Blogs in der Unternehmenskommunikation

Es geht um Corporate Blogs, schon klar und gelungene Beispiele wie Daimler und Namics (zu deren Vergleich ich letztes Jahr eine Diplomarbeit begleiten durfte) Aber wie sollten Unternehmen anfangen, was sind mögliche Inhalte, wer macht den Anfang und wie?

Vor zwei Tagen haben Gustavo von Kuble und ich uns den Fragen der Praxis gestellt und gemeinsam mit den Studenten der HTW das Thema bearbeitet.

Eins liegt mir besonders am Herzen, da ich beide Seiten leidenschaftlich vertrete. Der Umgang der Medienverantwortlichen mit Bloggern. An Praxisbeispielen haben wir Tipps erarbeitet und direkt losgelegt. SBB ist nicht nur wegen „Bahnhof im Internet“ und Patrick Comboeuf für mich ein Online Vorreiter in der Schweiz und es wäre schön, wenn dies sich auch in der Medienarbeit besser spiegelt. (s.Handout)

Entscheidet sich ein Unternehmen für das Abenteuer Blog und den damit verbundenen Rock ’n Roll, ist die neue Kommunikationskultur nicht weit. Bald folgt vermutlich der Twitter Account. Die Studenten haben sich über das tolle Handout von Sandro WürmliWas ist Twitter“ gefreut, dankeschön Sandro und haben gleich mal gestartet.

Später (ja das ist in der Praxis oft erst der zweite Schritt nach der externen Kommunikation) folgt in Unternehmen die interne Social Media Kommunikation. Dass haben wir an einem ganzen Unterrichtstag ausführlich besprochen.

Es gibt für den Studiengang Multimedia Production & Journalism nun einen internen Blog. Blog ’n Roll eben (Danke Tim Krischak für den starken Titel, und dass ich ihn mir ausleihen durfte link)

Empfangs DM bei Twitter – nett oder nervig

Lerne ich im Berufsleben jemanden persönlich kennen, sage ich manchmal „freut mich“. Dann bekomme ich ein Lächeln, eine Visitenkarte und der Geschäftskontakt ist besiegelt. Es reicht, um sich später via XING zu vernetzen, vorausgesetzt der Kärtchen-Abgeber hat auch eine virtuelle Visitenkarte im XING. Genauso, antworte ich einem Anrufer am Telefon mit „Grüezi Herr oder Frau Sowieso“.

Manche Geste, die im persönlichen Kontakt funktioniert, wirkt im Social Media aber eher deplatziert. Wenn ich in Twitter jemanden neu folge und derjenige mit einer automatisierten Direktmessage antwortet, löst das in mir einen Flucht-Reflex aus. Die Nachricht kann noch so freundlich sein. Ich komme mir vor, als müsse ich einen Türklinken-putzenden Staubsaugerverkäufer wieder loswerden, der aber schon in meinem Flur steht. Wua, da will mir jemand unbedingt was andrehen. Das muss er oder sie doch gar nicht, denn ich habe mich ja schon fürs Folgen (die Tür ist offen, Du musst nicht reindrängeln) entschieden. Die Direktmessage scheint eine alte „ich posaune meine Werbung in die Welt-Denke“ zu sein und ich sehe es dem Absender nur nach, wenn er kein Social Media oder PR-Spezialist ist.

Weil ich aber keineswegs immer richtig liegen muss und wir Menschen einfach nicht perfekt Kommunizieren können, hab ich spontan heute via Twitter gefragt, ob wohl jemand die Direkt Message mag. Denn ganz ungeschickt scheint es ja auch nicht, zum Beispiel auf die eigene Facebook-Seite aufmerksam zu machen.

Antworten auf die Frage: Mag jemand automatische Direktmessage?

Antworten auf die Frage: Mag jemand automatische Direktmessage?

Die Antworten waren eindeutig und ich konnte das Gelernte nicht in einen Tweet verpacken, drum sind sie hier für Euch.

Ich hab nur deutliche „Nein“ bekommen von Daniel, Romy, Karsten, Nicole, Herr Laus, Phöni, World Vision und Daniel bekommen.
Danke für Eure Meinung, die war eindeutig.

Nachtrag: Christoph hat gleich mit ner Twtpoll-Umfrage ergänzt. Kuckt mal.

kurze spontane Umfrage zu DM als Begrüssung bei neuen Followern

kurze spontane Umfrage zu DM als Begrüssung bei neuen Followern

Vielleicht ist die eigene Facebook-Seite besser in der Twitter-Bio und oder auf dem Blog / Website aufgehoben. Der Ausdruck an Freude über den neuen Follower braucht etwas mehr Aufmerksamkeit und Dialog und lässt sich nicht mit einer Empfangs-Direktmessage erledigen.

Um die Frage im Titel zu beantworten. Tendenziell nervig.