Favstar in Twitter: Starwars oder einfach nur Sternchen

Nachtrag 04.11.2015

Herz soll der neue Stern sein

Herz soll der neue Stern sein

Twitter hat gestern den Stern mit einem Herz ersetzt. Das Herz ist so kindisch animiert, dass es kurz blinkt/klopft und dann rot wird. Ich meine, „Es wird rot!“ Mein erster Impuls war, „oh wie nett“, weil in diesem Moment ein Kunde einen freundlichen Tweet an mich gerichtet hatte. Kurz danach wurde mir klar. Das ist ein absoluter Killer. Der Stern hatte viel mehr Interpretationsmöglichkeiten. Und so unterschiedlich haben Twitterer den Stern auch genutzt. Ein Herz aber ist emotional und eine eindeutige Zusage. Sehr schade, dass hier Twitter in Richtung Facebook geht (wo eher geliebt und geliked wird). Unter #herzgate und auch ohne Hashtag regen sich übrigens viele Twitter Nutzer übers Herz auf.
Twitter wird professionell genutzt und hat nicht die „Wir-haben-uns-alle-lieb-Attitüde“ zumindest bis gestern. Ob sich die Leute bei Twitter die Umfragen (ok meine haben sie wohl nicht gesehen 😉 aber die Studien zur Favstar-Nutzung angesehen haben?

Armin Wolf, sehr aktiver langjähriger Twitterer und ORF Journalist, (er gehört zu denen, die wirklich twittern, kleiner Seitenhieb an die teils ungelenken Twitteraufrufe im SRF) sagt:

Nur 28’000 Retweets des eigenen Twitter Tweets (lustiges Wort) sagt schon viel über den vermeintlichen Erfolg aus

Und hier ist mein Post vom 14. Januar , wie Twitterer den Stern benutzten:

Die Leute, die Twitter als Dialoginstrument nutzen, erfinden schonmal eine Funktion selbst. Ihr kennt noch die manuellen Retweets. Manche tun das heute noch, oft um einen Kommentar zu ergänzen. Eine andere Twitterfunktion ist schon lange da, aber hat sich enorm verändert. Vorallem wie wir sie nutzen.

Der Favstar

Ich vermute, dass es den Stern (für Favorit-Tweet) eher gab als das Like in Facebook. (Kann ich wissenschaftlich nicht belegen). Heute seh ich den Stern viel häufiger als Retweets. Es hat sich eingeschlichen, mehr zu fav(orisier)en. Egal, schon 2009 entwickelte Tim Haines die Seite Favstar.

Hier gibts Rankings der kreativen Twitterer, die viele Sternchen ernten. Bei den Tweets des Tages kann man eine Trophäe (ich glaube ab 250 Sternchen pro Tweet) geben und Leuten direkt folgen. Ich könnte hiermit eine wertvolle Twitter-Runde aufbauen. Nachtrag: Chnuschti steuerte den herrlichen Beitrag über die Favstar-Mafia bei.

Starwars mal anders

Bin ja nicht so ein Ranking Fan, es ist auch eher eine Art Krieg der Sterne. Ok nennen wirs Kampf um Sterne. Auch wenn der noch nicht in unserer Gegend angekommen scheint. Die besten Tweets aller Zeiten und sogenannte Leaderboards zeigen mir „grosse Worte“ oder eben, wie man den Kampf um die Sterne bestehen könnte.

ein beliebter Tweet von Alessio

ein beliebter Tweet von Alessio

Ich bewundere so kreative Leute, wie Alessio. Er bekam hier bspw. 929 Favs und 322 Retweets. Insgesamt erhielt der Account 15’743 Favs. Ich hoffe, die ermüdende Diskussion über Anzahl Follower erübrigt sich damit. Es ist Quatsch, damit den Erfolg eines Accounts messen zu wollen. Er hat übrigens 703 Follower.

Nachtrag: 04.04.14 gerade gelernt von Nutellagangbang, dass man Trophäen unabhängig von Fav-Anzahl vergeben kann.

Überhaupt scheinen viele der anfänglichen Social Media Tipps aus 2009 nicht mehr zu zählen. Wie wir früher auf Echtnamen und Foto bestanden haben. Das finde ich auch heute noch wertvoll im professionellen Einsatz. Aber zu viele Beispiele zeigen, dass es auch anders geht. Deshalb hab ich andere Twitterer gefragt, wie sie den Stern nutzen. Es war eine Laune. Aber es kamen soviele Ideen zusammen, dass daraus ein Beitrag wurde.

Wie nutzen wir den Favstar?

später lesen später lesen, machs aber nie
später lesen
Bookmark
Bookmark, aber lohnt sich nicht nach Evernote zu bringen
Foto gefällt mir, anderen Offlinern zeigen
Lesebestätigung
höre euch, (nicht immer nur positiv)
blubberblubber
Als Dankeschön
für Erwähnung, Glückwunsch etc.
für den guten Inhalt
Zustimmung
find ich auch
find ich lustig
Like
ist cool
gefällt mir
Feedback
wir melden uns (auf anderem Weg)
ich denk an dich
ich muss nicht immer kommentieren
ich hab mal wieder in deinen Tweets gestöbert
Wertschätzung
find ich gut, wenns aber sehr gut ist = RT
sparsam als gefällt mir /Auszeichnung
versuche nicht mit gefällt mir zu verwechseln / Wertschätzung
zum Kuratieren
in eigener Rebelmouseseite anzeigen
Storify, leichter einbinden
via ifttt in Zootool / bookmarking

 

Wow, ihr seid echt kreativ, das kam in meiner Umfrage heraus. Als Bookmark nutze ich das Ding auch. Lese dann aber den Link nie oder erst Wochen später.  Wir könnten die Sternchen aber auch strategisch nutzen und lernen, was andere Leute tatsächlich interessiert. Tools dafür gibts wie Sterne am Himmel: Tweetreach, Twitalyzer, Retweetrank, Tweetlevel, growdbooster…

Nachtrag 21.05.14: Wow, es gibt jetzt tatsächlich eine Studie dazu. Sachen gibts.
Nachtrag 15.06.14: und wieder eine Studie dazu in der Washington Post.

Nachtrag 04.04.14 aus der Fav-Star-Szene: Nutellagangbang teilt auf seinem Blog seine Fav-Star-Tweets des Monats. Übrigens nicht automatisch, sondern er geht immer am 1.des Monats seine Retweets durch und teilt sie gesammelt auf dem Blog. Coole Idee und nebenbei noch ein Blogtipp für menschliche Themen, leicht satirisch.

Hier sind die Antworten, wie Twitterer das Sternchen nutzen. Kein Krieg, dafür Bookmark, Kuratieren, Feedback und Wertschätzung. Riesen Dank für eure Ideen.

 

 

PS: Hier ist der Beweis meiner heimlichen Starwars Leidenschaft

Hirslanden: Social Media Ziele, Hürden und 1 Award

Stefan Lienhard kenne ich gefühlt schon ewig, weil er zu den Schweizer Onlinern (wie ich das nenne) gehört. Beim Klinikum Hirslanden hat er die Social Media Strategie erarbeitet, nebenbei zwei Kurse bei Somexcloud absolviert und ist nun seit Mai offiziell Projektleiter Social Media. Er war so nett und hat mir einiges aus seiner Praxis „verraten“.

Ihr habt einen Award für euren Social Media Auftritt gewonnen. Wofür ist der genau?

Am jährlichen Kongress Klinik Marketing (sowas wie die „Oskar-Verleihung“ innerhalb der Spital-/Klinikbranche) in Köln wurden Marketing Awards in total 19 Kategorien verteilt. Z.B. „Bestes Personalmarketing“, „Bester Qualitäts- & Jahresbericht“ und neu „Bester Social Media Auftritt“. Wir haben uns für „Beste Online-Präsenz“ und „Bester Social Media Auftritt“ angemeldet und prompt beide gewonnen.

Wir haben sehr umfassende Klinik-/Spitalpräsenzen im deutschsprachigen Raum (5 Kanäle Plattformen und 8 Auftritte) und diese gleich für 12 (von 14) Kliniken umgesetzt. Die Komplexität war also sicher höher als bei anderen Projekten.

Wow, Herzlichen Glückwunsch. Was macht ihr anders als die meisten Kliniken?

die Awardgewinner

Jolanda Lanner, Projektleiterin Digital Media
Stefan Lienhard, Projektleiter Social Media (beide mir Award)

Wir haben Social Media ganz sicher nicht erfunden. Aber wir haben in rund 1.5 Jahren eine ziemlich umfassende Strategie ausgearbeitet und waren froh im Frühling zu starten.

In der ersten Phase geht es uns auch um das aktive Kennenlernen der Mechanismen, -Eigenheiten und wir wollen Erfahrungen sammeln (positive wie negative)  in einem Thema, welches uns bis vor einem halben Jahr völlig fremd war.

Ich gucke regelmässig über den Tellerrand zu anderen Branchen und Unternehmen, welche für mich zu den Leadern gehören (Brack, SBB, die Swiss, die Migros und wie sie alle heissen).

Leider gibt es in der Klinik-/Spitalbranche noch nicht allzu viele nationale Beispiele. Aber in Deutschland gibt es einige, wo ich mich gerne auch mal inspirieren lasse. Die Schönklinik ist zum Beispiel ähnlich aufgestellt wie wir.

Was sind eure Hürden, ihr habt ja doch sensible Themen?

Sicher, ganz heikle Themen sind der Datenschutz, die Privatsphäre des Patienten und das Arztgeheimnis – diese Punkte haben für uns absolut oberste Priorität. Dazu kommt unser komplexes Konstrukt von 14 Kliniken, welche sich in Grösse, Dienstleistungsangebot und Infrastruktur komplett voneinander unterscheiden.

Daneben stehen wir vor den gleichen Herausforderungen und Fragen wie alle andern: Öffnung der Plattformen für alle Mitarbeitenden, Guidelines, neue Prozesse und Zuständigkeiten, etc. In der Gesundheitsbranche sind gewisse politische Themen sehr heikel und auch äusserst komplex und können kaum in 140 Zeichen oder mit ein paar Facebook-Posts geklärt werden.

Welche Plattformen nutzt ihr und warum?

Ein Auszug aus den Tweets von Hirslanden

Ein Auszug aus den Tweets von Hirslanden

Wir haben zielgruppenspezifische Auftritte auf Facebook und auch mit Hirslanden Jobs und Hirslandenbaby. Auf Twitter @Hirslanden und @Hirslanden_Jobs, und unser Blog natürlich, das Unternehmensprofil von Xing und ein umfassender YouTube-Channel. Bei der Konzeption sind wir via unsere Ziele und Inhalte schlussendlich zu diesen Plattformen gelangt – Du gibst mir sicher recht: da sind keine Überraschungen dabei, oder?

Doch, der Blog überrascht mich, nur weil es Sinn macht, setzt es nicht jeder auch um 😉

 

Auf Facebook und Twitter geht uns um Themen wie Patientenaufklärung, wir vermitteln auch medizinischen Informationen, News aus den 14 Kliniken sowie Service & Support. Mit Hirslandenbaby informieren wir über Schwangerschaft, Geburt und Baby – daneben finden User wöchentlich die neusten Hirslanden Babys (Fotos werden nur mit ausdrücklichem Einverständnis der Eltern publiziert), Tipps und Tricks für werdende Eltern (Mamis undPapis!), sowie einen Frage- & Antwort-Service, wo Hebammen und Gynäkologen medizinische Fragen beantworten.

Für Jobsuchende haben wir ebenfalls spezifische Informationen auf Twitter und Facebook – hier geben wir dem Klinikum ein Gesicht und den Interessierten Einblicke in den Klinikalltag und hinter die Kulissen.Hier sollen künftig auch vermehrt Mitarbeitende zu Wort kommen, so wird man mich z.B. in Kürze auf unserem Blog bei meiner Reise durch Hirslanden begleiten können.

Dropdown im Blog (Themen)

Dropdown im Blog (Themen)

Das Blog ist strukturiert in Medizin, Baby, Jobs & Karriere, Ernährung und Corporate und greift Themen auf, die wir auf der Website nur anreissen können. Für Ärzte ist es interessant, sich mit  medizinischen Themen als Spezialisten zu positionieren. Jobsuchende können Interviews mit Mitarbeitenden lesen und werdende Eltern finden Geschichten und Tipps unserer „Mamis“ oder „Papis“. Anmerkung: er sagt wirklich das Blog und ich bleibe beim der.

 

Xing nutzt das HR für e-Recruitment und sie streuen Inhalte rund um das Thema „Arbeit & Weiterbildung“ bei uns. Auf YouTube finden Patienten oder medizinisch Interessierte Personen mittlerweile über 200 Videos – hier publizieren wir wöchentlich die aktuellsten CheckUp Sendungen, welch sich übrigens einer enormen Beliebtheit erfreuen.

Man kann uns natürlich auch über sämtliche Kanäle kontaktieren, wir geben die Anfragen, Feedbacks oder was es auch ist,  umgehend an die betroffenen Abteilungen weiter und binnen nützlicher Frist (von 4h bis 48h) werden sie beantwortet. Aber das sehen wir quasi als „selbstverständlich“ an.

Welche Tools nutzt du im Alltag?

Unsere Social Media Agentur ist Blogwerk und deshalb nutze ich das Social Media Kit dort publiziere ich und manage die Community (wie man so schön sagt). Ergänzend nutze ich zum Social Media Monitoring Argusavenue, ein Tool welches unsere Bedürfnisse wirklich ideal abdeckt.

Wieviele Leute arbeiten für Social Media (auch nebenbei)?

Also ich bin Projektleiter Social Media und setze seit anfangs Juni rund 90% meiner Zeit für Social Media ein – dazu kommen bislang eigentlich „nur“ 20 Stellenprozent aus unserer HR-Abteilung. Nebenbei arbeiten für das Projekt aber noch einige „Neo-Blogger“ und nicht zu vergessen ein Hebammen-Team mit sechs Leuten und Gynäkologen. Social Media bedeutet vor allem auch für unsere lokalen Marketing-Teams in den 14 Kliniken, dass sie neue und zum Teil für sie noch fremde Plattformen wie Twitter mitberücksichtigen dürfen. Das ist nicht ganz einfach, aber ich finde, dass meine Kollegen schon recht gut sensibilisiert sind und vor allem sehr schnell lernen.

Wie motivierst du die Leute? Sie haben sicher alle „keine Zeit“

Ach, das war bei uns gar nicht so schwierig – wir zwingen niemanden, sich zu beteiligen, aber wir erstellen Hilfsmittel für alle Mitarbeitenden und sensibilisieren sie so, sich zumindest mal über das Thema und Projekt zu informieren. Dazu gehört der Social Media Leitfaden, und pro Kanal Merkblätter, welche bei den ersten Schritten helfen.

Zudem bieten wir Schulungen (individuell oder im Team) an und ich thematisiere Social Media immer wieder in Mitarbeiterzeitschriften, an Anlässen, bei Sitzungen – ich „nerve“ die Leute wirklich unendlich gerne mit dem Thema und bin da hartnäckig bis penetrant.

Das machst du sicher sehr sympathisch. Was sind die 3 wichtigsten Ziele, warum ihr Social Media einsetzt. Könnt ihr schon sehen, dass ihr eins davon erreicht (habt)?

Wir wollen näher beim Kunden/Patienten sein, wissen was er über Hirslanden denkt, hören was er über uns und unsere Dienstleistungen erzählt und wie wir ihn bei seinen Anliegen, Problemen oder Fragen bestmöglich unterstützen können. Wir versorgen ihn mit medizinischen Informationen und beantworten seine Fragen auf der Plattform, auf der er „zuhause“ ist.

Jobsuchenden wollen wir Hirslanden greifbar machen, uns als attraktiven Arbeitgeber präsentieren und schlussendlich neue Mitarbeitende rekrutieren. Es geht eigentlich überall darum, den Leuten die gesuchte Information zur rechten Zeit in der richtigen Form zugänglich zu machen – momentan ist das noch etwas einfacher gesagt als getan.

Nach sechs Monaten kann ich über die Zielerreichung noch nicht allzu viel sagen – wir sind zahlenmässig sicher auf gutem Weg, noch wichtiger ist aber, dass die Patienten, Mitarbeitenden, Mitbewerber und die Branche allgemein unsere Aktivitäten sehr positiv aufnehmen. Nun liegt es an uns, den Gesundheitsdialog ins Rollen zu bringen.

Auf der Website von Hirslanden findet man übrigens aktuelle Infos zum Projekt – sind generell sehr offen und transparent und stellen sogar Dokumente zum Download zur Verfügung.

Hast du noch etwas spannendes zu erzählen?

Nein. War das nicht spannend genug? Also gut, einen hab‘ ich noch: Willst Du wissen, was mir als allererstes, ein paar Tage nach dem Launch von Facebook passiert ist?

Ich erhielt am Samstagabend um 19:40h die allererste FB-Message von einem Patienten und war so kribbelig, dass ich ihm gleich geantwortet habe. Daraus hat sich ein kurzer und intensiver Dialog entwickelt und schlussendlich hat er mir bei seiner Entlassung aus der Klinik Im Park dieses tolle Video zur Verfügung gestellt. Cool, nicht? Für mich war das wirklich ein toller und gelungener Start und eine zusätzliche Motivationsspritze – und es zeigte mir, dass wir nicht so falsch liegen, das Thema Social Media ernst zu nehmen und aktiv anzugehen.

Das ist richtig cool. Herzlichen Dank, lieber Stefan und weiterhin viel Freude beim Kommunizieren und selber bloggen (?)

Bier-Community will keinen Fussball-Content

Als Frau aus Deutschland bin ich natürlich überrascht, wenn ein Student in seiner Bachelorarbeit herausfindet, dass es mehrheitlich männliche Bier Fans gibt (nicht so in meiner Heimat, denke ich). Aber Dirk Frischknecht (Twitter) fand in seiner Arbeit noch viel Spannenderes heraus, was für Content-Strategien wertvoll sein kann. Er hat 15 Schweizer Biermarken auf Facebook untersucht und eine Community einer einzelnen Marke konkret befragt.

Die untersuchten Biermarken

Als ich seine kühnen Hypothesen las, habe ich geahnt und auch ein bisschen gehofft, dass die mancherorts übliche Facebook-Kultur „die Community bespassen“ aufs Korn genommen wird. Und eins kann ich euch schon verraten, Bier-Fans (die Befragten) wollen lieber kulinarische Inhalte und keinen  Fussball-Content. Oha, dabei findet überdurchschnittlich viel Fussball bei den meisten Facebookseiten von Biermarken statt.

Hier ein Auszug seiner ursprünglichen Behauptungen, die er untersucht hat:

  • Themen: Die Interaktion bei Produktthemen ist höher als bei Freizeit-, Kultur oder Werbethemen
  • Tonalität: Mehrere verschiedene Absender (Personen) ergeben wechselhaftere Tonalität
  • Interaktion: Direkte und persönliche Zielgruppenansprache mit Aufforderung ergibt weniger Interaktion als indirekte Ansprache (Alle Thesen und auch die Methoden könnt ihr direkt bei ihm erfragen)

Da musste ich ihn gleichmal nach den für mich überraschenden Ergebnissen befragen. Schaut mal, was Dirk berichtet.

Themen

Es stellte sich heraus, dass die Leute an kulinarischen Themen mehr interessiert sind, als an „Klischee-Themen“ wie Fussball. Und Inhalte zu Produkt und Unternehmen lösen sogar mehr interaktivität aus. Sind also gewünscht. „Es darf also auch um fokussierten Inhalt gehen statt Bespassung.“ Dies ist meine eigene Interprätation, die mich auf mehr wertvollen Content hoffen lässt.

Aufforderung und Interaktivität

Dirk stellte fest: Wenn die Community direkt angesprochen und aufgefordert wird, etwas zu tun, ist die Interaktion tatsächlich kleiner als bei indirekter Ansprache.

Tonalität

gewünschte Tonalitäten einer Bier CommunityDirk ging davon aus, dass mehrere Absender (auch ausserhalb der Marketingabteilung) ein zu unruhiges Bild der Tonalität bringen. Er fand heraus, dass es andersrum ist. Die Marketingabteilung nutzte verschiedene (zu viele?) Tonalitäten (Interprätation: sie hatten evlt. die Ziele stets im Hinterkopf). Mitarbeiter ausserhalb der Marketingabteilung schrieben dagegen in weniger Tonalitäten (gleichbleibender und deshalb eher wie eine Person)

Übrigens wünschten sich die Fans am meisten die kollegiale und höfliche Tonalität. Auch diese Erkenntnis bietet gutes Potenzial für eine abgeleitete Content-Strategie. Es gibt natürlich noch viel mehr, aber lassen wir uns mal überraschen, welche Kampagne wir aus der Feder von Dirk in Kürze sehen.

Ich kann der Churer Agentur Markenkern bzw. Skipp nur gratulieren zu ihrem neuen Kollegen und bedauere ein wenig, ihn und alle anderen Studenten vom MMP10 nicht mehr regelmässig zu sehen. Viel Erfolg euch frischgebrauten Bachelor of Science FHO in Media Engineering, auf dass ihr den Online Markt mit eurem Können bereichert.

Wenn du nur einen Tipp für Social Media Starter hättest

Das war meine Frage heute Mittag. In Vorbereitung auf einen Vortrag, drehte ich mich ein wenig im Kreis. Und ich dachte, ich frag mal schnell via Facebook.

Wenn du nur einen einzigen Tipp einem SoMe Starter geben dürftest, welchen würdest du?

Ihr kennt das ja, 5 – 10 Antworten und super. Ich liebe das übrigens sehr, es gibt mir immer einen besonderen anderen Blick auf die Dinge um nicht „betriebsblind“ zu werden. Jedenfalls bin ich jetzt, 2 h später, ein wenig überwältigt und muss meiner Bloggernatur nachgeben UND: die tollen Tipps, die zusammen gekommen sind, teilen. Ja auch den „Nutella“-Tipp 🙂

Diejenigen, die ich schon länger kenne, wissen vielleicht, dass ich nicht der allergrösste Facebook Fan unter meinen Berufskollegen bin, was nicht heisst, dass ich die Plattform nicht schätze. Schlussendlich kommts ja auf die Leute an, die „dort sind“. Na jedenfalls, bin ich diese Woche gleich zweimal überwältigt worden. Von der Bloggersuche via Twitter mit an die 30 Retweets und 24 h später 4 möglichen Gastbloggern. Dankeschön.
Und eben: Heute auf „meiner“ Facebookseite. Übrigens für die Zweifler (wie auch ich es war in Sachen eigener Page, weil Ein-Person-Firma) Die Tipps kamen weitestgehend nicht von meinen engen persönlichen Freunden, sondern von Praktikern. Also diesen Dank schulde ich Thomas Hutter, der mich erst vor ca einem Jahr überzeugen konnte eine eigene Page zu starten.

Nun seht selbst die Tipps, falls ihr mal Neustarter betreut:

Frage via Facebook nach dem besten Starter Tipp

Hier die ersten Tipp-Geber, u.a. Katja Wenk, Roger Hausmann, Yves Moret

Tipps 1

und u.a. Eric Mächler, Armin Morid, Caspar Lösche, Fatima Vidal,

Tipps 2

Ihr denkt, das wars schon? Nein es kamen noch mehr tolle Leute zu Wort, u.a. Erika Kessler und viele mehr.Tipps 3Tipps und Diskussion über Komplexität

und noch mehr von Berufskollegen Norbert Nordbergh (PR-IP) und Falk Hedemann

Bildschirmfoto 2013-06-14 um 14.26.34
Habt meinen herzlichen Dank und wenn bei euch jetzt die Denkmaschine heiss läuft, ergänzt jederzeit gerne, wo immer ihr möchtet 😉 Tolles Wochenende euch

PS: wenn jemand noch einen schönen Link im Hintergrund zum Namen hat, ich verlink euch gerne auch, gell!

Community Management – Wie mans macht ..

macht mans verkehrt. Keinen Satz finde ich treffender, wenns um Community Manager geht und wie sie agieren. Besser trifft es noch „Wie mans macht, macht mans eben.“ Denn jeder der unzähligen Empfänger interpretiert eine Aussage anders. Das macht Kommunikation heute so herausfordernd. In einem Anflug von Übermut hab ich beschlossen, für einen Kunden eine Art Social Media Führerschein zu entwickeln und sammle seither Praxisbeispiele und frage bei Praktikern nach. Weiter lesen