<3liches Danke und was steckt hinter #ichbindigital am #digitalday

Es gibt eine Regel in der Kommunikation, die ist ebenso einfach wie schwierig. Gib Wertschätzung an die Ideen und Aktionen anderer. Einfach ist das nicht. Heute hatten wir eine riesige Kommunikation am Schweizer Digitalday. Mit #ichbindigital ist eine grosse Community von einzelnen Menschen / DigitalisiererInnen mit ihren Meinungen und Kompetenzen sichtbar geworden. Viele davon hatten nicht direkt etwas mit dem #Digitaltag zu tun. Eben doch.

Zuerst mal meine Wertschätzung, von Herzen

Danke, danke, danke. Es haben sich so viele Menschen und Firmen an unserem friendly Hashtag Crashing beteiligt. Es ist fantastisch, wenn Viralität entsteht und auch ein bisschen Glücksache. Vor allem braucht’s den Impuls, darüber reden, Idee gestalten und dann möglichst mit der Anfangsbegeisterung eine Handvoll Macherinnen, die es umsetzen. Die Idee

#ichbindigital

entstand 5 Tage vorm Digitalday beim Social Media Women Offline-Treffen. Mona Sorcelli hatte schneller als der Akku ausging ein Thunderclab und eine Wall (und Website folgt) aufgesetzt. Am Sonntag via FB-Chat entschieden, verwarfen, verfeinerten wir die Idee mit Barbara Burger-Pippan und Dragica Kahlina.

 

Wir waren uns einig, wir möchten die Digitale Community mit jedem einzelnen Menschen am Schweizer Digitaltag sichtbar machen.

Freundschaftlich, mit einem „Hallooho?!“ und mit Mehrwert. Jeder einzelne sollte mit 3 Hashtags seine persönlichen Kompetenzen zeigen. Das ging heute ziemlich rund. Wir sind alle noch völlig überwältigt, wieviele Leute sich beteiligt haben.

 

 

Wenn jemand eine Idee hat?

..dann gerne aussprechen 😉 Wir denken nun drüber nach, das alles dauerhafter abzubilden und dem Digital Switzerland Team in einer nützlichen Form zu übergeben. Gerne möchten wir ohne grosse Sponsoren Budgets (obwohl, mit der Netzwerk-Power..?) das Thema Digitalisierung in der Schweiz mit voran bringen und Dialog-Partner sein, Diversity normalisieren, teilnehmen, Impulse geben, zeitnahen Dialog zwischen Firmen und Personen ermöglichen, Fragen stellen und antworten, Erfahrungen teilen auf Augenhöhe, gerne auch mit Digital Switzerland, diskutieren, weil das der kulturelle Bestandteil aller Digitalisierung ist.

Auf die Art und Vermögen, wie wir es täglich in unseren Jobs und privatem Umfeld tun: leidenschaftlich, Tools suchen, testen, Tools deinstallieren, Köpfe rauchen lassen, geniale Ideen bringen, Prozesse optimieren, Lernen, verzweifelt sein, Kopf schütteln, auf die Nase fallen, Fehler machen, nach Norwegen schielen oder Paris oder Lissabon, weitermachen.

 

Digital Day von Digital Switzerland

Digital Switzerland war mir bisher durch grosse Mediaspendings aufgefallen. Zugegeben, manchmal dachte ich. Woa, was könnte man damit Abgefahrenes mit Content Marketing machen. Aber so richtig cool finde ich die Initiative Kickstart-Accelerator. Daraus entstanden 30 Partnerschaften mit Start-ups aus Fintech, Food, Smart Cities sowie Robotics & Intelligent Systems. Diese „zügeln“ jetzt in die Schweiz. Erfahrene Coaches aus der Schweiz haben sich etwa 900 Startups angeschaut, unterstützt, optimiert, vernetzt und sonst wie geholfen. Das verdient grossen Respekt. Denn alle haben „Keine Zeit“. Es gibt noch viel mehr Initiativen, die ich gelegentlich aufschnappe, aber nie hab ich mich zugehörig gefühlt. Innerlich sogar abgewunken, um ehrlich zu sein.

 

Friendly Hashtag Crash am 21.11.2017

Heute veranstaltete Digital Switzerland den schweizweiten Digitaltag. Nachdem wir am Sontag mit etwas Nachhilfe einen eindeutigen Hashtag hatten, haben wir in 48 h mit Thunderclab (das Tool ist leicht angestaubt, aber tut seinen Dienst) 150 Unterstützer gewonnen. Heute um 11.00 Uhr gingen hunderte Tweets und Posts raus mit #digitalday und #ichbindigital. Kuckt euch das mal an. Die Wall des Veranstalters finde ich leider nicht mehr (?) Der häufigste Hashtag war unserer.

Bild von @jstuker

 

Ein paar Zahlen (update folgt)

Twitter: 681 users and 1,112 tweets (788 RTs)

Trending Topic in der Schweiz heute.

Hier sind die Facebook Beiträge noch nicht dabei.

581,990 mögliche Reichweite

Twitter: iPhone 52% Thunderclap 16%, Web Client 15%.

Cristina (ganznett) hatte am meisten Interaktion mit diesem

Quelle: TrendinaliaCH

Quelle: https://www.digitaltag.live/

Quelle: https://www.digitaltag.live/

<3lichen Riesen-Dank an jede/n einzelne/n der Schweizer Digital Community

Viele Leute haben wir befragt, was Digitalisierung für sie ist. Immer kam das Wort Mensch vor, kaum „bots, pepper, AI, Apps, Content, VR, ML, AR…“ Nun da sind sie. So viele Menschen haben erzählt #ichbindigital , weil…. Weil ich den ganzen Tag mehr via Twitter und Livestream verfolgt hab als gearbeitet, gibts ne Nachtschicht. TV kucken (nicht geschafft) Kassensturz mit Ava und 10 vor 10 mit Pepper

 

Ihr seid echt der Wahnsinn. 

Alles zum Nachlesen.

 

Fürs nächste Jahr wünsche ich mir

mehr sichtbare Frauen. Ja, es gibt sie (siehe Hashtags)

mehr Dialog für alle. Herr Walder, Sie sind der einzige Mensch, den ich auf Twitter sietze, weil ich Einbahnstrassenkommuniziere mit Ihnen. Schade.

Eine Schweizer Digital Community, die selbst Aktionen startet am Digital Tag,
wie Tinkla. Grosses Kompliment übrigens für die Idee. #rentnerfragt.

Und jetzt? Machen wir weiter. Jeden Tag ist Digitaltag.

 

Gunter Dueck – über Innovationskurven – nicht lächeln, wenn andere Erfahrung machen

Der von mir sehr verehrte Gunter Dück (omnisophie) ist mal wieder in der Schweiz. Mathematiker, Philosph und Visionär. Eins vornweg, ihn kann man kaum live dokumentieren. Das hier ist ein Live-Post und hat keinen Anspruch, vollständig oder journalistisch aufbereitet zu sein. Gunter ist einfach ein Storyteller, der die Geschichten miteinander verbindet, wie kaum jemand, den ich kenne. Gelassen, ruhig und pointiert. Er bringt seine Message auch mal in nur einen einzigen Satz.

„Lächeln Sie nicht, wenn andere Erfahrungen machen.“

Das Neue wird lang verlacht, kurz bekämpft und dann ist es ganz normal, bis zum Standard geworden. Firmen wollen ja keine Vision haben aber Tools, big data kauft man schon mal 2 Kilo. Heute hab ich so nen Chip im/am Arm und der sagt Bescheid, wenn ich sterbe, aber dann ist da kein Internet. Er hat natürlich die Lacher erstmal auf seiner Seite.

Über das Lachen erzählt er noch mehr

Das meiste ist auch irgendwie komisch, das eine Maschine meine Unterhemden kauft z.B. Die Kunst ist, das echte vom zu verlachenden zu unterscheiden. Wir haben heute gehört, Geld und Mut spielt eine Rolle. Ich denke es ist der Wille. Der Bezos und Zuckerberg, die haben Wille. Hilft nichts, wenn Daimler Vertreter sagen „Wir haben keine Angst von der Digitalisierung“.

Ich kenne das selbst: 5 Jahre ausgelacht, 3 bekämpft und dann ist es ein Produkt und funktioniert. Selbst dann bekommt man keinen Bonus, weil es heisst „du hast uns so lange geärgert und jetzt hattest du halt Glück, dass es abhebt“ sinngemäss.

Innovation ist graduell in einer kleinen Firma schöner.

Die grossen Firma fragen sich aber jetzt, was digitale Transformation sein soll.

Das allgemeine Problem des Neuen

Mein erster Blick in einem Shop ist, haben sie paypall, wenn nicht bin ich weg. Das was ein normaler Mensch findet muss man einfach machen. Da hilft es nichts, einen eigenen Standart etablieren zu wollen, wenn sich ein anderer bereits etabliert hat.

Erst ist es Krieg um die Innovation, dann ist es der Krieg um den Standard. Dann kommt der empfohlene Standard. Beispiel Whatsapp, das muss jetzt auch der Opa. Ganz normal. Gunter erklärt verschiedene Innovationskurven mit seinen eigenen Stories. (bin nicht sicher, ob die Message rüber kommt ohne Erklärung der Slides, er hat es auch nicht direkt)

Wir müssen unterschieden, über welche Phase man diskutiert. Bei Innovation geht es nicht um Gewinn, sondern darum, ob etwas aus der Innovation wird (Leute kommen auf die Plattform etc.) Wenn die BWLer doch wenigstens etwas von BWL verstehen würden. Wir haben keine Ahnung von Zinseszinsen. Wir hören heute immer „Es ist ja leider nur 1.1 %, wächst zwar 20%“. Das ist mathematisch gesehen ja dämlich.

Warum könnt ihr das nicht in ner normalen Anwendung verstehen, in 20 Jahren geht das dann durch die Decke.

Nach dem Technologie-Hype (Bsp. Amazon vor 20 Jahren) kommt der Plattformen-Hype. Erst diskutierten wir darüber, ob es Amazon überhaupt geben darf. Heute darüber ob die Plattform mehr verkaufen darf. Jetzt sind sie böse. Weil es normal geworden ist.  Der Punkt ist eigentlich nicht, die Schauermärchen über künftige Technologien (Roboter bspw.) sondern was daraus wird zuzulassen. (sinngemäss) An diesem Punkt darf man nicht lachen. Die Gefühle dazu sind einfach falsch.

Die Gartner Hype Kurve

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 2-Phasen Hype Kurve

 

 

 

 

 

 

 

 

Gunter plaudert aus seinem Leben: Revival der Bankfiliale Diskussion vor 5 Jahren (Deutsche Bank) Die Stimmen waren 77/1. Meine (die einzige) Meinung war die Filialen schliessen. (Publikum lacht, weil jeder weiss, wie es heute um Bankfilialen steht).

Sinngemäss: Ich war Cloud Computing Leader bei IBM (2006) sie haben schon ganz lange geübt. IBM hatte damals 100 Mia -Umsatz (heute 78). Argumente waren damals „Amazon ist so billig. Das kann uns nichts anhaben“. Gunter sagt, Achtung sie üben, die Logistik so lange, bis sie die Logistikkosten extrem niedrig haben.“

Zu Coop und Migros sagt er „Eine Milliarden-Company hat die Liebe eher im Tagesgeschäft als in der Innovation. Das ist hinderlich für echte Innovation“. (sinngemäss)

Die Hochmutskurve

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seine Stories dazu: Das Auto hat eine Auslastungsquote von 3 – 4 %. Wenn man das wie CloudComputing macht, mehr auslasten, selbstfahrende Autos (ohne nötige Pausen) dann fallen die Logistikkosten massiv. Aber die Logistikfirmen wollen keine selbstfahrende Autos. Schade.
Natürlich macht er auch Witze über BMW Fahrer… sie sagen „ich lass mir das nicht verbieten“ Die kommentier ich jetzt mal nicht 😀 (bin auch erst kürzlich vom Tesla begeistert worden, nachdem ich immer dachte ich brauche den Sound von einem satten 6-Zylinder) Er sagt: Für diese Fahrer (Fahrstil) muss google 5 Jahre neu programmieren 😀

Er kommt nochmals auf den Service zu sprechen.

Beispiel

Bei Philipps kauft man nicht mehr die Glühlampen sondern das Licht. Es ist also immer hell.
Würde Ikea vom Produkt auf product as a service wechseln würde, würden sie sich echt gute leicht zusammenbaubare Produkte ausdenken. Collective intelligence wird ein nächstes Thema. Es entstehen Berufe, die man noch nicht hatte.

Sidebemerkung: Apps sind out. Bei 3 hat das noch funktioniert, aber bei 200 geht das nicht mehr auf.

Abgeleitet aus der japanische Kampfkunst:

sinngemäss: Es reicht nicht die Handgriffe gut zu beherrschen, sondern die Kunst. Bei E-Commerce Konferenzen will man konkrete Ratschläge haben. Eine E-Commerce Firma kann man nicht auf Basis von Bestehendem machen. Etwas gut reicht nicht mehr (Kochen können) sondern über die Kochkunst nachzudenken. Neues Business Modell braucht die Meisterschaft über die Kunst als solche. Wenn Sie was lernen wollen, gehen Sie raus aus dem Handel. Hier möchte ich euch einen Vortrag zu professioneller Intelligenz empfehlen. Darüber spricht er schon seit Jahren, aber bringt immer wieder neue Aspekte rein.

 

Wir müssen nochmal Radfahren lernen mit dem Helm. Es reden immer alle von Emotionen. Banken, Schuhe. Jeder behauptet dass sie ihre Kunden kennen. Und auch: Wir beobachten die uns bekannte Konkurrenz. Coop und Migros schaut, wer hat die beste Tüte. Das Problem ist, dass nicht google auf ihren Slides steht. Das Tagesgeschäft frisst alles auf.

Du bist schon der 12 Wolf heute, du Spammer

Für mich einer der besten Zitate bis jetzt an der Konferenz kommt natürlich auch von Gunter. (verzeiht mir, die anderen Speaker sind auch super 😉
Firmen arbeiten mit Influencer Marketing, Omnichannel und Newsletter. Aber ich bestelle  3 Newsletter täglich ab. Jetzt bin ich wieder an einer Konferenz und bekomme danach Newsletter, die ich nicht lese.

 

Twitter am Offline Event SEF 2015

Letzte Woche war zum 17. mal das legendäre SEF in Interlaken. Ich bin immer noch völlig begeistert von den zwei Tagen. Sie waren vorbei wie nix. Persönlichkeiten wie

  • BR Sommeruga
  • Sergio P. Ermotti
  • Überraschungsgast Chordokowski (durfte nicht aufgezeichnet werden)
  • Severin Schwan und
  • sogenannte Querdenker, die teils schlichte Lebensweisheiten verkündeten in einer gut gemachten Unterhaltung. Pofalla (Deutsche Bahn) war übrigens nicht da (natürlich wurde darüber gewitzelt, wegen der aktuellen Strikes)

Aber die Leute, die mich mit Ihrer Präsenz und Worten wirklich berührt haben, waren
Roy Bunker „Live simply, so others can simply live.“ mit Meagan Fallone, beide Barefoot College, und  Ratan Naval Tata | Chairman Tata Group. Meine Liebe zur indischen Kultur und Philosophie lässt sich nicht verleugnen. Was diese Menschen mit Bescheidenheit und Herzensbildung geschafft haben, ist einfach un-glaub-lich.

Hier noch der Link zum Interview mit Ratan Tata, der zur Krönung von Alt-BR Adolf Ogi den Live Time Award bekam. Ich verstehe nun, warum er in der Schweiz so verehrt wird btw.Hatte Gänsehaut und teils auch Tränchen (die ich natürlich souverän weggedrückt hab). Was mir aber echt aufgefallen ist. Nahezu in jedem Vortrag (auch dort wo nicht so erwartet) fielen die Worte:

  • Herz
  • Menschen
  • Vertrauen
  • Zusammenarbeit
  • Flexibilität

Dabei ging es eigentlich um Simplification. Diese angestrebte Vereinfachung einer Komplexität hab ich nicht direkt mitnehmen können. Aber vielleicht hab ich das ja schon durch meinen privaten Umzug vor ein paar Tagen geschafft. Weniger Dinge zu besitzen, fühlt sich sehr friedlich und einfach an.

Vielleicht sind es ja tatsächlich die menschlichen Werte,
die der Wirtschaft ebenso gut tun? frag ich mich…

In offizieller Twitter Mission

Na jedenfalls, war ich Dank Kusito im Einsatz für den offiziellen Twitter Account des SEF. Wir haben vor Ort Zitate geschnappt und live getwittert. Fragen entgegen genommen, die eigentlich hätten in die Moderation einfliessen sollen. Das lief noch nicht 100%ig. Aber insgesamt wars einfach eine Wahnsinnserfahrung, einmal in einem weniger online affinen Umfeld (so heissts) etwas zu tun, was für uns selbstverständlich ist. Neben mir sass ein Teilnehmer CEO (natürlich), der mich fragte „Jetzt hab ich extra für eure Inhalte einen Twitter Account eröffnet, sehe aber nur die Inhalte von den Leuten denen ich folge“. Für mich ein gutes Learning.

Gib statt dem Hashtag einfach den Hashtag Link raus.

Das sieht dann zum Beispiel so aus. https://twitter.com/hashtag/SEF2015. Dann können die Leute einfach mit dem Browser kucken. Weitere Learnings kommen noch, wenn wir alles verarbeitet haben.

Tweet-up am SEF

Suzy LeVine, US Botschafterin mit Twitteraccount

Suzy LeVine, US Botschafterin mit Twitteraccount

Es gab natürlich noch mehr coole Leute, die sich einfach nur beim Apéro (oder Tweet-up) getroffen haben. Die US Botschafterin Suzy LeVine, der Vorzeige Gründer Christian Hirsig, die Nominierten der SEF Awards, wie Michael Schranz von Appswith love (sein Blogpost zum SEF) .

Rahel mit Obertwitterer Kusito

Rahel mit Obertwitterer Kusito

Die SRF sympathischen Journalisten Rahel und Moritz waren auch da und haben Kusito gleichmal den Übername Obertwitterer verpasst. Ihre Radio-Berichte über das SEF und das Tweet-up könnt ihr nachhören. Ja wir können offline noch mit einander reden. Lustig, dass gerne die Anzahl Twitterer erwähnt werden (also wenig) die aber für Websitebesuche, Erwähnungen der Referenten, Veranstalter und zwei Tage lang für Trending Topic #sef2015 gesorgt haben. Und hey, Rahel. Ein Geek ist ein Mensch, der ein Vorreiter in Online Fragen ist, das Web vernünftig (also zumindest ausgeschöpft) nutzt und kein Streber. So.

Alle Sessions vom SEF 2015 zum Nachkucken

Nachträglich kann man auf der Website vom SEF alle Sessions nachsehen und -hören, das ist ein echter Geheimtipp. Schaut mal rein.

Zusammenfassung Vortrag S. Schwan

Zusammenfassung Vortrag S. Schwan

Und ein frecher zeichnender Zusammenfasser hatte auch seine Show, brachte so manches (alles?) treffsicher auf den Punkt.

PS: Die Frage nach der Relevanz von Twitter wurde mir oft gestellt. Ich mag darüber eigentlich nicht mehr debattieren. Twittere oder lass es bleiben.

PPS: Dankeschön an das SEF Team für die inspirierenden Vorträge und eine herausragende Organisation. Bis zum Koffer-Transfer fürs Team war an jedes Detail gedacht. Alle Achtung. Und natürlich Kusito, dass ich überhaupt dabei sein durfte.

 

Social Media Konferenz – paar Vorträge am Nachmittag

so zweite Runde. Die Vorträge von morgens findet ihr hier. Nun kommt ein Teil der Nachmittagssessions.

Ein Blick hinter das ewig fröhliche SocialMedia Gesicht

Den Vortrag von Marcel Meier, Inhaber sutter//meier coaching, empfinde ich als eines (für mich das zweite) der Highligts an der Konferenz heute. Er ist Coach und sprach über den Stressfaktor Social Media und wie Menschen wieder mehr mit sich selbst verbunden sein können. Ich werde heute bereits das dritte mal Yoga-Philosophie konfrontiert.

Ist es nun so weit, dass wir Business mit dem Menschsein verbinden oder auch nach erdigen Inhalten suchen, weil es zugegebenermassen ein hoher Stressfaktor ist, allzeit on zu sein? Der Vortrag hat mich inspiriert, auf meinem Philosphie-Blog zu teilen. (kommt in Kürze)
Hier ist sein Vortrag „Ein Blick hinter das ewig fröhliche SocialMedia Gesicht.“ und die gesunde, entspannte Einstellung dazu. Ich habe übrigens jede Woche einen medienfreien Tag, an dem ich mir nur Bücher in Papierformat erlaube (der Kindle hat nen Internetzugang 😉

Döner in der Dose

Döner in der Dose

Co-Creation: The Good, the Bad and the Ugly!

Markus Maurer, Projektleiter Social Media, Customer und Web Intelligence, Migros-Genossenschafts-Bund. Markus hat tolle Beispiele aus der Praxis gezeigt und natürlich über Migipedia gesprochen. Das neueste Produkt, das aus Impulsen der Migi-Fans dort entstand ist. Döner in der Büchse. Leider gibts die Präsi nicht öffentlich. Thomas Besmer hat ein schönes Zitat aufgeschnappt „Produkte, die durch Co-Creation entwickelt wurden, haben tiefere Flop-Raten als andere.“

Markus hat übrigens die Twitter-Diskussionen, Fragen, Aussagen rund um die Konfernz zusammen gestellt.

Raiffeisen: Über Geld spricht man nicht. Oder doch?

 

Nadine Stutz beim Referat

Nadine Stutz beim Referat

Dr. Nadine Stutz, Social Media Managerin, Raiffeisen Schweiz sprach sehr offen in ihrem Vortrag über die Bank-Kultur und wie sie sich darin bewegt. Der Blog, namens Panorama, ist der Hub ihrer Social Media Kommunikation. Aber sie nutzt verschiedene Plattformen. Anfangs (vor 20 Monaten) stellte sie fest, über keines der Sponsoring Events wurde irgendwo berichtet. Sie ging jedes Wochenende auf eines der Events und berichtete live darüber. Jedesmal hat Nadine die Reichweite verdoppelt. Verschiedene Banken (an unterschiedlichen Standorten) haben eigene Facebookseiten eröffnet.

Sie handelt es so: „Wenn du ein oder zwei Leute stellst, die die Seite betreuen, schalten wir sie frei.“ Dadurch konsolidiert sich über die Zeit gesehen „der Wildwuchs“ (Das Wort hat sie so nicht benutzt). Sie sagt übrigens auch „natürlich reden wir über Geld“ über all die negativen Dinge, wie Hacking von Finance-Accounts, über Finanz-Lösungen für Konkubinat. „Mir doch egal, warum jemand auf meine Website kommt. Wenn er/sie kommt,  weil es ihn/sie in diesem Moment interessiert, was es zur WM Neues gibt, und ich biete es, dann ist das Kundenbindung:“ Es geht für sie immer um den Context (nicht nur rein um Content) zum Business. 1.8 Mio Mitglieder sind noch lange keine Community. „Die Währung in Social Media ist Added Value.
Mehr Aussagen und Einblicke von Nadine hab ich im separaten Interview von ihr erfahren.

So, seid nicht böse, aber die anderen Vorträge hab ich leider nicht mehr aufnehmen können.

Social Media Konferenz – Studie: Führungskräfte und ihre Einstellungen zu Social Media

Ich beschäftige mich gerne mit dem menschlichen Geist, dem Intellekt, Bewusstsein und auch Unbewusstsein. Keine Sorge ich hab mich nicht im Blog geirrt 😉 Doch Christoph Truchet und Salomé Wagner haben untersucht, wie unbewusste Emotionalität (innere Einstellung) von Führungskräften den Umgang mit Social Media bestimmt. Da musste unbedingt auf die Spur und hab den beiden ein paar Fragen gestellt, bevor sie ihre Ergebnisse heute (10.00) an der Social Media Konferenz 2014 in Zürich präentieren.

Christoph und Salomé, innere Einstellung bei Führungskräften? Was habt ihr genau in eurer Studie untersucht und herausgefunden?

Wir haben ausschliesslich (500) Führungskräfte in der Schweiz befragt. Warum? Weil wir bei ihnen ein „Unwohlsein“ wahrnahmen und eine eher ablehnende Haltung gegenüber Social Media.
Wir hatten den Eindruck, dass dieses Unwohlsein tiefer geht und emotional geprägt ist. Führungskräfte können sich dies nur schwer eingestehen oder sind sich dessen gar nicht bewusst. Durch die in der Studie verwendeten Forschungs-Methoden konnten wir diese Emotionen und Haltungen messen und vergleichen. Tatsächlich haben die Resultate gezeigt, dass es Unterschiede zwischen der bewussten Einstellung und den unbewussten Emotionen gibt. Wir nennen dies den Social Media Emotional Gap. Dieser bestimmt, wie die Person mit Social Media umgeht und auch im entsprechenden Unternehmen umgegangen wird.

Die Barrieren, die den Weg in Social Media erschweren, beinhalten also neben harten vor allem weiche Faktoren. Was bedeutete das für Beratungsunternehmen? Müssen sie nun auf der emotionalen Ebene überzeugen?

Wir haben aus den Studienresultaten sogenannte Social Media Nutzertypen entwickelt. Diese Nutzertypen beschränken sich wiederum auf Führungskräfte. Jeder dieser Nutzertypen hat seine eigenen Einstellungen, Barrieren und Emotionen. Aus unserer Sicht ist es deshalb wichtig, dass Berater in einer ersten Phase vor allem zu verstehen versuchen, was für einem Nutzertypen sie gegenüber sitzen. So gesehen, ja, Berater sollten auch die emotionale Ebene verstehen und klären.

Studien erklären regelmässig, dass Facebook an Bedeutung verliert. Manch einer interpretiert, dass er nun nicht mehr in Social Media investieren muss. Da scheint es mir um harte Facts zu gehen, statt Emotionalität?

Social Media bedeutet ja viel mehr als Facebook. Social Media bedeutet ein Paradigmenwechsel auf ganz vielen verschiedenen Ebenen. Die angesprochene Einstellung passt sehr gut zu gewissen Nutzertypen, die generell eine negative Emotionalität gegenüber Social Media haben. Natürlich wissen wir, dass auch bei Social Media harte Fakten gefragt sind. Aber wirft man alle Telefone weg, nur weil eine Studie sagt, dass immer mehr Leute lieber chatten als telefonieren? Dazu kommt, und daran sind unter anderem die Berater schuld, dass viele Führungspersonen Social Media als reines Kommunikationsinstrument sehen, welches die restlichen Instrumente ergänzt. Eine Kundenzeitschrift kann man einstellen, Social Media nicht. Egal ob das nun Facebook ist oder was anderes.

Das Social Media Prozess Modell, welches aus den Erkenntnissen der Studie entwickelt wurde.
Was habt ihr da genau entwickelt?

Wir haben ein Prozessmodell entwickelt, welches die Führungskraft dabei unterstützen soll, seinen eigenen emotionalen Hürden bezüglich Social Media zu begegnen und diese zu überwinden. Es geht also darum, herauszufinden, was für ein Nutzertyp die Person ist, was ihre grössten Herausforderungen sind und wie sie schrittweise an diese Themen heran gehen kann. Unser Social Media Prozessmodell besteht aus diversen Elementen wie Nutzertypen, emotionale Hürden, Lösungsansätze etc.

Welches sind die sechs (6) Typen unter den Führungskräften?

  • Laie (diesen holt man in der Beratung über das Thema Sicherheit ab)
  • Bürokrat (diesen holt man über Chancen ab)
  • Amateur (diesen zeigt man bestenfalls den Nutzen auf)
  • Pragmatiker (diesem argumentiert man mit Ressourcen)
  • Kommunikator (ihm/ihr helfen vermutlich Potenziale)
  • Experte (er/sie ist mit Integration zu motivieren)

Führungspersonen und ihre innere Einstellung zu Social Media, die 6 Typen

Die sechs Typen Führungskräfte mit ihrer inneren Einstellung zu Social Media

Die sechs Typen Führungskräfte mit ihrer inneren Einstellung zu Social Media

Die Grafik zeigt die sechs verschiedenen Typen unter den Führungspersonen. Dem gegenüber steht jeweils das entsprechende Hauptargument, mit dem sie für Social Media motiviert bzw. abgeholt werden können.

Wie können Führungskräfte die benötigte Sicherheit in Social Media gewinnen?

Je nach Nutzertyp entsprechend sollte sich die Person fragen, wo sie emotionale Barrieren im Umgang mit neuen Medien hat. Und zwar nicht nur bezüglich Facebook, sondern bezüglich der generellen Digitalisierung der Gesellschaft. Es kann gut sein, dass der Nutzertyp „Laie“ zuerst mal einen Einstiegskurs zu einer Plattform oder zum Thema Social Media besucht, um der Materie näher zu kommen. Der Pragmatiker zum Beispiel braucht keine Kurse. Bei ihm ist es wichtiger, dass er sein vorhandenes Verständnis ins gesamte Unternehmen mit einbringt und sich am gesamten internen digitalen Entwicklungsprozess beteiligt, anstatt sich in seinem Bereich abzuschotten.

Warum basiert euer Modell auf der Überzeugung der Führungskräfte?
Lässt es sich auch später für Mitarbeiter einsetzen?

Wir haben uns mit denjenigen Personen auseinandergesetzt, die schlussendlich die Entscheidungen fällen und mittragen müssen. Das Umfeld einer Führungskraft ist meistens komplexer als das Umfeld eines Mitarbeiters. Diese Komplexität wird durch die Digitalisierung und deren Geschwindigkeit vervielfacht. Aus unserer Sicht braucht es sowohl bei den Führungskräften wie auch bei den Beratern ein neues Bewusstsein bezüglich dieser Vorgänge und der entsprechenden Emotionen auf der Führungsebene. Wie kann man als Manager ein Thema in strategische Überlegungen miteinbeziehen ohne sich in diesem Thema wirklich sicher zu fühlen?
Wir entwickeln unsere Modelle dahin weiter, dass mit Hilfe der Nutzertypen z.B. auch die geeigneten Mitarbeiter für die interne Betreuung von Social Media ermittelt werden können. Und natürlich gibt es, vor allem in der Generation der Digital Immigrants, noch viele Mitarbeiter mit eher negativen Emotionen gegenüber Social Media.

Ich habe die Christophe und Salomé auch im Hangout zu ihrer Stude befragt. Kuckt mal rein.

 

Echte Beziehungen statt Giesskanne für Fans

Mich überrascht immer wieder, welche Wege eine Information online geht und wie sie mich findet statt umgekehrt. Dann aber fasziniert mich, was (nicht) daraus wird. Leider gibts oft doch nur Giesskanne statt der grossen Chance echter Beziehungen. Ich schlüpfe heut mal in die Rolle des potenziellen Kunden einer Firma und beschreibe wie es mir dabei geht. Weiter lesen