Komm in die Community – und was bekomm ich?

Der wunderbare Ranga Yogeshwar brachte es ans Licht. „Es müssen immer mehrere sein, die andere Informationen haben als die anderen“. In einem Experiment wies er zusammen mit dem Wisschenschaftler Jens Krause nach, wieviele Leute es braucht, eine Gruppendynamik zu verändern. Bei 10% von der Menge funktionierte es ganz leicht.

Ein Auszug: „Leader“ heissen sie in der Versuchsanordnung. Doch nicht immer werden sie dem Begriff gerecht. Nichts passiert, als es nur fünf Teilnehmer sind, die ausscheren. Schnell vereinsamen sie, und der Schwarm zieht weiter seines Weges. Bei zehn anders Informierten funktioniert das Mitziehen leichter. Der Schwarm löst sich aus der Kreisform und schiebt sich in eine neue Richtung. Bei 20 Ausreissern ist es überhaupt kein Problem mehr. Sie reissen den Schwarm förmlich mit.“

Communities von Firmen

Nicht nur mit diesem Hintergrund, finde ich es lustig, dass wir in unserer Branche von DER Community ausgehen. DIE oder gar „unsere“ Community gibt es nicht und wir können sie auch nicht managen. Ich denke, wir haben ein paar gedankliche Hausaufgaben. In Social Media verbindet die Leute oft nur ein einziges Element, ein Thema. Die Community soll geführt werden (von jemandem der ein besonderes Interesse daran hat). Im Experiment oben ist es ein Auftrag. Wir stellen uns oft eine Gruppe von Leuten vor, die gemeinsam an einem Ort sind und die das Gleiche wollen. Das ist nicht so.

Wenn nur der Moderator gewinnt

Blogleser zum Beispiel sind in meinen Augen keine Community (Gruppe mit gleichem Interesse). Sie kommen ja nur in diesem einen Moment Lesen/Kommentieren/Teilen „zusammen“. Und das oft nicht mal nachhaltig. Danach sind sie oft wieder weg, bekommen weitere Kommentare nicht mit. Firmen, übernehmen in Social Media Präsenzen oft eher die Rolle vom Moderator. Natürlich von eigenen Themen. Man versucht, zielgenau die Bedürfnisse der Community und manchmal auch die der Algorithmen zu bedienen. Der vermeintliche Gewinner ist der Moderator, die Firma, die etwas über ihre Zielgruppe erfährt oder Reichweite bekommt. Dass es wesentlich komplexer ist, wisst ihr selber. Natürlich haben auch Kunden manchmal was davon, wenn sie Vergünstigungen bekommen, unterhalten werden etc. Aber darum geht es mir nicht.

In funktionierenden Communities
haben alle was davon

Bildschirmfoto 2015-01-06 um 13.15.08Wirklich Spass machen mir persönlich Communities, die von mehreren Leuten bereichert werden. Ich denke, die 20 Leute im Experiment hatten diese Rolle. Mit reinem Fragen stellen oder moderieren ist sowas kaum getan. Firmen sollten Formen finden und nutzen, wo mehrere Leute gleichberechtigt beitragen können und dies vorallem auch tun. Das ist wohl das Erfolgsgeheimnis von Medium.com, Facebook und google Gruppen. In einer funktionierenden Community gibt es nicht nur einen Gewinner. Leser ist nicht nur Leser, sondern auch Autor, Kommentator usw. Ich denke es sollten auch nicht nur die sog. Leader der Gruppe sein, sondern alle, auch die Nur-Zuhörer, wenn wir denn schon welche haben. Ja ja, die 1/9/90 Regel.. die besagt aber nicht, dass die 90% nichts bekommen und auch nicht, dass jeder einzlne ständig die Rollen wechselt. Wie im wahren Leben halt.

Intranets könnten ja auch eine Community Plattform sein. Aber lassen wir die traurige Realität mal kurz beiseite. Mitarbeiter, Studierende, Berufskollegen, Vereinsmitglieder organisieren sich längst in Gruppen anderswo. Warum wohl? Weil die Leute wissen, dass sie dort das bekommen, was sie aktuell brauchen.

Das zusätzliche verbindende Element

Oder mehrere verbindende Elemente

Ok, Gruppe gründen und los? Wie ihr natürlich wisst, sind manche Gruppen dynamischer als andere. Ich habe beobachtet: die rockenden Gruppen haben ein zweites oder drittes verbindendes Element haben. Zum Beispiel Social Media Women Schweiz. Diese Leute verbindet mehr: die Aufgaben im Job (unterschiedliche), das Frausein, das Land…

Gelernt aus verschiedenen Communities

mehrere verbindende Elemente

Hier herrscht eine völlig andere Mentalität als bspw. auf Fanpages oder Blogs. Vermutlich weil die Themen nicht von einer Instanz vorgegeben werden. Sondern wirkliche Bedürfnisse geteilt und vorallem beantwortet werden. Überraschenderweise immer wieder von anderen Mitgliedern. Ich habe mein eigenes Verhalten und den Mehrwert, den alle bekommen in verschiedenen Gruppen beobachtet und einiges gelernt dabei.

  1. Es braucht mindestens ein zweites verbindendes Element
  2. Es braucht mehrere Moderatoren / Heinzelmännchen, die ein bisschen aufräumen
  3. 1% Moderatoren reichen. Also bei 300 Leuten, 3 Moderatoren. Bei 20 wird die Abstimmung schwierig und man denkt schnell „der andere machts“.
  4. Die sogenannten Leader müssen nicht Moderatoren sein
  5. Es braucht einige Zeit, bis die Gruppe „von selbst läuft“. Es scheint nicht die Anzahl Mitglieder zu sein, sondern die Zeit. Durchschnittlich ging es ein Jahr, bis die Leute sich eingebracht haben.
  6. Es ist gut, wenn das Ziel der Gruppe klar beschrieben ist
  7. Es ist wertvoll, wenn neue Leute sich kurz vorstellen und beschreiben, was sie einbringen und nicht nur was sie gewinnen möchten.
  8. Jeder definiert Spam anders. Das kann man ruhig thematisieren. Das sprichwörtliche Wissen der Vielen hilft hier oft weiter.
  9. Ab einer bestimmten Grösse kommt die Frage über die (Nicht/)Auffindbarkeit. Je grösser die Gruppe, um so mehr Leute finden sie, treten bei, aber tragen oft nicht bei.
  10. Regelmässig Offline Events einplanen / anbieten.
  11. Vorsicht vor Gruppen mit Wettbewerbspotenzial. Wenn Mitglieder von anderen (wegen Positionierungszielen) gemassregelt werden, sinkt die Beitragsrate zusehends.

Haie und Trolle

Keine Haie im Rhine Bild: watson

Keine Haie im Rhine Bild: watson

Im Experiment gab es auch einen Hai, der die Menge aufgemischt hat. Das kennen wir im Web natürlich auch, nur nennen wir sie Trolle. Mir gefällt Hai ja fast besser. Denn er tut was er tun muss, weil es seine Natur ist. Oft ist sich ein Troll nicht bewusst, dass sein/ihr Verhalten von anderen als mut- oder böswillig aufgefasst wird. Das zeigt das aktuelle Beispiel in der „Twitter Community.“ (Mitglieder übrigens mit nur einem gemeinsamen Element – die Plattform) In einer funktionierenden Community aber, würde ich das persönliche Gespräch mit dem Hai suchen, ihn ggf. rauswerfen, aber sicher nicht füttern.

 

 

Was ist denn nun eine erfolgreiche Community?

Ich muss euch enttäuschen. Ich weiss es nicht. Das kann nur jeder einzelne für sich sagen, der Mitglied einer solchen Gruppe ist. Aber wenn ich was nicht weiss, frag ich halt. Vor vier Jahren haben Marie-Christine Schindler, Mona Sorcelli und ich die o.g. Gruppe Social Media Women (Schweiz) gegründet.  420 Leute tauschen sich in einer Facebook Gruppe, bei Kursen und offline Events aus. Sie tun es tatsächlich. Nicht nur ich empfinde diese Gruppe, als Lieblingsgruppe, weil sie einfach vor Mehrwert strotzt. Ich hab also dort mal gefragt und bekam interessante Antworten. Meine persönlichen Highlights

a) mehrere verbindende Elemente
b) echter Mehrwert (für alle)
c) der faire Umgang miteinander, keine Haie.

Was ist an der SoMeWo Community besonders cool?

Was ist an der SoMeWo Community besonders cool?

Aktualisiere die Verbindung mit LinkedIn

Danke euch Ladies für diese tolle Gruppe und eure Antworten, die hoffentlich nicht nur mich inspirieren für weitere funktionierende Communities.

Vortrag: 5 Blog Tipps – Mit Content mehr erreichen

Als ich eine Einladung von Cornelia Brunschwiler bekam, am Marketingclub etwas über Blogs zu erzählen, dachte ich „yess, Bloggen ist mein Liebslingsthema“. Das war im Sommer, ich weiss noch, dass ich gerade vom Zahnarzt kam und nicht gscheit reden konnte am Telefon. Vielleicht einigten wir uns deshalb auf den Titel „Ein Blog kann mehr“. Na jedenfalls ist heute Abend der Vortrag. Ich hab mir dafür genau angeschaut, woran es oft hapert bei Corporate Blogs und was man mehr rausholen kann.

Fast alle Leute, die ich kenne, die in Firmen für Blogs zuständig sind, klagen über zu wenig Interaktion oder auch zuwenig Leser. Das hat mich inspiriert und hier sind meine 5 Tipps, damit der Content seinen Zweck erfüllt. Der Titel ist übrigens inzwischen „Ein Blog kann meistens mehr (Menschen erreichen)“ Ausnahmsweise heute mal in Sie-Form, denn ich kann heut Abend die Zuhörer ja nicht gleich dutzen.

Tipp 1: Lassen Sie die Leute publizieren, die etwas zu sagen haben

Das ist ja das geniale an einem Blog, dass man vertiefte Beiträge erstellen kann, die dem Leser irgendetwas bringen. Also sollten sie auch echtes Wissen und Erfahrungen spiegeln, statt einen Beitrag der halt irgendwie zum Unternehmen passen könnte. Das können Leute, die Fachwissen haben am besten. Es ist einfacher, Schreiben zu lernen oder zu coachen als Textern das Know-how beizubringen.

Tipp 2: Stellen Sie den Blog ins Zentrum Ihrer Online Kommunikation

Auch hier gibts nicht viel zu sagen. Für viele Firmen ist klar, die Hauptplattform hat man lieber selbst in der Hand. Im Blog sind die Inhalte dauerhaft abgebildet. Externe Plattformen wie Linkedin und Facebook helfen für den Dialog dort und natürlich auch, Interessierte zur eigenen Webpräsenz zu führen. Schön, wenn diese dann auch dialogbereit ist. Inhalte im Blog sind und vorallem bleiben auch auffindbar und erfüllen ihren eigentlichen Zweck.

Content geht verschiedene Wege (Distribution)

Nun gehts also um Distribution. Das scheint mir die künftige Herausforderung für Firmen zu sein. Es werden Unmengen an Content produziert und die müssen bei potenziellen Empfängern irgendwie auftauchen. Content geht nicht mehr den geradlinigen Weg. Alle sind heute Absender, Produzenten, Empfänger und Teilende zugleich. Aber das ist ein alter Hut. Ich hab versucht die Wege mal aufzuzeigen.

  • Empfänger sucht nach einer Lösung / Thema
  • Autor sendet Beitrag an Empfänger
  • Empfänger erhält Empfehlung für den Beitrag (von jemand unbeteiligten)
  • Kommentator teilt bewusst oder unbewusst
  • Empfänger hat Blog abonniert
  • Empfänger stolpert „zufällig“ in Social Media über Beitrag
Content geht verschiedene Wege

Content geht verschiedene Wege

Bild: Die Pfeile Richtung Content-Fenster bedeuten, jemand kommt zum Content (Inbound). Rot sind die Mechanismen, die ich im Vortrag genauer behandle.

Tipp 3: Gestalten Sie Ihren Content so, dass er auffindbar ist

Hier liegt Potenzial. Content Strategien werden manchmal nur von innen heraus entwickelt. Was sind unsere Ziele, was unsere Themen. Aber es sollten auch Erkenntnisse aus SEO einfliessen, Analysezahlen ausgewertet und so stets die Inhalte verbessert werden. Blog Verantwortliche fokussieren hier nicht mehr Keywords sondern Themen, verbunden mit Suchpotenzial, Textlänge etc. Natürlich braucht es unbedingt Bilder oder Grafiken, die schnell zu erfassen sind. Wertvoll ist, ein Thema, oder sogar nur einen einzigen Beitrag, in verschiedenen Formaten zu reproduzieren.

Tipp 4: Verbreiten Sie Ihren Content selbst

Immer wieder erstaunlich, wieviel Budget in Content Produktion investiert wird, aber wie wenig in die Distribution. Hier ist allein beim Unternehmen schon viel möglich. Es gibt viele Kommunikationsmittel, die ungenutzt brach liegen. Meine Vorschläge für Content Distributionsind hier: [Tweet „Vorschläge für Content Distribution“]

  • Bezahlte Reichweite mit Facebook und Linkedin,
  • mit TopBildern in Pinterest,
  • Bookmarking Tools,
  • eigene Social Media Präsenzen
  • Links bei der Quelle von externem Content (embed Inhalte),
  • persönliche Profile von Autoren
  • Hashtags
  • Mailfooter
  • Newsletter
Distribution von eigenem Content

Distribution von eigenem Content

Beispiel: Marcel Härtlein publiziert regelmässig auf dem KPMG Blog. Aktuell über die Studie Digitale Transformation in der Schweiz. Er hat eine hervorragende Strategie entwickelt, dem Content genügend Gewicht zu geben und ihn zu verbreiten. Er publiziert einzelne Erkenntnisse in gewissen Zeitabständen, erstellt sinnvolle Rückverlinkung zu weiteren Beiträgen, nutzt bezahlte Reichweite und publiziert neben dem Blog auch in Linkedin direkt.

Tipp 5: Geben Sie Ihren Beiträgen echte Mehrwerte, damit sie geteilt werden

An diesen Weg denken manche Autoren erst, wenn der Beitrag fertig ist. Er wird publiziert und dann via Twitter oder sonst wo geteilt. Aber warum sollte jemand diesen Beitrag teilen?

  • Weil der Beitrag nutzbar ist (e-Book, Checkliste…)
  • Weil der Inhalt ein Problem löst, Wissen teilt
  • Weil er aktuelle Anlässe / Themen aufgreift
  • Weil sich der Teilende positionieren kann
  • Weil die Person den Absender kennt/mag

Beispiel: Die Beiträge von Marcel Härtlein werden geteilt, weil er sich im Vorfeld bewusst ist, warum jemand den Inhalt teilen könnte. Er war so freundlich und zeigt uns ein paar Zahlen. Sogenannte Page Views brachten geteilte Links via LinkedIn 212, Facebook 57, XING 4, Google+ 3 (mehr in der Präsi).

Was ich also insgesamt heute Abend erzähle hier als Fazit:

  • Lassen Sie Fachleute schreiben und so glaubwürdige Inhalte mit Mehrwert entstehen
  • Stellen Sie Ihren Blog ins Zentrum Ihrer Online Kommunikation
  • Gestalten Sie Inhalte so, dass sie auffindbar sind
  • Senden Sie Ihre Inhalte selbst an Kontakte, Follower, Multiplikatoren, Communities
  • Bieten Sie solche Mehrwerte, die andere teilen
  • Optimieren Sie diese Content Strategie stets mit Erkenntnisse aus Praxis und SEO.Ihr habt schon gemerkt, ich hab jetzt hier kein aktivierendes „Und was denkt ihr so?“. Entschuldigt. Sowas könnte natürlich auch Tipp sein, damit der Content verbreitet wird. Aber ganz ehrlich, ich weiss, dass ich hier Leser habe, denen ich a) sowas sicher nicht sagen muss und die b) Publizieren, Kommentieren und Teilen im Blut haben. Ich danke euch dafür und auch für weitere Tipps, oder was euch sonst einfällt. Ihr seid wie immer herzlich willkommen.PS: Herzlichen Dank auch dem Marketer und Blogger Marc Werlen, der mir nach meinem ersten Entwurf der Präsi geholfen hat, Unnötiges wegzulassen und Wertvolles hervorzuheben.

Influencer, Blogger, PR und mein Kodex

Warum Blogger bloggen? Weil sie sich leidenschaftlich mit einem Thema beschäftigen. Das macht sie erfolgreich. Das widerum bedeutet bei jedem etwas anderes. 10 Leser oder 10000, Kommentare, Verweildauer oder einfach nur abbilden, was man denkt oder tut. Die Blogger mit Lesern schätzen selbstverständlich langfristiges Vertrauen hoch. Immerhin er oder sie bloggt oft des Themas wegen und nicht zum Geld verdienen.

Was macht ein erfolgreiche/r Blogger/in nun konkret anders als mancher Firmenblogger?

  • erstellt Content, der wirklich bewegt
  • agiert schnell, persönlich, wahr
  • hat ein hohes Fachwissen
  • ist themenfokussiert
  • verschenkt Mehrwert
  • zollt Respekt und Mehrwert durch Verlinkung
  • erwähnt Menschen
  • hat Mut zu „offenen“ Texten, die kommentarfähig sind
  • ist oft auch „sonst“ bestens vernetzen
  • liest Blogs (ja ich weiss, damit wiederhole ich mich)

Das alles macht ihn oder sie für manches Unternehmen interessant. Aber Blogger sind keine Journalisten. Ja die Arbeit ist ähnlich, aber ein freier Blogger hat keinen Auftrag und Lohn.

Public Relations statt Press Relations

Auf der anderen Seite stehen also die Kommunikationsverantwortlichen, Pressesprecher, Marketer. Diese pflegen ihre Beziehungen mit publizierenden Personen schon immer. Ich hab das früher oft offline gemacht, telefoniert oder die Leute wenn möglich persönlich zum Mittagessen getroffen.
Es ist nicht etwa einfach mit den wichtigsten Branchen Journalisten den Kontakt zu halten. Ich plaudere sicher kein Geheimnis aus, wenn ich sage, Journalisten mögen PRler nicht wirklich. In der Schweiz kann man das schön in Twitter beobachten. Journalisten bleiben gern unter sich, folgen sich gegenseitig und wollen natürlich nicht käuflich sein. Gut so.

Seit das Web „gemeinschaftlicher“ wurde, ist Public Relations nicht mehr nur Press Relations sondern tatsächlich Public Relations. Firmenvertreter pflegen also auf kommunikatorischem Weg die Beziehung zu Menschen. Dies vorallem, weil jeder einzelne Publikationsmöglichkeiten hat. Natürlich werden die Beziehungen auch gepflegt, weil man tatsächlich eine solche zueinander hat, als Kunde, als Geschäftspartner, als Mitarbeiter, als Branchenpublizist. Online ist Offline und andersrum. Online bildet sich oft nur ab, was offline stattfindet, oder möglich ist.

Blogger Beziehung

Dass dieses Handwerk noch nicht selbstverständlich ist, zeigt die riesige Beteiligung der kürzlichen Blogparade. Stefan Everz rief Blogger dazu auf, über Blogger Relations zu schreiben. In unzähligen Beiträgen gings um die Chancen. Bernadette schreibt beispielsweise, das Firmen sich nur auf einzelne Influencer konzentrieren werden in ihrer Kommunikationsarbeit. Oliver Gassner schreibt „Ein Dialog sollte sich ergeben, nicht erzwungen werden…“ Ah, das klingt fast nach einer echten Beziehung. Jedenfalls stelle ich mir das darunter vor. Sich auf jemanden beziehen..

Warum schreibt ein Blogger / Twitterer über dich, dein Produkt oder teilt deine Inhalte?
Weil er dich kennt, oder weil er einen Mehrwert bekommt (für seine Leser, für seine Positionierung).

Achtung: Nicht etwa ein Cüpli oder ein Sandwich – sondern inhaltlichen Mehrwert. Im Vergleich dazu: Kein Journalist hat je positiv über eine Firma geschrieben, nur weils bei der Pressekonferenz feine Häppchen gab. Nun kommen wir zu meinem Grund, warum ich das Thema hier erneut aufnehme. Ich habe im Sommer search.ch bei ihrer Kommunikationsarbeit unterstützt und dabei die Idee „Blogger Klassentreffen“ mitentwickelt. Adrienne Fichter unterstellte nach diesem Event einigen Bloggern „gekaufte Beiträge“.

gekaufte Blogger?

Die Frage nach gekauften Beiträgen in freien Blogs taucht gelegentlich bei meinen Kunden auf. Besonders bei Neulancierungen. Ich kann nicht sagen, dass ich grundsätzlich davon abrate. Manchmal macht es Sinn, eine bezahlte Partnerschaft mit einem Blogger einzugehen. Genauso, wie man Anzeigen in einem journalistischen Medium schaltet, bieten manche Blogger sowas an. Gastbeiträge im eigenen Blog, oder auch im Firmenblog, selbstverständlich mit Kennzeichnung, dass es eine Promo ist. Der oder die BloggerIn riskieren schliesslich ein Image und ggf. das wertvolle Vertrauen ihrer Leser. Aber: meistens finde ich echte Beiträge viel cooler (wertvoller vgl. auch Anzeige versus redaktioneller Beitrag) und natürlich herausfordernder.

Ich kenne kaum Blogger in der Schweiz, die mit ihrem Blog wirklich Geld verdienen. Wenn sie es tun, dann ist es sichtbar. Ich denke, es gibt einen ungeschriebenen Kodex im Web. Leute, die Online leben, wissen, dass Transparenz oberstes Gebot ist. Nicht unbedingt, weil man einen guten Charakter hat, sondern weil man einfach weiss, dass das Web weiss. Weil es von Menschen mit Inhalten gefüllt wird. Und da ist die Wahrheit ein guter Ratgeber. Immer.

 

Blogger Selfie am "Klassentreffen"

Blogger Selfie am „Klassentreffen“ Bild-Quelle: http://instagram.com/monah_

Was ich hinter diesem Thema interessant finde:  Kürzlich kam also (via Adrienne) von einem Medienhaus ein Vorwurf auf, das Blogger käuflich sind, wenn sie an einem Apéro teilnehmen. Solche Aussagen sind nicht neu, aber ein feines Indiz für mich (ihr dürft interprätieren). Letztes Jahr war es SRF und nun die NZZ. Diesmal geht es nicht um PR-Leute, die auf der anderen, natürlich der unschönen Seite stehen, sondern Blogger. Kevin hat die Diskussion aufbereitet. Eine kleine Randnotiz zu besagtem Klassentreffen. Ich finde, wir hatten eine tolle Idee und sogar Klassensprecher. In einem Radio Interview sagte Adrienne, dass wahllos Blogger eingeladen wurden. Natürlich hatten wir uns sehr genau überlegt, wer zur „Alt-Blogger-Riege“ gehören könnte und wohl auch den einen oder anderen übersehen, der dazu gehört hätte. Nach der Präsi von Walter Schärer an dem Event, ging ich zu ihm und sagte „deine Ehrlichkeit ehrt dich, aber du hättest nicht alle negativen Details so offen präsentieren müssen, wir haben Blogger als Gäste“. Er darauf sinngemäss „Das ist doch gut. Es wird auch negatives Feedback geben, wenn wir live gehen, das ist normal bei einer solch grossen Webanwendung.“ (er hatte übrigens recht).

Blogger haben Ehre

Es liegt in der Natur eines Blogs, offen, ehrlich und auch kritisch zu sein. Nur so machen sich die Blogs bezahlt. In langfristiger Anerkennung in der Community. Übrigens, Leute die Blogs lesen und kommentieren sind oft selbst Blogger. Wer will sichs also mit den „Kollegen“ verscherzen und bspw. langweilige Beiträge publizieren oder gar sich heimlich kaufen lassen. Das ist nicht üblich. Natürlich gibt es heute auch viele Neublogger, professionelle Blogger mit Marketingzielen und der Kodex ändert sich, wie sich alles ändert. Aber ich denke, Blogger haben bereits sowas wie einen Kodex. Für meinen Unterricht (Kommunikationsleute) nehme ich übrigens immer den Kodex der Agentur achtung! im Umgang mit Bloggern. Blogger sind ebenso wenig käuflich wie Journalisten.

Mein Blogger Kodex

Aber ich verrate euch hier auch gern meinen eigenen Kodex als Bloggerin (seit 8 Jahren), der bis heute auch ungeschrieben war:

  • Wenn du keine zündende Idee hast, lass es bleiben
  • Prüfe, ob das wirklich einen Beitrag wert ist, haben die Leser was davon
  • Hab eine (kritische) Meinung, Erkenntnis und zeige diese deutlich im Text
  • Erzähle das, was du am besten weisst, (link the rest Jeff Jarvis, 2007)
  • Wertschätze immer die Quelle (durch Verlinkung oder Erwähnung)
  • Behandle jede Ergänzung (egal auf welchem Weg sie kommt) als Mehrwert
  • Sei mutig, öffentlich dazuzulernen
  • Kopiere keine Ideen, Texte oder auch Wissen
  • Verurteile nicht diejenigen mit anderer Meinung (achte auch auf kleine wertende Worte)

Die Idee Klassentreffen

Wenn ich einen meiner Kunden in ihrer Online PR Arbeit unterstütze, dann suchen wir gemeinsam nach einer schlauen Idee, die den beteiligten Publizisten (meist Blogger oder Influencer) echte Mehrwerte bringen. Denn nur so werden sie über den Inhalt berichten oder auch überhaupt an ein Event kommen. Ich gehe dabei immer davon aus, dass sie nicht käuflich sind btw. Beim search-Event namens Klassentreffen haben wir als Mehrwerte herausgearbeitet:

  • langjährige (ich nenne sie Alt-) Blogger treffen sich mal wieder
  • wir geben dieser Blogger Community einen Raum, auch nach dem Event (g+ Gruppe)
  • das Event kann später auch von anderen gehostet werden (Idee Klassentreffen)
  • Infos von hinter den Kulissen, auch die negativen als Mehrwert
  • zeitlicher Vorsprung für den Blogger, der meist einen anderen Job hat und nicht kurzfristig schreiben kann
  • Nachtrag: Blogger bekommen als erstes Telefonbucheintrag bei search.ch mit Profilfoto und Link zum Blog

Unsere klassiche PR Agentur riet übrigens dringend von dieser bedingungslosen Offenheit ab. Genau das gefällt mir an der Online Kommunikation. Die (längst nicht mehr neue) Ehrlichkeit.

Nachtrag 26.09:
Lesenswerte Beiträge zum dem Diskussionsabend #bloggerdialog Kodex für alle Blogger

Thomas Mauch Der Verhaltenskodex für Blogger und was es wirklich braucht

Dominik Allemann und Irène Messerli: Blogger Manifest: Grundsätze für fairen Umgang

Claudio Schwarz: Mein Resümee vom Blogger Dialog

Markus Baumgartner: Blogger Relations (Medium)

Marie-Christine Schindler: Blogger Relations: Schnee von gestern oder Herausforderung von morgen?

Und noch die von Claudio erwähnten Fairblogging Regeln aus 2005 (die kannten wohl nur die „Alt“-Blogger)

Der Twitterstream #bloggerdialog

Valeria: Sind Blogger käuflich – für einmal ein paar ernste Worte

In Twitter schwimmen lernen und mit Hashtags angeln

Es ist längst nicht mehr leicht, einen Twitter Account zu starten und etablieren. Auch langjährige Twitterer kennen das. Aber gegenüber Neu-Startern wissen sie, wo sie eintauchen. Während ich übrigens seit Tagen immer wieder an diesem Beitrag feile, hat Tobias Zehnder einen geschrieben, der wunderbar dazu passt.

Twitterer lernt schwimmen

Fang mal irgendwo an. Folge Bekannten, schau dir an, wem sie folgen und welche Listen sie haben/nutzen. Oder suche einfach mal Themen. In Twitter gehts nicht um die Leute, die du kennst, sondern um Themen und die Leute dahinter. Influencer identifizeren kann warten. Wenn du das zu früh machst, hast du oft zu viele Tweets der aktiven Personen in deiner Timeline. Ausserdem verführt das besonders Berufstwitterer, sich zu fest auf Marketingziele zu konzentrieren und die tolle Plattform zu unterschätzen. Der eigentliche Schatz wird in den Tiefen unsichtbar bleiben.

Sandro Würmli erklärt wie ein Tweet aussieht.

Sandro Würmli erklärt wie ein Tweet aussieht.

Sandro erklärt Twitter verständlich

Schon drei Jahre alt und immer noch ein schönes Werk. Sandro Würmli hat Twitter für Starter erklärt. Es ist ein pdf zum Runterladen.

Die Plattform hat eine unsichtbare Barriere. Wenn du aber sinnbildlich erstmal im Wasser bist, kannst du auch schwimmen, also die Sprache entschlüsseln. Rein gehen musst‘ halt selber. Ich denke, es lohnt sich, erst Schwimmen zu lernen, bevor du angeln gehst.

Zeig‘ dich

Das was andere schreiben, ist für mich persönlich das Wertvollste in Twitter. Ich erhalte neue Links, Inspiration, bekomme viel zufällig mit und lerne die Leute kennen. Gute Inhalte, die ich gelesen hab, teile ich mit Retweet oder geb ihnen ein Sternchen. Damit wertest du deinen Account auf. Kuratieren im kleinen Stil nenn ich das. Damit zeigst du aber auch Interesse und wertschätzt die anderen. Du wirst über die Zeit sichtbar.

Nutze den Account aber nicht nur zum Lesen, sondern schreibe auch selbst. Trage bei, frage, beantworte. Häng dich ruhig mal in einen Dialog rein. Natürlich so höflich, wie du das im offline Gespräch machen würdest.

Viele erfahrene Twitterer sagen „halte dich hier auf“. Besonders für Marketer ist das ein wichtiger Tipp. Lesen nicht nur senden. Leider sehe ich das oft in der Praxis. Man nimmt das Wort Dialog nicht so genau und sendet einfach seine Werbebotschaften. Was selten langfristig funktioniert. Wer mag schon Leute, die immer nur von sich reden.

Berichte an anderen Orten, dass du Twitter nutzt. Auf der Website, Blog, about.me, Visitenkarten zum Beispiel. Auf Twitter das Gleiche posten wie auf Facebook find ich nicht so clever. Twitter funktioniert anders. Inhalte sind hier nicht rangiert sondern wirklich Echtzeit (aber das kommt, keine „Sorge“). Ich denke, es ist gut, mit Webclient und Twitter-App auf dem Handy zu starten.

Tools kommen später, wenn du Tweets inhaltlich verstehst und du schon Spass hast. Obwohl ich selbst den Webclient immer noch sehr liebe, weil er für mich das weite wilde Meer zeigt, in das ich gerne eintauche, können dir Tools helfen.

Tools für Twitter Management

  • Hootsuite (der Klassiker zum verschiedene Plattformen jonglieren, analysiert, beobachtet, kann auch intelligent terminieren)
  • Socialbro (hilft beim Account aufräumen, beobachtet, analysiert und involviert andere)
  • mentionmapp.com (das ewige Beta-Tool, geht gerade wiedermal nicht, zeigt euch aber in Echtzeit – Verbindungen und Themen zu einem Twitter Account auf)

 

Hashtags als Angelhaken

Ein Hashtag (#wort) ist eine Zusatzinformation in einem Tweet und generiert einen Link. Unter #wort bündeln sich alle Beiträge mit dem gleichen Thema (Hashtag). Ich vergleiche das gern mit den gelben Postits, die man auf verschiedene Papier-Stapel klebt und somit inhaltlich bündelt.

Manchmal sehe ich Firmen-Accounts, die jeden eigenen Tweet mit dem gleichen Hashtag versehen. #firmenname. Technisch mag das nach einer guten Strategie aussehen. Kommunikatorisch ist das vergleichbar mit: Ich hänge hinter jeden Satz, den ich sage meinen Firmennamen. Ein Event eignet sich schon besser für einen Hashtag und auch zum Üben. Hier bereichern mehrere Leute das Thema und dann macht der Stream (Link der hinterm Hashtag liegt) auch Spass. Ich hab übrigens mal was dazu geschrieben, wenn ihr einmal im Jahr ein Event macht, müsst ihr nicht #xy2014 festlegen.

Wenn du also angeln willst (Themen und Leute finden und dich finden lassen, weil du dich beteiligst), dann beobachte und suche die für dich relevanten Hashtags. Sie sind sozusagen Angelhaken. Twitter bietet zum Beispiel die Trends an, das sind Hashtags, die gerade viel diskutiert werden.

Hashtags finden

Letzte Woche in einem Kurs für Online Kommunikatoren fragte jemand. „Wie finde ich denn die Hashtags?“ Meine Antwort „Die kommen zu dir, wenn du Teil der Community bist“, stellte ihn nicht wirklich zufrieden. Recht hat er. Mir fiel die Twittersuche (Suche: #wort) und gerade noch das Tool Hashtagtrends ein. Für mehr musste ich in die Twitter-Runde fragen. Da kamen tolle Tipps zusammen. Grossen Dank an alle.

Tools zur Hashtagsuche

hashatit
hashtagify.me
tagboard
tweetdeck
trendsmap
analytics.hashtags
twrtland (Twitterer, die andere unterstützen)

Beiträge dazu: Tool Liste im Blog von Sproudsocial und Gründerbook Beitrag mit Toolst.
Im Blogpost Wie nutze ich einen Hashtag fand ich eine coole Grafik, mit Tipps, wie ihr den Hashtag nutzen könnt und auch mal einen eigenen Hashtag korrigieren müsst. Das jommt nicht selten vor.

Quelle: Twitter Blog

Quelle: Twitter Blog

Alle Tweets mit den wertvollen Tipps. Den Twitterern könnt ihr übrigens gleich folgen 😉

Virtuelle Reise mit Tipps: Hotelmarketing-Tag von Schweiztourismus

Schweiztourismus organisiert am 09. und 10.09., wie jedes Jahr, den Hotelmarketing-Tag. Olivier Tripet und ich dürfen dort die Zukunft von Social Media sprechen. Da wir natürlich auch keine Glaskugel haben, haben wir eine virtuelle Reise durch die Schweiz gemacht und dabei vorallem Marketing Potenzial für Hoteliers aufgestöbert.

Unsere Reise hat vier Phasen: Inspiration, Buchung, vor Ort und Auf Wiedersehen. In jeder Phase fanden wir Vorreiter, haben aber auch gestaunt, wie einfach es für Hotels wäre, präsenter zu sein. Wir haben bspw. in der Schweiz eine überschaubare Szene von Reisebloggern, die berichten, inspirieren und teils mit einer ordentlichen Reichweite aufwarten. Wenn ihr denkt, viele von ihnen haben Partnerschaften mit Hotels, über die sie (selbstverständlich als solche deklariert) berichten: Fehlanzeige. Mancheiner würde sich schon über eine Test-Essenseinladung freuen. Aber starten wir mal durch:

Phase 1: Inspiration

Wir haben uns inspirieren lassen in Pinterest, Instagram, Twitter, Facebook, Tripadvicor. Selbstverständlich stiessen wir via google auch auf die Schweizer Reiseblogger mit tollen  Vorschlägen. Und kamen zu der Frage: Wo ist das Gegengewicht der Hoteliers? Kaum Publikationen, Bilder, die uns einluden. Eher verführte uns Hotelplan mit günstigen Flugangeboten im Facebook-Newsstream neben privaten Inhalten.

Unsere Tipps für die Inspiration:

Beitrag in Facebook vom Wanderhotelier

Beitrag in Facebook vom Wanderhotelier

Machen Sie Ihre Mehrwerte auffindbar, bspw. mit eigenem Blog, Facebook, Instagram oder auf externen Blogs von Reisebloggern. Werfen Sie mal einen Blick auf die Facebook Werbemöglichkeiten Ein einfaches Tool für Zielgruppen Analyse ist z.B. Facebook-Audience Inside.

Thomas Frei, aka Wanderhotelier, macht sein Hotelmarketing mit Facebookseite und Instagram sehr charmant. Er verriet mir „Wirkliche Zeit investiere ich nicht viel, da ich viele Beiträge während den Wanderungen mache. Wenn mir nichts in den Sinn kommt, dann schreibe ich auch nicht krampfhaft irgendwas.“

 

 

Phase 2: Buchung

Kontaktpunkte sollten einfach zur Buchung führen

Kontaktpunkte sollten einfach zur Buchung führen

Wir fanden heraus, das in Frankreich z.B.  62% der Reisenden online planen, 74% davon über Social Media, 26% mit dem Smartphone. Externe Buchungsplattformen haben mit 50% einen erstaunlich hohen Anteil. Aber den Rest einfach dem Zufall überlassen?

Unser Tipp für die Buchung:

Werden Sie aufindbar (siehe Inspiration) und dann führen Sie Ihre potenziellen Gäste bei allen Online Kontaktpunkten einfachen zum buchen.

 

Phase 3: vor Ort:

Wie mühsam, sich im Hotel mit schwachen wlan und zu erfragenden Passwörtern abzumühen. Eine Freundin hat mir erzählt, dass ihr Handy auch ihr Babyphone ist. „Im Ausland (besonders in der Schweiz) ist das mühsam, wegem Roaming“ sagte sie. Wie wärs mit gratis wlan? Beim Login könnten Sie um den obligatorischen Like der Facebookseite bitten (keine Pflicht bitte).

Mein Handy ist Navi, Reiseführer, Tagebuch, Fotoalbum.. An einem verregneten Tag letztens in Südtirol wollten wir in ein Museum. Die gefühlt 100 Museen auf der Tourismusseite waren alphabetisch sortiert, nicht etwa nach Thema oder Region. Wär das nicht fein, hätte mein Hotel einen täglichen Tipp irgendwo im Web?

Unsere Tipps vor Ort:

Wlan ist klar. Hoteliers können im Blog Extra-Service bieten, der langfristig ! via google auffindbar bleibt. Auch Reklamation werden heute von Gästen schnell online abgebildet. Nutzen Sie diese Chance.

Phase 4: Auf Wiedersehen:

Verabschiede ich mich von einem schönen Ort, würde ich das gerne auch meinen Freunden erzählen. Natürlich hab ich das bis zum nächsten Kaffee-Date vergessen (sorry), aber genau jetzt ein kleiner Tweet, wenn mich der Gastgeber nett einlädt dazu. Warum nicht? Übrigens 89% der stillen Multiplikatoren können sich, laut einer Studie, vorstellen, ihre positiven Erfahrungen mit der Marke im Internet zu veröffentlichen.

Unsere Tipps Auf Wiedersehen:

Es ist gut und einfach, Online in Kontakt zu bleiben. Sie könnten Anreize oder Dankeschön Aktionen für positive Erwähnungen anbieten. Fragen Sie doch mal, welche Apps und Plattformen Ihre Gäste nutzen. Bevor ihr jetzt verreist, ist hier noch unsere Präsi „Die Zukunft von Social Media ist jetzt – Eine Reise mit Tipps für Hoteliers“ und die 12 Schritte für Hoteliers. (ursprünglich sollte der Vortrag übrigens Twittern, Bloggen, Posten heissen, wir haben uns dann aber umentschieden)

 

12 Schritte für Hoteliers zum Starten

Wir haben aus dem Vortrag12 Schritte fuer Hoteliers Social Media Start zusammengestellt (pdf).

Thomas Frei vom bernerhof-gstaad.ch

Thomas Frei vom bernerhof-gstaad.ch

Der Hotelier, Thomas Frei, Bernerhof Gstaad, empfiehlt übrigens Startern, innerhalb der bestehenden Positionierung, mit der Sprache des Zielpublikums zu sprechen. Mit Bildern oder Buchstaben. Bei ihm im Hotel ist das Chefsache. Er findet wichtig, dass auf einer Plattform (Facebook/Twitter etc.) immer nur eine Sprache gesprochen wird, klar gekennzeichnet. So wie das auch Schweiz Tourismus in allen Präsenzen, hier das Beispiel in Twitter, der deutschsprachige Account, macht. Thomas sagt:

 

 

„Was es mir bringt, ist schwer zu sagen, es ist wie früher mit den sogenannten Hausprospekten. Wir haben sie verteilt und niemand wusste so recht, wer sie bekommt. Aber sie kommen an. Was ich aber weiss, ist, dass meine vornehmlich älteren Gäste unsere Inhalte vor allem auf Facebook verfolgen. Und die Bilder auf Flickr haben sie auch sehr gerne.“

Das Mini-Interview hab ich übrigens mit ihm via Facebook Direkt Message (Chat) gemacht. Ich kenne ihn nicht persönlich, bin via Social Media auf ihn aufmerksam geworden. Vor Ort am Event werde ich noch schauen, welch gute Inputs es für euch gibt und die dann natürlich verbloggen. Auf den Vortrag Content Marketing von Bernadette bin ich schon heute gespannt.

Wenn Plattformen alle das Gleiche können

Es lag schon länger in der Luft. Twitter, meine favorisierte Plattform, will besser und damit vielleicht austauschbarer werden. Twitter verabschiedet sich von chronologischer Timeline. Das bringt mich gedanklich zum letzten Samstag. Im Unterricht an der ZHAW durfte ich mit Marketing- und Kommunikattionsleuten Social Media Themen besprechen. Dabei half mir ein simpler Gedanke selbst für ein bisschen Struktur.

„Die Plattformen können fast alle das Gleiche“.

Ich dachte, dass ich mich damit schon ein bisschen arg aus dem Fenster lehne. Aber schau mal ein bisschen Anfänger Know-how an:

Was können wir in einer Social Media Plattform tun?

– einen persönlichen Account
– eine Seite
– eine Gruppe (offen oder geschlossen)

Das gilt für Facebook, XING, g+, Linkedin. Twitter ist oft eine Aussnahme. Hier ging es schon immer um Content, zwar „nur“ 140 Zeichen. Aber immer mit Fokus auf den Inhalt, den Moment und weniger auf das „Wer sagt das“.

Die Bekanntschaftsverhältnisse pro Plattform

Leute, die wir kennen treffen wir in
– Facebook
– XING
– Linkedin

Leute, mit denen uns ein Thema verbindet, die gute Inhalte schreiben (Blogger, Journalisten, Microblogger) verfolgen wir in
– g+
– Twitter
– Pinterest

Was kann man mit dem Inhalt tun pro Plattform

– hochladen (bedingt)
– schreiben
– lesen
– Kommentieren
– Teilen
– Liken

Hochladen und Abspielen kann man in Facebook und Youtube (teils laden wir Rechte gleich mit hoch). Bei den anderen geht es dagegen um Links. Für mich war und ist das die Essenz, „alles ist ein Link“. Pinterest, google+ und Twitter stehen quasi Pate dafür.

Die Plattformen werden einander immer ähnlicher

Was ist heute, genau jetzt also der Mehrwert einer Plattform? Unsere Zielgruppe ist (nicht) da ist längst kein Argument mehr und auch, Linkedin ist für dieses und Facebook für jenes gilt für mich nicht mehr. Menschen sind da und haben keine bestimmte Erwartung, schon gar nicht an die Funktionalitäten.  Auch diese sind einfach da und sollten intuitiv nutzbar sein. Oberflächlich gesehen sind sie das auch.

Jeder checkt sofort, dass der Stern in XING gleich dem Like in Facebook ist. In Kursen sehe ich aber oft, dass die eigentlich spannenden technischen Funktionen nicht wirklich bewusst wahrgenommen werden. Warum sehe ich den Inhalt der einen Freundin öfters als die der anderen? Antwort-Zitat „war mir noch gar nicht aufgefallen..“.

„Die Plattform kuratiert für uns.“

Rankings von Inhalten in google verstehen die Leute. Den Effekt in Facebook zu vermitteln, wird schon schwieriger. Vorallem, wie kann man das gezielt für sich selbst und seine Inhalte einsetzen? Denn anders als in google (wo Nutzer passiv sind, also suchen) wollen sie in „ihren“ Netzwerken auch beitragen und ernten (Kommentare, Likes, Anmelden für Events bspw.). Diese Interaktion kann man in fast jeder Plattform bekommen (technisch). Aber in einigen wird man einfach ausgefiltert, wenn man nicht die Mechanismen bewusst nutzt.

Nun ist es seit heute auch bei Twitter offiziell. Man „experimentiert“ und es wird wohl auch hier auf eine Art Edgerank rauslaufen. Wir sehen also kuratierte Inhalte. Nicht etwas von dir und mir kuratiert (empfohlen), nein von der Plattform.

Blogs als Gegengewicht zu Plattformen

Es gab unglaublich viel Diskussion um einen Beitrag vom deutschen Businesspunk, der sich enttäuscht zeigte über die Demokratie im Netz, die keine ist. Soweit müssen wir gar nicht denken, die Stolpersteine liegen schon beim normalen Gehen im Web auf dem Weg. Firmen, Medien, Blogger, normale Webnutzer mühen sich mit der Aufgabe ab, ihren Content sichtbar zu machen. Plattformen Funktionen sind schnell erlernt, aber um Algorithmen nachvollziehen und so die Plattformen sinnstiftend nutzen zu können braucht es oft Berater. Noch sind Blogs das Gegengewicht zu Plattformen, weil Blogs ihre eigenen freien Regeln haben. Die Reichweite stützen Blogger übrigens oft durch Twitter.

Wird Twitter mehr Marketing als Kommunikation?

Flickr schlägt inspiriert ausserhalb vom Newsstream

Flickr schlägt inspiriert ausserhalb vom Newsstream

Den Nutzen von Twitter zu erklären, fand ich schon vorher nicht gerade leicht, obwohl es meine absolute Lieblingsplattform ist. Aber einen Trumpf hatte ich bisher: Twitter ist echt, Echtzeit und jeder ! hat eine Chance, sich einzubringen und gar zum überraschenden Beeinflusser zu werden. Dass Twitter nun behauptet, die Neuerung würde Startern den Zugang erleichtern, verwundert mich sehr. Gelegentlich neue Nutzer vorstellen, das tut WordPress und Flickr schon seit Jahren, ohne deshalb den Newsstream oder gar ein Ranking zu beeinflussen. Für mich deutet das eher auf mehr Marketing hin. Bezahle und du wirst gesehen. Marcus Fischer sagt „wir sind nur humaner Werbewert“.

Vielleicht können die Plattform am Ende wirklich alle das Gleiche

Ob das in jedem Fall ein Mehrwert ist, gilt es noch zu beweisen. Auch, wenn sie für uns filtern, pardon, kuratieren, wird sich erst noch zeigen, ob dies der Sache dient. Ich hoffe sehr, dass ich nicht recht behalte mit der vorlauten Aussage von letztem Samstag. Mir ist lieber, wenn einige (vielleicht neue) Plattformen sich genau dadurch abheben, dass sie jeden Inhalt chronologisch anzeigen und so das Web tatsächlich gleichberechtigt bereichern. Nicht, dass wir doch noch einen austauschbaren Eintopf bekommen, wie es der Herr „die Kehrseite“ ausdrückt. https://twitter.com/Die_Kehrseite/status/506721179244462081 Oder vielleicht läufts doch auf eine einzige Plattform mit allen Funktionen und Netzwerken hinaus?

 

Blogparade Influencer – ein innerer Dialog

Über Marie Christine hab ich die Blogparade von Stefan Evertz von MonitoringMatcher entdeckt. Interessanterweise hat er einen Nachtrag drin, dass selbstverständlich auch Corporate Blogger aufgerufen sind. Das zeigt schon ein wenig, wo wir heute stehen. Corporte Blogger und „echte“ Blogger werden oft gedanklich immer noch unterschieden. Ich mach das auch, finde es aber schade. Denn auch ein Firmenvertreter kann durchaus zum Influencer werden. Aber diese Chance bleibt in der Praxis oft ungenutzt. Ich habe hier eine Art inneren Dialog aufgeschrieben, weshalb ich meine eigene Rolle als Blogger, Firmenvertreter und normalen Webnutzer munter mixe. Ihr mögt mir das nachsehen.

Marie-Christine sortiert das Thema „So findet man Influencer“ in gewohnt souveräner Art. Sie gibt Influencern unter anderem Eigenschaften wie:

  • konsistent interessante Inhalte
  • Impulse
  • bewegen
  • empathisch

Zu firmeneigenen Blogger passt das nur selten. Sorry, falls ich jemanden auf den Schlips trete. Es gibt natürlich löbliche Ausnahmen, aber ich hätte gern mehr davon in der Schweiz.

Meine Influencer

Punktefrau

Punktefrau

Ich hab mir überlegt, wer eigentlich meine Influencer sind. Es sind viele, hier einige davon:

  • Punktefrau aka Christine Dingler, weil sie vertieft nachdenkt und dies teilt
  • Talkabout, ich bin nicht immer seiner Meinung, aber er hilft mir oft, Komplexes zu ordnen
  • Claudia Meier-Biedermann, meine Kollegin in Olten, mit ihr entstehen kreative Ideen bei Offline-Meetings
  • Silvan Hagen, mein WordPress Partner, der Technologie und Kommunikation auf fantastische Art zusammen bringt

 

Mein Verhältnis zum Thema Influencer für die Unternehmenskommunikation

Als ich begann, mich mit den Mechanismen des Internets näher zu beschäftigen, war ich mir sicher, es wird in der Kommunikation (generell) über kurz oder lang mehr Demokratie geben, weniger manipulierende Inhalte, mehr echten Dialog. Zwischenzeitlich dachte ich sogar, mein jetziger Beruf (nennen wirs mal Online Kommunikationsberatung) würde irgendwann aussterben, weil es selbstverständlich würde, offen, authentisch und ehrlich zu kommunizieren. Keinesfalls dachte ich, dass wir uns Reichweite von Unbeteiligten ausleihen würden.

Warum teilt ein Influencer „fremde“ Inhalte?

Wenn ich in Kursen das Thema behandle, ziehe ich gerne den Ansatz von Rand Fishkin (danke Walter) hinzu.

Kurz gesagt, erklärt Rand, warum Influencer/Blogger Inhalte von anderen teilen. Es ist ebenso einfach wie genial und zeigt, dass es eben nicht um den Absender (zum Beispiel eine Firma) geht. Vielmehr teilt ein Influencer den Inhalt von anderen,

Weil er/sie dich oder jemanden persönlich kennt
Weil der Inhalt ihm/ihr dient/schmückt/bereichert
Weil er/sie damit eine grössere Reichweite erzielt
Weil der Inhalt ihn/sie unterstützt bei einem seiner/ihrer Ziele oder Überzeugungen

Das bringt eine nächste Frage in mir auf.

Wohin verschiebt sich das Machtverhältnis in der Kommunikation?

In einer einfachen Logik könnte man sagen. Es verschiebt sich weg von Sendern (die bisher viel Media Budget investierten) hin zu echten Menschen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es sich tatsächlich zu den sogenannten Influencern verschiebt. So wie wir sie definieren gedanklich. Denn wir glauben, Influencer haben dauerhaft einen Einfluss auf andere. Aber schauen wir mal genauer hin.

Inhalte mit grosser Reichweite manchmal von unklarer Quelle

Gerade die aktuelle Entwicklung im Web zeigt, dass sich das Machtverhältnis vom Einflussnehmen (nicht Einflussnehmern) verschiebt. Es sind so viele (normale) Menschen, die inzwischen publizieren, dass es für ebenso normale Nutzer (also Leute die nicht Proffessionell mit Online Themen arbeiten) schwer geworden ist, die Relevanz von Inhalten zu beurteilen. Die Quelle bleibt oft unklar, der Wahrheitsgehalt evtl. auch, besonders bei mehrmals geteilten Inhalten. Wer weiss schon, von wem das lustige Video stammt.

Wo finde ich die richtigen Influencer, wenn ich sie brauche um meine Meinung zu bilden?

Natürlich haben wir google und Edgerank, die für uns vorsortieren, was wir sehen. Aber auch dessen sind sich viele nicht bewusst. Im Gegenzug gibt es ja Reader, mit denen man gezielt Inhalte abonnieren kann. google als absoluter Trendgeber in Web-Fragen hat aber vor gefühlt langer Zeit das Tool eingestellt. Wir nutzen einfach andere Tools zum Abonnieren gewünschter Inhalte Autoren/Medien.

4 Ohren Bildquelle: http://www.sozialpädagogin.at/ha

4 Ohren Bildquelle: http://www.sozialpädagogin.at/ha

Ich abonniere das, wovon ich denke, es entspricht meinem Wunsch nach bestimmten Inhalten. Es bleibt ein Pokerspiel, denn hier mischen sich die Erfahrungen der Person (des Schreibers) mit meinen Erfahrungen (als Leser) Ich verweise kurz auf die verschiedenen Ohren der Kommunikation. Höre bzw. lese ich gerade mit dem Sachohr oder mit dem Beziehungsohr. Hilft mir das bei einer umfassenden Meinungsbildung weiter. Oder wäre es gut, wenn ich nochmals google befrage, bevor ich meine Meinung bilde? Das tue ich und erhalte Inhalte von Influencern.

Von anderen Influencern halt. Im besten Fall vertraue ich ihnen. Vielleicht bekäme ich aber von einem Unbekannten, der vor Ort des Geschehens ist, mehr Aufschlussreiches. Ich stecke also in einer nächsten Frage:

Auf welchem Weg beeinflussen Influencer?

In Facebook und Twitter erhalte ich Inhalte von allen möglichen Quellen, aber vorallem von Unbekannten. Beim Lesen ist mir oft nicht direkt bewusst, ob es ein sogenannter Influencer ist (oder sein muss). Denn aus irgendeinem Grund, sehe ich ja den Inhalt (in Facebook). Interessant daran ist, es muss nicht ein dauerhafter Influencer sein, sondern auch jemand, der einfach im richtigen Moment den richtigen Inhalt produziert oder geteilt hat.
Es gibt also doch noch Hoffnung für die Wahrheit, und dass diese sich auch auf meinen Bildschirm schwingt. Ich hoffe übrigens deshalb, dass Twitter keine Rangierung einführt. So hat jeder mit gutem Inhalt eine Chance, auch gesehen zu werden. Er oder sie können zum kurzfristigen Influencer werden.

In Facebook sehe ich seit einiger Zeit viel weniger „echte“ eigene Einträge von Leuten, mit denen ich dort befreundet bin, stattdessen aber Videos und Bilder von Leuten, die ich nicht kenne. Das Video des älteren tanzenden Mannes wurde 825 000 mal geteilt. Ich kenne weder den Absender, noch den Tänzer. Es ist witzig, ich investiere 3 Minuten meines Lebens, denke, irgendwas wird am Ende noch passieren, eine Auflösung, eine Werbung vielleicht, schliesslich hab ich jetzt schon 1.75 Minuten geschaut. Doch nix, es ist einfach der berührende Tanz im Amateurvideo. Der Absender ist aber eine Art Influencer, er hat Reichweite, ist empathisch usw.

Kommen die relevanten Inhalte tatsächlich zu mir?

Ich denke, es braucht im Moment noch etwas Wissen übers Internet, wenn ich die für mich wertvollen Inhalte sehen möchte. Für mich persönlich kommen Influencer noch nicht automatisch zu mir, auch wenn ich das eine zeitlang glaubte.

Wollen Influencer eigentlich beeinflussen?

Die meisten Influencer, die ich kenne, vereinen all die Eigenschaften, die Marie-Christine nennt Viele Firmen hätten gern näheren Kontakt zu ihnen. Man sucht sich einen Influencer aus, der zum eigenen Thema passt, lädt ihn/sie ein und oft passiert danach nicht viel. Ein paar Tweets, ein Blogpost, aber keine Leidenschaft, weil es ein Deal bleibt. Im besseren Fall handeln Verantwortliche von Firmen langfristige Möglichkeiten der Zusammenarbeit und zwar nur mit einzelnen Influencern aus.

Nun doch noch ein Vorschlag für Unternehmen

Einige Fragen sollten Firmen für sich beantworten und den Sinn von Influencer Relations prüfen. Von wievielen Dingen Firmen kann ein einzelner wirklich begeistert sein? Bei mir sind es vielleicht 10, wenn ich länger nachdenke, schaffe ich sicher auch mehr. Aber will ich diese Leidenschaft als Blogger immer kundtun?
Vielleicht müssen Firmen die Influencer gar nicht ausserhalb ihrer üblichen Kommunikationskreise suchen. Wie wärs mit Mitarbeitern, bestehenden Kunden und Partnern, denn sie haben das Wichtigste. Sie mögen die Firma/das Produkt tatsächlich und man muss die Reichweite, Sympathie und Aussagekraft von anderen womöglich gar nicht ausleihen.

Ok, das war diesmal ein Beitrag mit vielen offenen Fragen, und Gedanken, keine fertigen Tipps. Aber sicher habt ihr gute Erfahrungen mit Influencern oder Antworten, Ideen, die über ein Event hinausgehen. Ihr seid wie immer, <3lich willkommen.

 

 

Interview: wie search.ch fancy wurde

search.ch ist für mich so etwas wie der erste Kontakt im für mich fremden Land. Als ich 2001 in Wallisellen arbeitete hatte zum Glück Techies in meinem Umfeld. Auf die Frage, wie läuft das hier mit den Versicherungen, Telefonbuch etc. bekam ich eine URL.

Walter Schärer und Dimitri Burkhart

Walter Schärer und Dimitri Burkhard

Seither hat sich einiges getan, oder auch nicht getan. Jetzt ist die mobile Website von search.ch jedenfalls neu im fancy Design. Die App folgt. Ich durfte das Team mit Blogger Relations unterstützen und hab meinen guten Draht gleichmal ausgenutzt für Fragen. Im Interview lassen sich Walter Schärer, Leiter Business Development und Dimitri Burkhard, Senior Projektleiter Marketing, etwas in die Karten kucken. Apropos Karte, das Kartenmaterial wird auch bald überarbeitet, immerhin wird es auf vielen Schweizer Websites für Wegbeschreibungen angezeigt.

Wie kommt es, dass eure Website und App nun doch nach einiger Zeit überarbeitet wird?

 

Nutzerbefragungen ergaben, dass die Dienste von search.ch zwar sehr geschätzt werden, der Look & Feel aber sehr altmodisch sei. offensichtlich waren die Nutzer bisher bereit, grosszügigerweise über die veraltete Präsentation hinwegzusehen. Wir betreiben eine der meistbesuchten Schweizer Webseiten, das spricht für die Qualität der Funktionen. Zusammen mit dem neuen CEO, Urs Hügli, kam so viel Schwung in die Bude, dass das grosse Redesign-Projekt doch noch angepackt wurde.

Anmerkung Su: na wenn die Aussage mal keinen Ärger gibt.

Was hat der Spass gekostet?

Wir sprechen von einem grösseren Webprojekt mit mehreren spezialisierten Lieferanten, die uns in Konzeption und Templates unterstützt haben. Da wir die meiste Umsetzung mit unseren internen Entwicklern machen (übrigens grösstenteils noch die gleichen Leute wie damals bei Reto Hartingers Start), ist das Projekt “relativ” günstig…

Su: Ach komm jetzt, wieviele Nullen sind dran?

Wo steht ihr im Vergleich mit local.ch und Google?

Klar sind wir nicht allein am Markt und es gibt auch noch andere schlagkräftige Anbieter. Hauptsächlich haben wir aber auf unsere eigenen Dienstleistungen fokussiert und diese mit neuen zusätzlichen Funktionen angereichert. Wenn uns die Nutzer bisher mochten, müssten sie jetzt noch mehr Gründe haben, zu uns zu kommen 😉

Su: welche sind das?

Gibt es spannende Hintergründe zu den Gerüchten bezüglich local.ch?

Nein, wir wissen auch nicht mehr als öffentlich bekannt ist: Einen positiven WEKO-Entscheid vorausgesetzt, werden wir mit local.ch zusammengehen. Was das aber im Detail bedeutet, analysieren wir erst nach dem Entscheid der WEKO. Bis dahin sind wir mit Vollgas in Sachen search.ch unterwegs: Wir haben noch ein paar Ideen im Köcher 😉

Was haben die Leute konkret davon, wenn sie die Dienste von search.ch nutzen?

Bei der Personen- und Firmensuche via Telefonbuch sind wir sehr stark, unser Wetter mit Regenradar-Vorhersage (!)  ist das genaueste der Schweiz, unsere Schweizer-Karten sind auch in entlegenen Gebieten sehr detailliert und man kann selber hineinzeichnen und -schreiben. Und bei Anrufen von Call-Centern weisen wir darauf hin, falls man sich diese Anrufe ersparen will.

Aber das wird ja erwartet…

Was vielleicht spezieller ist, zeigt sich in unserem Fahrplan. Wir bieten eine “Turnschuh-Funktion” beim Umsteigen: Wer schnell umsteigen kann, erwischt oft eine frühere Anschlussverbindung und spart dadurch Zeit. Auch unsere Abfahrtstabelle wird sehr geschätzt. Auf das Feedback zur neuen mobilen Homepage sind wir sehr gespannt.

Kommen wir zu Blogger Relations zum Relaunch

Mir gefällt ja eure unbedingte Transparenz gegenüber den Bloggern (Vorsprung geben, Beta Version zeigen und lieber keine sponsored Blogposts).

Blogger Klassentreffen

Blogger Klassentreffen

Daraus entstand die Idee, langjährige Blogger zum „Klassentreffen“ einzuladen, weil diese sich freuen, sich mal wieder zu treffen und der “VIP-Status” auch motiviert zu kommen. Die Idee, über Klassensprecher Monah, Kevin und Tom, einzuladen, hat zumindest offline funktioniert. Mit immerhin 41 Teilnehmern. Eure Einblicke und Hintergründe, die ihr am Event geteilt habt, waren mutig. Mir persönlich ist das lieber als Medientexte oder Einladungen zu Events, die mir nix sagen.

Wie konntet ihr intern und gegenüber eurer PR Agentur argumentieren, den Bloggern einen Zeitvorsprung gegenüber klassischen Medien zu geben?

Im neuen Layout gibt es Funktionen, die speziell für Blogger interessant sind (Link im Telefoneintrag zu ihren Blogs). Das brachte uns auf die Idee, Blogger auch gleich als erste um ihr Feedback zum neuen Design zu bitten.

Die erfahrenen (alt darf ich ja nicht sagen) Schweizer Blogger sind jetzt auch einer geschlossenen g+ Community. Offline zu Online. Was habt ihr damit vor?

Dimitri: Die “Swiss Blogger”-Community dient dem Austausch unter Schweizer Bloggern. Es ist eine Plattform für Networking und das Austauschen von Tipps. Zudem besteht ein Bedürfnis, dass sich die Schweizer “Szene” regelmässig auch offline trifft – ob zu einem heissen Referat über SEO oder zu einem kalten Bier.

Swiss Blogger Logo

Swiss Blogger Logo

Was könnte die Blogger Community mit dem Label “Swiss Blogger” (ich finde das ja sehr chic) alles anstellen? Was ist die Idee dahinter oder auch Stolpersteine?

 

Unter Bloggern häuft sich das Bedürfnis nach einer übersichtlichen Organisation, die beispielsweise administrative Aufgaben erbringen PR-Anfragen kanalisieren könnte. Auch Rankings sind ein Bedürfnis ebenso wie Blogger-Verzeichnisse. Davon gibt es zwar schon einige, der richtige Ansatz scheint aber noch nicht gefunden zu sein. Allenfalls können wir hier als search.ch unterstützen. Su: Das Logo hat übrigens David gestaltet und inzwischen auch noch optimiert. Es kann offline und auch online verwendet werden. Zum Beispiel im Blog einbinden und Link zu search Eintrag etc. Dies darf noch weiter-gedacht werden. Vorschläge sind herzlich willkommen.

Telefonbuch Eintrag für Blogger

Telefonbuch Eintrag für Blogger

Die Blogger haben einen Telefonbucheintrag mit Links zu ihren Blogs bekommen. Was habt ihr mit den Telefonbucheinträgen noch vor in Zukunft?

Für Blogger zählt jeder zusätzliche Backlink. Da kommt der Eintrag gerade recht. Künftig wollen wir den Privateintrag weiter ausbauen bis hin zu einer “Mini-Homepage” für jedermann. Dort kann jedermann z.B. sein Facebook-Profil oder ähnlich verlinken, die Telefonnummer ist dann gar nicht mehr so zentral: Leute können sich finden lassen, obwohl sie vielleicht ihre Handy-Nummer nicht publiziert haben da zu privat.

Su: wenn jemand von euch Bloglesern so nen Eintrag möchte, sagt bitte Bescheid, im Moment sind die noch Blogger-Goodie

Was macht ihr sonst noch an Kommunikationsaktivitäten zum Relaunch

Dimitri: Wir machen in Etappen Medienarbeit, eine flächendeckende Awareness-Kampagne, sowie weitere Aktivierungen der Blogger-Community. Auch kuratieren wir in unseren Social Media Plattformen Blogposts, Tweets von anderen. Du wirst sicherlich in den nächsten Monaten so einiges hören und sehen…

Su: Dankeschön. Ich gratuliere euch zum neuen Auftritt. Ich freu mich mit euch, hab nämlich jetzt eine fancy App mit Säckel-Feature, dass ihr so nett Turnschuh-Funktion nennt. Das schnelle Umsteigen geht auch mit High heels.

 

Nur harmlose Fussball wm in Twitter oder Werbung?

Wie lange ich diese Diskussion schon führe, weiss ich nicht. Vielleich begann das, als ich vom Marketing demonstrativ zum PR wechselte. Ich fand, lieber wahrhaft kommunizieren als Versprechen schönreden. Verzeiht mir liebe Marketer, natürlich weiss ich dass auch ihr mit der Wahrheit arbeitet.

Nun, die Diskussion ist einigermassen sinnlos, weil es aus Firmensicht und wohl auch aus persönlicher Sicht besonders im Web, immer um eine gewisse Positionierung geht, auch wenn Dialog das Mittel der Wahl ist. Ok, das seh ich ein. Ich hab auch eingesehen, als Facebook vor ein paar Jahren ein Medien-Modell komplett über den Haufen geworfen hat. Das fand und finde ich immer noch revolutionär und sehr clever. Als sponsored Posts eingeführt wurden vermischte sich earned und paid und irgendwie auch owned Media.

Online Medien Struktur

Online Medien Struktur

Die gute alte Publireportage war fortan nicht mehr wirklich zu erkennen, ich meine, übertragen auf Social Media Plattformen, konnte ich sie nicht mehr einfach überblättern. Bezahlte Beiträge fanden gleichen Stellenwert wie „echte“ Beiträge. Sie waren sogar dominanter, denn sie tauchen immer wieder auf in meinem Stream, was ein „echter“ privater Beitrag nur selten tut. Egal, diese Mechanismen sind hochkomplex und möchte ich nicht wirklich diskutieren. Denn sie sind gegeben und in unseren Jobs lernen wir einfach, sie zu nutzen.

 

Erfasst Twitter mein Profil mit wm-Werbung?

Heute Morgen jedoch ist mir etwas aufgefallen, dass ich doch fragwürdiger finde, als alle bisher gesehenen Werbeeinblendungen im Web. Banner, die sich nervig über eine Seite legen (ja die gibts noch und heissen jetzt Call to action) oder auch sponsored Tweets, alles harmlos. Ich gestehe ich hatte einen kleinen Schreck, als ich mein Twitterprofil aufrief. Das Headerbild sah etwa so aus.


Ich bin alles andere als ein Fussball Fan und werde wohl wieder bis zum Halbfinal brauchen, bis ich beginne, doch mal hinzusehen oder zuhören. Aber bis dahin bleib ich ein Fussball Ignorant, entsprechend wundere ich mich über die Einladung von Twitter, mein Profil wm-tauglich zu gestalten.

Nach kurzem Ausrufen, hab ich von Fabian Künzli erfahren, es ist eine Aktion von Twitter. Das sogenannte Worldcup Feature. Hashtags werden zu Flaggen und das Profil zeigt eure Fan-Einstellung.

Das hatte ich via google nicht herausgefunden. Es ist also ein Feature, keine Werbung. Aha?! Bevor ihr also auch erschreckt und über einen Hack nachdenkt (so wie ich naiv gleich das Passwort gewechselt hab). Schauts euch an und bildet euch die eigene Meinung. Fabian schrieb noch „ausserdem werden neue Accounts vorgeschlagen: Fussballer, Länderverbände, uefa, fifa, Sepp Blatter“. Für die die Fussball mögen wohl tatsächlich ein Mehrwert.

Mir geht es zu weit, aber ich sehe mal wieder ein: Ich würde lieber bezahlen für die Plattform und wenn schon Werbung, dann gezielte, charmante, passende und vorallem Werbung, die mich nicht erschreckt. Offenbar gings nicht nur mir so, das seht ihr im Kommentarstream.

 

App Tipps für den Alltag

Ach du schande. Hätte ich gewusst, dass ich soviele Tipps auf meine Frage bekomme, hätte ich strukturierter gefragt. Dann hätte ich täglich einen Post machen können mit App Tipps für die Reise, fürs Büro, für Bilder für den privaten Alltag.

Die Frage: Wenn du nur eine App empfehlen könntest (die nicht eh jeder kennt und dir den Alltag erleichtert) welche würdest du?

Aber nein, ich hab mal wieder das Wissen und die Teilfreudigkeit von euch unterschätzt. Eigentlich hatte ich für einen Kurs gefragt, aber nun wäre es eine Schande, eure Tipps hier nicht zu teilen. Unglaublich. Ich bin bereits seit 1.5 Stunden dran, die Tipps aufzulisten und einfach nutzbar zu machen.

Screenshot mapswith.me

offline Karten auf dem Handy

Das sind alles Vorschläge, die spontan via Twitter und Facebook kamen. Riesengrosses Dankeschön euch allen. Hab den Tipp-Geber immer dabei stehen. (Links sind im Storify unten) Ich hab nicht nach Web- oder mobile App unterschieden, aber lieber nach Kategorien. Also falls ich nur den Link zu Android-App oder zur Website angehängt habe, fischt euch gerne das entsprechend richtige raus. Martin Rechsteiner stellt auf seiner Seite regelmässig Apps vor und ich werde ihm hier sicher nicht zur Konkurrenz werden. Meine Neuentdeckung heute sind übrigens mapswith.me (in letzter Zeit nervte maps.google ein bisschen besonders auf dem Land) Contactually (CRM) und audible (Hörbücher). Hier ist also Teil 1 von euren App Tipps:

 

 

Reisen

Karten offline
Schnelle und detaillierte Offline Karten weltweit für iOS, Android und BlackBerry. Kostet ca 5 CHF um die App sinnvoll zu nutzen. Achtung, keine Navi-Funktion.
Sven Niedner
http://mapswith.me/download?get

Übersetzung und Wörterbuch
Der Übersetzungsdienst dict.cc zum schnell mal ein Wort nachschlagen
Nadine Hudson
dict.cc android app

Hörbücher
Für lange Zugfahrten und Auto.
Mylene Nicole Alt
audible

Drunk App
Alkoholkonsum prüfen und kalkulieren eines möglichen Tests im Blug
Jonas Kamper
drunk-app.com

Schweizer Wetter
genauestes Wetter, weil alle Daten ausgewertet werden. Plus: beim Regen wird genau gesagt wo und wann, statt 20% die mir nicht viel aussagen. PS: neues Design kommt in ein paar Tagen.
Tom Brühwiler
search.ch

Kommunikation

Chat
Chat mit Kontakten über verschiedene Plattformen hinweg
Peter Addor
wechat

private SMS
sehr persönlich, nur mit einer Person (auch Bild und Video)
Mario Ritschard
Avocado (iphone)

Schneller tippen
Man schweift nur noch über die Tastatur, anhand des Musters werden die Wörter erkannt und zum lernenden System dazugespeichert. Brutal überzeugend!
Walter Schärer
swiftkey

 

Fotografie

Knipsen und bearbeiten
Fotografieren mit Android und iphone Mit an Touch angepasstem Userinterface und für Whiteboard-Shots geegnet ebenso für Portraits und Landschaftsaufnahmen. Schneller als später Bilder bearbeiten
Marco Tedaldi
Patrick Seemann
übrigens auch mein Favorit seit ein paar Wochen
Snapseed

Web Nutzung

Extra Browser
mobiler Browser, einfacher geht Evernote-Export von unterwegs nicht. Persönliches browsen mit individuellen Einstellungen. Bedienbar mit Stimme und eigenen Gesten, Teilfunktionen.
Patrick Seemann
Dolphin

Wiederfinden

Bookmarking
sehr praktische Bookmark- und Leseapp
Thomas Elmiger
Fabian Müller
getpocket

„besseres Evernote“ (hier von Microsoft) sagt
Caspar Lösche
onenote

Office, Marketing und Team

Zeiterfassung
Timetracking, gratis Tool für Zeiterfassung
Fabian Müller
primarERP

Zeiterfassung Auswertung und Budgetkontrolle, auch mobile, Kundenzugang, Schnittstelle für Rechnungsstellungstool, gibt auch xls aus für Rechnung, kostet 5 Euro im Monat
Su Franke
mite

To do’s
Online To do Liste, Planen und umsetzen. Für die Reise ebenso wie im Büro, oder Einkaufsliste mit dem Schatz teilen.
Erika Kessler
Andreas Amstutz
Wunderliste

Einkaufsliste
Katja Jent
Alexander Sautter
bring

Termine
fürs Büro und Familie verwalten und teilen
Ellen Tedaldi
e-CAL

CRM
zu deutsch Beziehungen organisieren und auswerten. Aktionen, Erinnerungsfunktion, Infos über wichtigste Kontakte
Andreas von Gunten
contactually

Finanzen

Budge
täglich Budget überwachen und auswerten.
Christsna Zuger
toshl

Schweizer App zum intelligent Geld verwalten
auch mit Teams
iou
Tinet Gaudenz

Spielereien

Und für die Ferien und mir selbst nicht ganz unsympathisch, weil ich am Rhein wohne. Probier

bachapp
Für alle die gerne in Basel im Rhein schwimmen (dr. Bach ab) Mit Temperaturen (glaubt mir, das braucht man bei diesem Fluss) Karte mit Restaurants rundrum und Galerie
Martin Pütter
bachapp.ch

Spiel
kniffliges Puzzle-Spiel mit Hindernissen (iphone)
Martin Rechsteiner
Pleez Der Programmierer, Hansjörg Wuethrich hat ein paar Codes gegeben. Wer zu erst kommt…. spielt zu erst.

und hier ist noch das Storify mit den Tweets (Facebook Kommentare folgen in Teil 2)