist Twitter“ gefreut, dankeschön Sandro und haben gleich mal gestartet.

Später (ja das ist in der Praxis oft erst der zweite Schritt nach der externen Kommunikation) folgt in Unternehmen die interne Social Media Kommunikation. Dass haben wir an einem ganzen Unterrichtstag ausführlich besprochen.

Es gibt für den Studiengang Multimedia Production & Journalism nun einen internen Blog. Blog ’n Roll eben (Danke Tim Krischak für den starken Titel, und dass ich ihn mir ausleihen durfte link)

Bei Bloggern ins Schwarze treffen

Blogger haben in der Unternehmenskommunikation heute einen ähnlichen Stellenwert wie Journalisten. Das ist bei den PR-Verantwortlichen bekannt. Vor 2.5 Jahren hab ich festgestellt, das Blogger anders sind, und gab ein paar Tipps von mir.

Während ich gemütlich in den Offline Ferien weilte, gab es letzte Woche bei Leumund eine Diskussion. Der Schweizer Oberblogger veröffentlichte seine Liste mit Twitterer-Empfehlungen. Für mich ein ganz normaler Mechanismus von Social Media allgemein. Eine persönliche Empfehlung eben.

Die Diskussion dazu: Teils wollten Leute sich selbst auf der Liste sehen, manche bestätigten, kritisieren und unterstützten die Aktion. Super, dafür ist ein Blog bestens geeignet. Zum Wunsch, empfohlen zu werden, möchte ich aber nochmals auf die Social Media Mechanismen eingehen. Dort fängt Kommunikation bereits viel früher an, als wir es von der klassischen (alten) Kommunikation kennen. Es geht darum, wie trete ich (vor der eigentlichen Kommunikation/Veröffentlichung) auf, wie pflege ich mein Netzwerk und eben auch den Kontakt zu Bloggern und Multiplikatoren. In meinen Augen bringt es nichts, um Empfehlungen zu bitten, denn dann folgen wir einem bezahlten Marketing-Mechanismus, der leider auch oft klassiche Medien finanziell über Wasser hält. Was wir an Social Media aber (hoffentlich) schätzen sind ja die aufrichtigen Empfehlungen und den ehrlichen Austausch. Schlimm genug, wenn Follower und Fans inzwischen käuflich sind.

Die Diskussion bringt mich über Umwege zum Umgang mit Bloggern aus PR Sicht:

– Regel Nummer 1 Biete Mehrwert
– Regel Nummer 2 Biete Mehrwert und lass Marketing bla-bla sein.
– Werde Teil der Community
– Suche den Zugang zu den gewünschten Bloggern über deren Blogs
– Abonniere und lese den Blog, zeige echtes Interesse
– pflege Blogger Kontakte auch offline
– fokussiere Dich auf wenige

UND: Blogger wollen keine Medienkonferenz, sondern Hintergründe und Zeitvorteil bei einer Information. Diese Einladung hat meiner Meinung nach wenig Chance auf Erfolg. (Hier war ich vorab persönlich eingeladen worden, und hätte deshalb schlussendlich doch teilgenommen. Das Beispiel ist kein Einzelfall, drum hab ich es stellvertretend genommen)
Einladung Blogger zur Medienkonferenz

Ich habe hier ein paar Ideen, wie man als PR-Verantwortliche/r bei Bloggern ins Schwarze treffen kann. Ich behaupte nicht dass es einfach ist, gell.

Wo halten sich Blogger auf?
In Twitter, Google und meinen RSS-Feeds oder denen meiner Kontakte 😉

Wie lerne ich Blogger kennen?
Über persönliche Empfehlung (sich vorstellen lassen)
 und kommentieren auf deren Blogs. Echtes Interesse.
Von selbst, denn Blogger sind auch Blogleser. Also starte einen ernstzunehmenden Corporate Blog (dazu in ein paar Tagen mehr hier)

Wie informiere ich Blogger über Firmen-News?
Ich biete nur Inhalte an, die Mehrwert und Zeitvorteil gegenüber klassischen Medien bieten. Blogger wollen keine Medienkonferenzen (behaupte ich jetzt mal).

Wie pflege ich den Kontakt?
Siehe oben und indem ich mich adäquat bedanke, wenn jemand über mein Unternehmen geschrieben hat?
Egal ob positiv oder negativ, ich nehme Kontakt auf. Bedanke mich in Form von Empfehlungen, Backlinks, später auch Blogroll, Einladungen zu Events oder auch ein persönliches Geschenk. Sonnenbrille, ein persönliches Geschenk PodiumsteilnehmerVorsicht, hier geht es nicht um Give aways, sondern darum, ins Schwarze zu treffen. So kann ein persönlicher Kontakt entstehen. Bitte seid kreativ, wie kürzlich die Veranstalter derPokert mit dem Sonnen-Brillen Geschenk, das bei mir ins Schwarze trifft, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wertvolle Ideen zum Danke-Sagen hat kürzlich auch Ralf Bohnert verbloggt. 11+2 Wege.. Was denkt Ihr, wie reagiert Ihr auf klassische Medienmitteilungen oder Konferenz-Einladungen? Wie geht Ihr als PR-Leute mit Bloggern um? Bitte gebt mir noch einige Ideen, die ich auch meinen Studenten am Freitag weitergeben kann.

Nachtrag: 21.08.2011 lesenswerte 7 goldene Regeln für PR 2.0 von Dörte Giebel

Das Handwerk Bloggen

hab heute eine Frage bei Tim Krischark in Facebook aufgeschnappt. „Warum haben viele Blogs keine Blogroll mehr?“ Das war mir noch nicht aufgefallen, vermutlich, weil ich sorgfältig (selten) neue Blogs abonniere, weil die werbende Gilde das Bloggen (vermeintlich) entdeckt hat. Überlege ich, warum ich einen Blog regelmässig lese, ist dies vermutlich die Antwort auf obige Frage und ich weiss, warum „meine Blogger“ eine Blogroll haben.

Egal ob Corporate oder aus persönlichem Engagement, ich erwarte von einem Blog, dass

– mich das Thema interessiert (!)
– ich etwas lerne
– neue Impulse bekomme
– Informationen schnell verfügbar sind
– die Posts kurz sind, auf den Punkt kommen
– ich das Geschriebene verstehe
– mir der Autor symphatisch ist
– der Autor souverän mit anderen Meinungen umgeht
– ich mehr erfahre, als in klassischen Medien, Hintergundinfos
– durch Kommentatoren ein gutes Meinungsbild bekomme
– der Autor nicht oder wenig wirbt
– keine Print, Marketing oder PR Inhalte 1:1 gepostet werden
– ich RSS oder sogar per E-Mail abonnieren kann
– der Autor nicht zu häufig schreibt (höchstens 1 x pro Woche)
– der Autor auf weitere Inhalte verweist
– auch selbstlos teilt, des Wissens wegen
– und natürlich eine Blogroll hat, das gehört für mich zur Bloggerkultur
– sich auch mal bei Anderen fürs Empfehlen oder den Dialog bedankt, z.b. so

Wer darauf verzichtet, missbraucht den (Corporate) Blog als Werbegefäss für die eigenen Anliegen. Ein Blog ist nicht für Werbebotschaften geeignet, das quittieren dann fehlende Leser. Und mal ehrlich. Dafür haben wir doch Websites, Broschüren, Newsletter etc. Der Blog hebt sich durch echte Meinungen und interessante Inhalte von den sonstigen Werbe- bzw. Kommunikationsmitteln ab.

Im Blog geht es um den Dialog. Dass dieser sowieso stattfindet, wissen die meisten Leute und Unternehmen inzwischen. Drum lohnt sich, zu diesem Dialog in ein „eigenes Gefäss“ einzuladen, statt ihn auf anderen Plattformen zu verlieren, aber bitte mit Blog Kultur und vielleicht kann man bei erfolgreichen Bloggern mal über die Schulter kucken. Das Handwerk Bloggen erlernt man nicht von heute auf morgen. Frage ich aber einen „echten“ Blogger, wie Spreeblick z.B. wird er sein Wissen gerne weiter geben.

Dass eine Persönlichkeit oder mehrere in Unternehmen bloggen, setze ich jetzt mal voraus, das ist selbstverständlich unabhängig von Rang oder Titel, sondern von Engagement, Glaubwürdigkeit und Mut zu öffentlichen Fehlern. Die werden passieren, das kann ich versprechen. Gut ist, wenn jemand beginnt, der das Handwerk schon beherrscht, z.B. aus privatem Umfeld.

Frage: Wie muss ein Corprate Blog getextet sein

Fast zeitgleich fragte das Tanja heute von Tanja, was mich endgültig zu dem Post hier animierte.

Warum sollte ich mich entscheiden, einen bestimmten Blog zu abonnieren?
Weil ich etwas lesen möchte, was ich wirklich wissen will. Punkt.

Leider sehe ich oft in der Praxis statt Mehrwert für Leser, holprige SEO Versuche mit Sende-Taktik (die nicht zum Dialog taugt). Unpersönliche Wendungen wie „man“ oder „wir“ würde ich vermeiden. Ein Mensch sagt mündlich „ich denke dies oder das“ nicht „wir denken …“ ausser er ist Politiker und will sich den Mund nicht verbrennen. Persönlichkeit ist Trumpf auch oder besonders bei mehreren Autoren. Ja dann sind es halt verschiedene Persönlichkeiten.

Das Corporate Wording würde ich weglassen. Das wirkt steril, unpersönlich, werberisch. Wichtiger als der Textstil scheint mir ein echtes Commitment. Das kommt besser an, als Top-Texte von einem Auftragstexter. Ausserdem dauert so die Freigabe zu lange und der Post verliert nach gewünschten Korrekturen nicht nur den Charakter sondern sogar die Aktualität. Vermutlich werden auch weniger Leute kommentieren, wenn der Text schon alle Aspekte des Themas abdeckt.

Solche Supertexte gehören in ein Magazin, achso das sagte ich schon. Wer sich aber dennoch für SEO Texten interessiert, da lohnt sich textgold von Saim Alkan zu lesen. Da gibt es immer was zu Lernen, zum Beispiel die Story vom toten Frosch 😉

ps: der Beitrag ist in meinen Augen zu lang für einen optimalen Blogpost.

Blogs sind cool, auch in der Unternehmenskommunikation

Google liebt Blogs hab ich heute getwittert, weil Karin Friedli von Blogwerk das in ihrem Vortrag sagte. Gleich darauf schrieb Ymotux „Menschen lieben Blogs“ Dankeschön für die wunderbare Ergänzung aus dem Twitter Universium (nicht anwesend). Darum gehts doch. Die Leute entscheiden, ob ein Blog erfolgreich ist. Interaktiv wie ein Blog und dessen Leser waren auch die Studenten. Sie bereicherten den Tag mit Fragen, die nur kommen, wenn man sich echt mit dem Thema Social Media auseinandersetzt. Karin zeigte eine inhaltsstarke Präsentation und setzte gleich mit Raphael (Danke für Deinen Mut) live einen neuen Blog „L wie Liebe“ zum Ausprobieren auf.

looks like fun

Karin und Raphael beim Blog aufsetzen

Hier sieht es schon richtig cool aus, statt „naja ich weiss nicht“

Ein Argument für einen Unternehmensblog möchte ich kurz erwähnen (den Rest seht Ihr in Karins HandoutBlogwerk_Blogs_kfriedli20101013).

„Keine Social Media Strategie ohne Blog. Dort kann ich direkt auf Themen, Anregungen reagieren und den Dialog moderieren. Ein Blog kann gut die Landingsite für viele andere Social Media Aktivitäten sein und gibt mehr Inhalt an einem Ort her.“ Was mir gefällt: Auch Karin sagt: „Bloggen heisst nicht, PR und Werbung einfach wegzulassen, vielmehr gehört das Bloggen einfach dazu.“

Beim ebookers Blog hakte Philipp gleich nach, warum dort externe Leute schreiben, wenn doch Authentizität ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Wir lernten gleich eine Art Blog kennen, die in meinen Augen eher als „klassisches Marketing“ und SEO-Aktion fungiert. Gut, das hat wohl seine Berechtigung, solange es die Leute akzeptieren, lesen und kommentieren. Ich mag solche Blogs nicht, genau wie ich Publireportagen ungelesen umblättere.

Später bei Namics haben wir uns die Bloggerei und Unternehmenskommunikation bei Namics angesehen und wie PR und Bloggen zusammen finden. Ich wünsche mir, dass die Studis die Parallelen erkennen, bzw. leben. Authentisch, aufrichtig und das Gespür für die Story.

Ein riesen Dankeschön an Andreas von Gunten, dass wir einen Account für das Social Media Kit für das UNESCO Projekt bekommen. Das gab einen kleinen Applaus. Die Studenten entwickeln ein Kommunikationskonzept mit dem Ziel, nonmaterielles Kulturerbe weiterzutragen und Menschen auf das Thema zu sensibilisieren. Ich bin heute schon sicher, Social Media wird darin eine grosse Rolle spielen und hoffe, ich kann Euch bald mehr dazu berichten.

Herzlichen Dank Karin für Deine Zeit, Ideen und dass ich dazu lernen und immer wieder dazwischen reden durfte und dankeschön Euch Studenten für Eure Bereicherung.

Achso, ich finde: cool ist ein Blog, wenn er keine Werbung, keine PR/Mareketing-Inhalte hat und eine persönliche Bindung schafft.

Eriks Post zum Studientag

Eriks Post zum Studientag

Handouts:

Präsi blogwerk Blogs: Worum es geht und wie mans macht
Präsi Pixelfreund Blogs in der Unternehmenskommunikation
Posts von Nils Seiter: Social Media Monitoring Tools (Serie)
Post von Jürg Stuker: Flash, ab in die Ecke

gelungene Blogs: Leumund.ch pixelfreund.ch talkabout.de lookslikegooddesign.com

Hausaufgaben:

Jeder legt bitte 2 Accounts an, die für das UNESCO Projekt sinnvoll sind
(wer nicht öffentlich agieren will: gmail-Account („Google ist auch Social Media“ und delicios.com zum Bookmarken und Teilen von Links)

internes Microblogging is flopping

Im Januar haben wir versuchsweise Yammer bei uns eingeführt. Yann, Jonathan und das interne Microblogging selbst haben mich schnell überzeugt. Endlich konnte ich

– erfahren was in den Projekten läuft
– schnell einen Experten oder
– eine Idee finden und
– über Markomaktivitäten intern informieren
– und leider später sehen, wer was zu mittag ist (Spamattacke)

Im Gegensatz zu unserem Wikibasierten Intranet sollte die Schwelle für kurzlebige Informationen niedriger sein und anfangs nutzten gefühlte 20% der Leute den Kanal. Leider gab es im März eine erfolgreiche Spamattacke, aus mir unerklärlichen Gründen, die viele User vergraulte.
Wir experimentierten auch während eines Gastvortrages mit dem Bloggingtool für Fragen, Meinungen und Zusatzinfos, befanden das Vorgehen als ungeeignet.

Neben Skype, Wiki, Blogs, den Kaffeemaschinen und Mail kühlte der Yammerdraht in den letzten Wochen zusehens ab. Nur 10% nutzen es noch. (Danke Wolf-Christian für die Zahl.)

Seit ein paar Monaten nutzen wir gleichzeitig für unsere PR den externen Microbloggingdienst Twitter. Publizieren dort Corporate News, Referate, Artikel und tauschen uns mit externen Leuten aus. Namicsler die möchten, sehen dort, was an Projekten und Aktionen läuft. Klar, immer nur die, die wir kommunizieren dürfen. Wird jetzt aus externer Kommunikation auch interne? mal sehn, aus einem Teil vielleicht.

Ich verliebte mich jedenfalls mehr in Twitter und ersetzte klammheimlich Yammer, stahl mich dort davon. Drum jetzt mein öffentliches Bekenntnis: Bye bye Yammer, hello Twitter.

sorry Yann und Jonathan – es hat trotzdem Spass gemacht, mit Euch im Lab das Ding aufzusetzen.

zum Originalpost

10 Gründe warum Blogs in Deutschland (angeblich) nicht funktionieren

Die Financial Times nennt Gründe, warum das angeblich so sein soll. Auch die Süddeutsche publiziert die Liste von Blogger Felix Salmon . Weil ich leider kein Kommentar-Feld finde und für alle denen das weiterblättern „zum nächsten Abschnitt“ zu mühsam ist, hier die Thesen in Kürze mit ein paar Gedanken dazu:

1. Deutschland tickt in Hierachien – heisst das: führende Personen bloggen nicht und lesen keine Blogs? Glaub ich nicht. Ohne Online Kommunikation gäbe es weniger Publicity, sie würden sich nicht weiterentwickeln und unsichtbar werden.

2. In Deutschland zählt Qualifikation mehr als alles andere – die Dinger verstauben an der Wand und man lernt nix dazu, mumifiziert sich selbst. Nein, lieber Felix. Blog-Leser wissen mehr, das wissen auch Menschen mit Diplomen.

3. Stimme des Volkes hören ist nicht typisch deutsch – Diese Bemerkung tut weh. und: Macht das Internet vor geografischen Grenzen Halt?

4. Karrieredenken wichtiger als Bloggen – Kommunikation spielt also keine Rolle beim Weiterkommen? Traurig

5. Angst vorm Scheitern – das ist ein wahres Argument, zugegeben, bestimmt hindert das Manchen und braucht Arbeit am Ego und Mut zum sich selbst korrigieren.

6. Methodik vs. Schnellschüsse – auf die Schnelle fällt mir dazu nix ein 😉

7. Ausssenseiter-Ansehen nicht erwünscht – 1.4 Mio. Blogger warens 9/2007, Google gibt 59.900.000 Treffer für das Wort Blog im deutschen Kontext, 40’000 twittern laut Thomas Pfeiffer Und wollen nicht viele Menschen gern anders sein als „alle“?

8. deutsche Professoren bloggen nicht – ich vermute ein Klischee.

9. kein Geld verdienen – ok. das tun viele Verlage zwar auch nicht genug, heissts. Der Autor dieser Thesen scheint zu verdienen, oder warum bringens gleich zwei Zeitungen in gleichem Wortlaut? Ohne Kommunikation kein Business.

10. Ferien sind wichtig – Endlich Zeit, mehr zu bloggen 😉

Ein Blog hat einen oder mehrere Autoren und Leser, die wiederum Autoren sind. Die 10 Gründe sprechen nicht von den vielen Kommentatoren, die einen Blog bereichern. Hoffentlich zählt bald mal jemand wieviele Menschen sich in Blogs austauschen. Ich habe übrigens jetzt das Kommentarfeld bei der Financial Times gefunden. Es heisst Leserbrief und ich musste meine ganze Postadresse angeben.

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Blogger sind anders liebe PR-Kollegen

Das Blogger ein eigenes Medium (nicht im esoterischen Sinn) sind, wissen PR-Leute
ja inzwischen. Wir PR-Menschen sollten aber nachdenken, bevor wir Blogger in die erlauchte Runde der Journalisten aufnehmen, denn:

1. Blogger sind (meist) anders als klassische Journalisten.
Sie wollen keine Medienmitteilung zur Pressekonferenz kommen (ausser online).

2. Blogger wollen ihre eigene Meinung kund tun und 3. lieben Geschwindigkeit
Also, selbst testen und beschreiben und keine pfannenfertige Meinung (wie oft in Medienmitteilungen). Nett: Eine Info vor dem Versandtermin. Die klassichen Medien sehen Blogger eh nicht direkt als Konkurrenz. Hab mal gehört, eine exakte Recherche ist ein gutes altes Journalisten-Handwerk. Glaube das ist überholt.

4. Blogger sagen auch unangenehme Meinungen
Nicht neu. Können Sie damit leben? Fein. Das ist Gold wert, z.B. um ein Angebot zu verbessern. Sie können auch, wenn sie auf den Post kommentieren einen Imagegewinn erzielen. Sie werden kommunikativ und aufrichtig wahrgenommen. Das sind u.a. Eigenschaften, die Blog-Leser schätzen. Natürlich kommentieren Sie Feedbacks unter Ihrem richtigen Namen.

5. Blog-Leser sind -…
ein gutes Stichwort. Meist gut informierte Menschen, die sich offen austauschen. Sonst würden Sie nur Zeitungen lesen (ohne direkte Antwort-Möglichkeit). Unehrlichkeit geht nicht. Ausserdem sind Blogger mit anderen ihrer Art verlinkt und eine unangenehme Story infiziert leicht Ihre Clippings mit Twitter und Co.

6. Clippingdienste sind auch nur Menschen
Mein Clippingdienst ignoriert die neuen Journalisten (Blogger) noch. Deshalb schätze ich zusätzlich z.B. Google Alert und technorati.com und aufmerksame Kollegen 😉

7. Behandeln Sie Blogger gebührlich wegen Punkt 1.
Nehmen Sie sie nicht einfach in Ihre Verteilerliste für den Versand auf. Falls ein Blogger über Themen schreibt, die Sie selbst bereichern können. Fragen Sie einmal an, ob er/sie Informationen möchte. Und nach Infoversand bitte nicht nachtelefonieren, das kommt auch bei Journalisten nicht gut. Wird aber immer wieder gern gemacht. Danke Tom für Deine Inspiration


8. Auch Blogger können nicht hellsehen
Genau wie Journalisten können sie sich nix vorstellen unter dem Betreff „Pressemitteilung“.
Text direkt im Mail und als Word-Anhang ist nett und kostet einen Klick weniger.

9. Blogger verstehen keine Marketingtexte.
Unterscheiden Sie Marketingtexte deutlich von PR-Texten. Höher, schneller, das interessiert wirklich niemand.

10. PR Leute, die selbst bloggen
Ja heute dürfen PR-Leute auch selbst bloggen, wenn es nicht eine copy/paste Medienmitteilung ist, sondern ein echter persönlicher Beitrag. Aber das sind ja eh Basics über die man u.a. bei Klaus Eck im pr-blog und Marcel Bernet findet.

Na denn, p(r)os(t) it.

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